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Die Bemessung nach DIN 1045 (1988) ermittelt die statisch erforderliche Biege‑, Schub- und Torsionsbewehrung für räumlich beanspruchte Stab- und Flächenquerschnitte aus den Materialien B25 bis B55 und Beton. Die Aktivierung der Vorschrift erfolgt im Dialog Bemessungsnormen des Extras-Menüs. Davon abhängig werden in der Bedienungsoberfläche die entsprechenden Vorgaben und Nachweise ermöglicht.
Die Schubbemessung wird nach DIN 1045, Abschnitt 17.5, unter Zugrundelegung der Fachwerkanalogie durchgeführt und erfolgt bei Stäben deshalb am Ersatzrechteck.
Auf die zulässige Abminderung im Bereich unmittelbarer Stützung sowie infolge auflagernaher Einzellasten musste zugunsten eines vertretbaren Eingabeaufwandes verzichtet werden.
Die Regelung, bei voller Schubdeckung (Schubbereich 3) im ganzen zugehörigen Querkraftbereich gleichen Vorzeichens die Grundwerte τ0 zugrundezulegen (DIN 1045, Abschnitt 17.5.5.4), konnte nur innerhalb eines Stabelementes Berücksichtigung finden. Breite Balken mit einem Seitenverhältnis Breite/Dicke > 5 werden wie Platten behandelt (DIN 1045, Abschnitt 17.5.5.1). Dabei wird von einem Abminderungsbeiwert k1 und der Schubspannungsgrenze τ011 für Schubbereich 1 ausgegangen.
Die Bemessung erfolgt normalerweise am Gesamtsystem. Die dazu notwendigen Eingaben erfolgen im Rahmen der Querschnittsdefinition. Die zu bemessenden Lastfälle und Kombinationen, der Umfang des Protokolls sowie die zu verwendenden Grundwerte der Schubspannungen werden über die Einstellungen im Berechnungsmenü gesteuert. Zur Ermittlung der maßgebenden Bewehrung wird der Querschnitt für alle Schnittgrößen bemessen. Die daraus folgende größte erforderliche Bewehrung je Lage wird gespeichert.
Zusätzlich zur Bemessung am Gesamtsystem ist der Nachweis der Schwingbreite möglich. Hält dabei die ermittelte Bewehrung die gewünschte Schwingbreite nicht ein, wird die Bewehrung entsprechend erhöht. Die Eingaben hierfür sind ebenfalls in den Einstellungen im Berechnungsmenü vorzunehmen. Im Ordner DIN 1045 Bemessung der Datenbasis ist zusätzlich eine Einzelbemessung für frei definierte Querschnittspolygone oder Verbundquerschnitte möglich.