Durchstanzen

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ÖNORM B 4700 Bemessung > Nachweise in den Grenzzuständen der Tragfähigkeit

Durchstanzen

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Der Nachweis der Tragsicherheit gegenüber Durchstanzen wird nach ÖNORM B 4700, Kapitel 3.4.5, geführt. Der Nachweis gilt als erbracht, wenn folgende Bedingung erfüllt ist (Formeln aus der Norm):

VSd,max ≤ VRd

(42)

mit

VSd,max = VSd · κe

(43)

VSd Bemessungswert der im kritischen Rundschnitt wirkenden Querkraft.
κe Beiwert zur Berücksichtigung der Lastexzentrizität. κe = 1 bei zentrischem Durchstanzen.
VRd Durchstanzwiderstand gemäß Formel (44) und (45).

 

Der Durchstanzwiderstand ohne Durchstanzbewehrung berechnet sich durch

VRdc = 0,12·τd·κc·( 1,2 + 2000·d/l·ρ )·u·d

(44)

mit

τd Rechenwert der Schubspannung nach B 4700, Tabelle 4.

κc = 1,6 - d > 1 (d in m)

d = 0,5(dx+dy);  mittlere Nutzhöhe.
l bei Flachdecken größte an die Stütze anschließende Stützweite, bei Einzel­fun­da­men­ten die doppelte größere Grundrissabmessung. Dabei ist l/d ≥ 20 zu beachten.

Formeln zur Berechnung von ρx und ρy nach ÖNORM B4700

Bewehrungsgrad der Zugbewehrung in x- und y-Richtung.

u maßgebender Umfang des kritischen Rundschnitts gemäß B 4700, Kapitel 3.4.5.4.

 

Der Durchstanzwiderstand mit Durchstanzbewehrung berechnet sich durch

VRds = VRdc + κs·Asv·fyd·sin α ≤ 1,4·VRdc

(45)

mit

κs Wirkungsbeiwert, abhängig von der gewählten Anordnung der Durch­stanz­be­weh­rung. Normaler­weise gilt κs = 0,5.
Asv Stahlquerschnitt der Durchstanzbewehrung zwischen Stützenrand und kritischem Rundschnitt, mindestens aber
Formel zur Berechnung von Asv,min nach ÖNORM B4700
α ≥ 35°Winkel zwischen Wirkungsrichtung der Bewehrung und Plattenmittelebene.

 

Mindestbiegebewehrung

Formel zur Berechnung von as,min nach ÖNORM B4700

(47)

mit

gemäß B 4700, Tabelle 7.