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Die Spannungsberechnung erfolgt am Querschnittspolygon unter Berücksichtigung räumlicher Biegung mit Normalkraft. Brutto- und Netto- bzw. ideelle Querschnittswerte werden gemäß Benutzervorgabe berücksichtigt. Hierfür werden zunächst an allen Polygonpunkten Spannungen berechnet und davon die extremalen Werte abgespeichert bzw. ausgedruckt. Die maximalen Spannstahlspannungen werden ebenfalls ermittelt. Da beim Anspannen die Spannglieder noch nicht im Verbund liegen, wird eine Änderung der Spannstahlspannungen infolge G1 nicht angesetzt (Vorspannung mit nachträglichem Verbund).
Wirkt ein Stabquerschnitt unter Biegebeanspruchung nicht voll mit, sind die nicht mitwirkenden Bereiche im Querschnittsdialog zu markieren. Alternativ kann der Querschnitt auf die mitwirkenden Bereiche reduziert und für die Spannungsermittlung ein Vollpolygon definiert werden (siehe Berechnungsvorgaben). In beiden Fällen werden dann die Normalspannungen aus Biegung am reduzierten Querschnitt und die Normalspannungen aus Normalkräften am Vollquerschnitt berechnet.
Hier erfolgt die Spannungsberechnung am Rechteckquerschnitt mit der Breite 1 m. Es werden nur Bruttoquerschnittswerte berücksichtigt, da eine eindeutige Querschnittszuordnung von Einzelspanngliedern bei Flächentragwerken nicht möglich ist. Aufgrund des zweiaxialen Spannungszustandes werden hier neben den Komponenten σx , σy , τxy auch die Hauptspannungen σ1 , σ2 an der Ober- und Unterseite berechnet.