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<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >> Besonderheit bei Flächentragwerken |
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Bei Flächentragwerken kann der Dehnungszustand am gerissenen Betonquerschnitt unter allgemeiner Beanspruchung nicht eindeutig ermittelt werden. Die Bemessung erfolgt deshalb getrennt für die Bewehrungsrichtungen x und y mit den oben näher erläuterten Bemessungsschnittgrößen nach Wolfensberger/Thürlimann bzw. nach Rüsch. Mit der so ermittelten Bewehrung kann die Tragfähigkeit als gesichert angenommen werden.
Bei der Ermittlung der Spannungsschwingbreite für Betonstahl und Beton kann diese Methode im Fall von Drill- oder Scherbeanspruchungen zu unrealistischen Ergebnissen führen, wie am folgenden Beispiel deutlich wird:
Gegeben seien zwei identische Sätze von Plattenschnittgrößen:
Satz |
mx [kNm/m] |
my [kNm/m] |
mxy [kNm/m] |
|---|---|---|---|
1 |
300 |
200 |
100 |
2 |
300 |
200 |
100 |
Daraus folgen nach Wolfensberger/Thürlimann als Bemessungsvarianten für die x‑Richtung:
Satz |
Variante |
m [kNm/m] |
|---|---|---|
1 |
1 |
mx + |mxy| = 400 |
|
2 |
mx ‑ |mxy| = 200 |
2 |
1 |
mx + |mxy| = 400 |
|
2 |
mx ‑ |mxy| = 200 |
Die Drillmomente erzeugen eine Variation der Bemessungsmomente und damit rein rechnerisch eine Spannungsschwingbreite. Im Ermüdungsnachweis könnte dadurch eine Bewehrungserhöhung aufgrund scheinbarer Überbeanspruchung notwendig werden. Bei Bemessungsnormalkräften gilt dies für die Scherkräfte sinngemäß.
Mit der Benutzerauswahl Bemessungsvarianten einschränken im Querschnittsdialog lässt sich der beschriebene Effekt vermeiden. In diesem Fall werden bei der Ermittlung der Schwingbreite nur noch die korrespondierenden Varianten verglichen, im Beispiel also nur die jeweils ersten und die jeweils zweiten Varianten der beiden Sätze. Bei konstanter Beanspruchung wird somit die Schwingbreite korrekt zu Null ermittelt.
Diese Alternative kann allerdings nicht sicherstellen, dass immer alle denkbaren Spannungsschwankungen erfasst werden. Die Ergebnisse sind deshalb mit besonderer Aufmerksamkeit zu bewerten. Im ausführlichen Protokoll werden dazu die für den Nachweis maßgeblichen Varianten und Bemessungsschnittgrößen angegeben.
Bei Ermittlung der Bemessungsschnittgrößen nach Rüsch für schiefwinklige Bewehrung gelten die dargestellten Zusammenhänge entsprechend.