Die Berechnungsvorgaben für die Spannbetonnachweise werden im Ordner DIN 4227 Nachweise der Datenbasis definiert. Sie sind nach Querschnittstypen gegliedert und gelten für Spannungsnachweis, Bruchsicherheitsnachweis, Rissesicherung und Schubnachweis. Der Betonstahl wird zusammen mit dem Polygonquerschnitt graphisch definiert.
![Berechnungsvorgaben DIN 4227 Nachweise [BMVSG] Berechnungsvorgaben DIN 4227 Nachweise [BMVSG]](d4227_bmvspg_zoom80.png)
Eingaben für Querschnitte von Stäben und Bemessungsobjekten
| Querschnitt | Querschnitt, der nachgewiesen werden soll. |
| Vollpolygon | Falls für den Querschnitt keine mitwirkenden Breiten definiert sind, wird das angegebene Vollpolygon zur Ermittlung der Spannungen aus Längskraft für V und KS sowie zur Berechnung der Schubspannungen aus Querkraft und Torsion im Zustand I benutzt. Bei Vorgabe des Wertes „0“ gilt das Querschnittspolygon. Die Definition von Polygonen erfolgt über den Querschnittsdialog. |
| Beton | Die Betongüte für die Nachweise kann abweichend von der Materialbeschreibung der FEM‑Berechnung vorgegeben werden. Zulässig sind die Betonklassen für Normal- und Leichtbeton nach DIN 4227 Teil 1 und 4. Bei Vorgabe des Wertes „0“ wird die Betongüte aus der Materialbeschreibung benutzt. |
| Xi1 | Verbundbeiwert ξ1 zur Berücksichtigung der Mitwirkung des Spannstahls nach DIN 4227‑1/A1, Abschnitt 6.7.3. |
| ds | Gewählter Stabdurchmesser gemäß DIN 4227‑1/A1, Abschnitt 6.7.3, Tabelle 6. |
| ßs | Streckgrenze der Schubbügel [MN/m²]. Bei Eingabe des Wertes „0“ wird die Berechnung mit ßs = 500 MN/m² durchgeführt. Die Streckgrenze gilt ebenfalls für die Bemessung der Torsionslängsbewehrung. |
| Schub d | Maße des Ersatzrechtecks für den Schubnachweis im Zustand II. |
| Schub kz' | Beiwert zur Berechnung des Hebelarmes z der inneren Kräfte für die Schubnachweise im Zustand II mit kz' = z/d (s.u. Erläuterung) |
| Torsion d | Maße des Ersatzhohlquerschnitts zur Berechnung der Torsionsspannungen in Zone b und der Torsionsbewehrung. |
| ül | Abstand Kernquerschnitt vom Querschnittsrand [m]. Dies entspricht der halben Wandstärke des Ersatzhohlkastenquerschnittes. Bei Eingabe von „0“ wird keine Torsionsbewehrung berechnet. |
| S1, Tau | Zulässige Hauptzug- und Schubspannungen gemäß DIN 4227‑1, Tabelle 9. |
„0“: Zeilen 53, 54, 59, 60 sind maßgebend (Kastenquerschnitt)
„1“: Zeilen 52, 55, 58, 61 sind maßgebend (Vollquerschnitt)
| S2 | Zulässige Hauptdruckspannung gemäß DIN 4227‑1, Tabelle 9. |
„0“: Zeile 62 ist maßgebend (Steg)
„1“: Zeile 63 ist maßgebend (Gurt)

In der Abbildung sind die Hebelarme der inneren Kräfte und der Kernquerschnitt dargestellt. Der Beiwert kz’ bezieht sich auf d und ist deshalb nicht zu verwechseln mit dem Beiwert kz für die Schubbemessung nach DIN 1045.
Wenn kz’ für die y- bzw. z‑Richtung mit „0“ vorgegeben wird, so wird der Wert aus dem Bruchsicherheitsnachweis ermittelt und wie folgt begrenzt: 0,1 ≤ kz’ ≤ 1.
Eingaben für Flächenquerschnitte
| Querschnitt | Querschnitt, der nachgewiesen werden soll. |
| Beton | Die Betongüte für die Nachweise kann abweichend von der Materialbeschreibung der FEM‑Berechnung vorgegeben werden. Zulässig sind die Betonklassen für Normal- und Leichtbeton nach DIN 4227 Teil 1 und 4. Bei Vorgabe des Wertes „0“ wird die Betongüte aus der Materialbeschreibung benutzt. |
| Xi1 | Bei Flächenquerschnitten kann die Verbundwirkung des Spannstahls nicht berücksichtigt werden. Der Verbundbeiwert ξ1 hat deshalb keine Bedeutung. |
| ds | Gewählter Stabdurchmesser gemäß DIN 4227‑1/A1, Abschnitt 6.7.3, Tabelle 6. |
| ßs | Streckgrenze der Schubbügel [MN/m²]. Bei Eingabe des Wertes „0“ wird die Berechnung mit ßs = 500 MN/m² durchgeführt. |
| kz' | Beiwert zur Berechnung des Hebelarmes z der inneren Kräfte mit kz' = z/dz. Dabei ist dz die im Querschnittsdialog definierte Elementdicke. Wenn kz’ mit „0“ vorgegeben wird, so wird der Wert aus dem Bruchsicherheitsnachweis ermittelt und wie folgt begrenzt: 0,1 ≤ kz’ ≤ 1. |