Relaxation des Spannstahls

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DIN 1045-1 Bemessung > Vorgespannte Tragwerke

Relaxation des Spannstahls

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Nach DIN 1045‑1, Kapitel 8.7.3, ist neben den Spannungs­ver­lusten aus Kriechen und Schwin­den des Betons die Spannungs­änderung Δσpr in den Spann­gliedern an der Stelle x infolge Re­laxation zu berück­sichtigen. Diese darf für ein Verhältnis Aus­gangs­span­nung zu charakteristi­scher Zug­spannung (σp0/fpk ) der bau­auf­sicht­lichen Zulassung ent­nom­men werden mit einer Aus­gangs­span­nung von

σp0 = σpg0 – 0,3 Δσp,csr

(51)

mit

Δσp,csrSpannungsänderung in den Spanngliedern aus Kriechen, Schwinden und Relaxation an der Stelle x zum Zeitpunkt t.
σpg0Anfängliche Spannung in den Spanngliedern aus Vorspannung und ständigen Ein­wirkungen.

 

Da die gesamten Spannkraftverluste vorab nicht bekannt sind, ist der Eingangswert Δσp,csr für Gl. (51) zu schätzen und gegebenenfalls iterativ zu korrigieren (vgl. König et al. 2003, S. 38). Alternativ darf nach DIN 1045‑1 zur Ver­ein­fa­chung und auf der sicheren Seite liegend σp0 = σpg0, bei üblichen Hochbauten σp0 = 0,95 · σpg0 gesetzt werden. Die folgende Tabelle zeigt bei­spiel­haft Spann­kraft­ver­luste aus Relaxation.

Rechenwerte der Spannkraftverluste Δσpr in % der Anfangsspannung σp0

für Spannstahllitzen St 1570 / 1770 mit sehr niedriger Relaxation

σp0/fpk

Zeitspanne nach dem Vorspannen in Stunden

1

10

200

1000

5000

5 · 105

106

0,45

 

 

 

 

 

 

 

0,50

 

 

 

 

 

 

 

0,55

 

 

 

 

 

1,0

1,2

0,60

 

 

 

 

1,2

2,5

2,8

0,65

 

 

 

1,3

2,0

4,5

5,0

0,70

 

 

1,0

2,0

3,0

6,5

7,0

0,75

 

1,2

2,5

3,0

4,5

9,0

10,0

0,80

1,0

2,0

4,0

5,0

6,5

13,0

14,0

Für Spannglieder mit Zulassung nach DIN 4227 ergibt sich im Beispiel für t =  bei der nach DIN 4227‑1, Tab. 9, Zeile 65, zulässigen Ausnutzung von 0,55 ein Spannungsverlust von etwa 1%, der in der Regel vernachlässigt werden kann.

 

Spannglieder mit neuer Zulassung dürfen nach DIN 1045‑1, Kapitel 11.1.4, bis zu 0,65 aus­ge­nutzt werden. Daraus resultieren deutlich höhere, durchaus relevante Spann­kraft­ver­luste.

 

Die Spannkraftverluste werden in den Einwirkungen CSR des Dialogs DIN 1045‑1 Ein­wirkun­gen definiert.