Bruchsicherheitsnachweis

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DIN 4227 Nachweise > Nachweise

Bruchsicherheitsnachweis

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Stäbe und Bemessungsobjekte

Der Nachweis der Bruch­sicher­heit erfolgt für die benutzer­definierte Kombinations­vorschrift unter Bruch­lasten. Die im Verbund liegenden Spann­stränge werden gemäß DIN 4227 mit ihrer Vor­dehnung auf der Wider­stands­seite erfasst.

In der Bemessung werden die Schnittgrößen des Beton­quer­schnitts um die statisch bestimmten Anteile aus Vorspannung sowie Kriechen und Schwinden (V+KS) gemindert. In den ver­bleibenden Schnitt­größen für den Verbund­quer­schnitt sind dann nur noch die Zwängungsanteile aus V+KS und die äußeren Lasten enthalten. Die durch den Benutzer lagemäßig festgelegte Schlaff­stahl­bewehrung wird bei Bedarf solange erhöht, bis die Verbund­schnitt­größen aufgenommen werden können. Dabei wird für druck­bean­spruchte Beton­stahl­lagen der Wert von ßs gemäß DIN 4227 Teil 1, Abschnitt 11.2.2 mit dem Faktor 1,75/2,1 gemindert.

Die Lage der Spannstränge im Querschnitt, die statisch bestimmten Anteile aus V+KS sowie die Schnittgrößen des Betonquerschnitts und Verbundquerschnitts werden im aus­führ­lichen Protokoll ausgegeben:

 

Querschnittswerte     A [m²]   ys [m]   zs [m]   Iy [m4]   Iz [m4]   Iyz[m4]

          brutto:      1,574   -0,000    0,000    0,6008    0,5178    0,0234

          netto :      1,558   -0,002   -0,002    0,6004    0,5174    0,0230

          ideell:      1,638    0,007    0,006    0,6024    0,5195    0,0251

 

Spannstränge im Verbund

 

Nr. E-Modul    ßs      ßz       y       z     Av   Hüllr.  Spannkraft  Neigung

    [MN/m²] [MN/m²] [MN/m²]    [m]     [m]  [mm²]  d [mm]        [kN]      [°]

  1  205000   1420    1570   0,167   0,159  12800      50    11160,76     3,62

 

1. Kombination Bruchsicherheit (BK.1): 1,75*(G1+G2+P)+V+KS+DS+T

 

Spannkraftverluste aus KS in den Spannsträngen

 Nr.   KS[%]   Nr.   KS[%]   Nr.   KS[%]   Nr.   KS[%]   Nr.   KS[%]

   1   12,01          -.-           -.-           -.-           -.-

 

Stat. best. Anteil (V+KS): Nx0=-9801,10 kN; My0=-1560,46; Mz0=-1636,78 kNm

 

         Betonschnittgrößen            Verbundschnittgrößen

         Nx[kN]   My[kNm]   Mz[kNm]    Nx[kN]   My[kNm]   Mz[kNm]

Nx-  : -9633,50  -3519,18     -1,75    167,59  -1958,73   1635,03

Nx+  : -9633,02   3219,15     -2,37    168,07   4779,61   1634,41

My-  : -9633,49  -3580,61     -1,75    167,61  -2020,15   1635,04

My+  : -9633,02   3219,15     -2,37    168,07   4779,61   1634,41

Mz-  : -9633,08   2052,45     -2,38    168,02   3612,91   1634,40

Mz+  : -9633,49  -3580,61     -1,75    167,61  -2020,15   1635,04

Verwendete Bezeichnungen im Protokoll:

ys, zs Lage des Schwerpunkts im Querschnitt.
y, z Lage des Spannstrangs im Querschnitt.
Av Querschnittsfläche Av des Spannstrangs.
ZV0 Vorspannkraft Zv0 .
Neigung Neigung α des Spannstrangs gegen die Stabachse.
KSProzentualer Spannkraftverlust aus Kriechen und Schwinden.
Nx0Nx0 = ZV0 · (1 ‑ KS / 100) · cos α
My0My0 = Nx0 · (z ‑ zs)
Mz0Mz0 = Nx0 · (y ‑ ys)

 

Flächenelemente

Der Nachweis der Bruchsicherheit erfolgt in ähnlicher Weise. Da jedoch bei Flächen­trag­werken eine Trennung in statisch bestimmte und unbestimmte Anteile der Schnitt­größen aus Vorspannung nicht möglich ist, werden hier die Vorspannung vollständig auf der Einwirkungs­seite und folglich auf der Widerstandsseite nur Schlaff­stahl und Beton berücksichtigt. Zusätzlich erfolgt die Bemessung unter Beachtung der Abweichung von Bewehrungs- und Rissrichtung nach denselben Kriterien wie bei der Biege­bemessung nach DIN 1045. Bei der konstruktiven Abdeckung der erforderlichen Stahl­beton­bewehrung können gegebenenfalls Spannungs­reserven in den Spann­gliedern, die aus den o.g. Gründen beim Nachweis nicht erfasst werden können, in Ansatz gebracht wer­den. Hierbei sind neben der Vordehnung die Verteilung und die Höhen­lage der Spann­glieder zu berücksichtigen.

Die Ermittlung der Bemessungsschnittgrößen erfolgt in beiden Fällen nach den Vor­schriften, wie sie für die Bemessung nach DIN 1045 erläutert sind.