|
<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >> Begrenzung der Verformungen |
|
Nach DIN 1045‑1, Kapitel 11.3.1, dürfen die Verformungen eines Bauteils oder Tragwerks weder die ordnungsgemäße Funktion noch das Erscheinungsbild beeinträchtigen. Dazu soll gemäß Absatz (8) der Durchhang eines Balkens, einer Platte oder eines Kragarms unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination 1/250 der Stützweite nicht überschreiten. Zur Vermeidung von Schäden an angrenzenden Bauteilen soll deren Verformung auf 1/500 der Stützweite begrenzt werden.
Eine Berechnungsmethode zur direkten Berechnung der Verformungen ist in der Norm nicht angegeben. Heft 525, Absatz 11.3.2, verweist lediglich auf verschiedene Literaturstellen.
Im Programmsystem InfoCAD kann ein wirklichkeitsnaher Nachweis im Rahmen der Nichtlinearen Systemanalyse für Stab- und Schalentragwerke unter Berücksichtigung geometrischer und physikalischer Nichtlinearitäten geführt werden. Der Widerstand von im Verbund liegenden Spanngliedern geht z.Zt. nicht in die Berechnung ein.
Die Bearbeitung erfolgt in folgenden Schritten:
| • | Definition von Nachweissituationen über die Funktion Lastgruppe im Belastungsdialog durch Zusammenstellung der maßgebenden Einzellastfälle. Dabei sind die veränderlichen Lasten mit den Kombinationsbeiwerten ψ2 für die quasi-ständige Kombination zu wichten. |
| • | Auswahl der Nachweislastfälle im Dialog Nichtlineare Systemanalyse / Gebrauchstauglichkeit der Berechnungseinstellungen für die FEM- bzw. Stabwerksberechnung. |
| • | Einstellen der im Grenzzustand der Tragfähigkeit ermittelten Bewehrung im Auswahlfeld Ausgangsbewehrung (Maximum aus Biegung, Robustheit, Rissesicherung und Ermüdung). |
| • | Ausführen der FEM- bzw. Stabwerksberechnung zur Ermittlung der Verformungen im Zustand II. |
| • | Überprüfung der graphisch oder tabellarisch wiedergegebenen Systemverformungen. |

Eine ausführliche Beschreibung der Nichtlinearen Systemanalyse ist dem entsprechenden Kapitel zu entnehmen.