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Bei Nachweisen im Grenzzustand der Tragfähigkeit gilt für den Bemessungswert der Vorspannkraft nach ÖNORM B 4750, Kapitel 12.1 (3):
Pd = γP · Pm,t
mit
| Pm,t | Mittelwert der Vorspannkraft zur Zeit t inkl. Spannkraftverlusten aus Reibung, Ankerschlupf, Kriechen und Schwinden sowie Relaxation. |
| γP | Teilsicherheitsbeiwert der Vorspannkraft, i.d.R. ist γP = 1 anzunehmen. |
Im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit werden in ÖNORM B 4750, Kapitel 11.2 (3), zwei charakteristische Werte der Vorspannkraft festgelegt:
| Pk,sup | = rsup · Pm,t Oberer charakteristischer Wert gemäß Gl. (22) |
| Pk,inf | = rinf · Pm,t Unterer charakteristischer Wert gemäß Gl. (23) |
Die Beiwerte rsup und rinf betragen gemäß Norm für Spannglieder mit nachträglichem Verbund rsup = 1,05 und rinf = 0,95, für Spannglieder mit sofortigem Verbund und für Spannglieder ohne Verbund sowie für die Wirkungen aus externer Vorspannung rsup = rinf = 1,0.
Die Normen B 4750 und B 4753 regeln jeweils in Kapitel 11.2 (3), in welchen Nachweisen die Streuung zu berücksichtigen ist:
| • | Mindestrissbewehrung und Nachweis der Rissbreite (B 4753) |
| • | Nachweis der Dekompression und der Betondruckspannungen (B 4750 und B 4753) |
| • | Nachweis der Betonstahl- und Spannstahlspannungen (B 4750) |
Im Programm wird die Streuung bei allen vorgenannten Nachweisen berücksichtigt.