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<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >> Begrenzung der Betondruckspannungen |
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Der Nachweis der Betondruckspannungen erfolgt nach FB 102, Abschnitt 4.4.1.2. Gemäß II‑4.4.1.1 (5) wird der gerissene Zustand angenommen, wenn die im ungerissenen Zustand unter der seltenen Einwirkungskombination berechnete Zugspannung den Wert fctm überschreitet.
Die Berechnung im gerissenen Zustand erfolgt durch Ermittlung des Dehnungszustands mit der endgültigen Längsbewehrung (Maximum aus Robustheits‑, Riss- und Biegebewehrung einschließlich einer evtl. Erhöhung aus dem Ermüdungsnachweis). Bei Stäben und Bemessungsobjekten werden im Verbund liegende Spannglieder auf der Widerstandsseite berücksichtigt, sofern sie in der Nachweissituation verpresst sind. Bei Flächenelementen wird, da der allgemeine Dehnungszustand nicht eindeutig bestimmbar ist, die Druckspannung für beide Bewehrungsrichtungen getrennt ermittelt und der Extremwert nachgewiesen.
Bei Stäben und Bemessungsobjekten werden die Spannungen aus Längskraft entsprechend II‑4.4.1.1 (109) mit dem Vollquerschnitt berechnet. Im übrigen gelten die oben angegebenen Regeln zur Spannungsberechnung.
Für Bau- und Endzustände ist die Betondruckspannung σc nach II‑4.4.1.2 (103)P auf 0,60 fck unter der nichthäufigen Kombination zu begrenzen. Die Grenze darf um 10% erhöht werden, wenn die Betondruckzone z.B. durch Querbewehrung umschnürt ist. Falls die Gebrauchstauglichkeit durch den Einfluss des Kriechens wesentlich beeinflusst wird, soll nach II‑4.4.1.2 (104)*P zusätzlich die Grenze 0,45 fck unter der quasi-ständigen Kombination eingehalten werden. Beide Optionen werden nach Benutzervorgabe berücksichtigt.
In Spannbetonbauteilen nach II‑4.4.1.2 (102)P ist die maximale Betondruckspannung bei Eintragung des Mittelwerts der Vorspannung auf 0,60 fc(t) zu beschränken. Übersteigt die Betondruckspannung den Wert von 0,45 fc(t), ist die Nichtlinearität des Kriechens zu berücksichtigen. Dabei bezeichnet fc(t) den Mittelwert der Betondruckfestigkeit zum Zeitpunkt t der Eintragung der Vorspannung.
Im Programm wird der Zeitpunkt der Einleitung der Vorspannung bei der Situation G1+P angenommen. Falls in der maßgebenden Kombination eine Situation G1+P definiert ist, wird für diese Situation die Betonspannung je nach Benutzervorgabe gegen den Grenzwert 0,45 fc(t) oder 0,60 fc(t) geprüft. Der Wert für fc(t) wird ebenfalls im Dialog festgelegt.