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<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >> Feuchtegehalt und Lasteinwirkungsdauer |
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Der Feuchtegehalt und die Lasteinwirkungsdauer beeinflussen nach Kapitel 7.1.3 (1) die Festigkeits- und Steifigkeitseigenschaften des Holzes und sind deshalb bei der Bemessung für den mechanischen Widerstand über einen Modifikationsbeiwert zu berücksichtigen. Dies erfolgt im Programm automatisch mit den vom Anwender vorgegebenen Eigenschaften.
Nutzungsklasse
Zur Festlegung des Feuchtegehalts sollen Tragwerke den in Kapitel 7.1.1 beschriebenen drei Nutzungklassen zugeordnet werden. Die Zuordnung wird über die Materialeigenschaften im Querschnittsdialog vorgenommen. Damit lassen sich für einzelne Teile des Tragwerks unterschiedliche Nutzungsklassen festlegen.

Lasteinwirkungsdauer
Für die Ermittlung von Festigkeitseigenschaften sind die Einwirkungen nach Kapitel 7.1.2 einer der Klassen nach Tabelle 3 zuzuweisen. Die Zuordnung erfolgt innerhalb des Einwirkungsdialogs, wobei die Klassifizierung nach Tabelle 4 vorgeschlagen wird.
Modifikationsbeiwert kmod
Der Modifikationsbeiwert berücksichtigt den Einfluss des Feuchtegehalts und der Lasteinwirkungsdauer auf die Materialfestigkeiten. Zahlenwerte für den Beiwert kmod werden in Tabelle F.1 der Norm angegeben. Im Nachweis der Querschnittstragfähigkeit dient er zur Festlegung der Festigkeiten nach Gl. (3):
Xd = kmod · Xk / γM |
(3) |
Dabei ist
| Xd | der Bemessungswert der Festigkeitseigenschaft; |
| Xk | der charakteristische Wert der Festigkeitseigenschaft; |
| γM | der Teilsicherheitsbeiwert für die Baustoffeigenschaft. |
Besteht eine Lastkombination aus Einwirkungen, die zu verschiedenen Klassen der Lasteinwirkungsdauer gehören, dann ist nach Kapitel 7.1.3 (1) der Wert von kmod zu verwenden, der zu der Einwirkung mit der kürzesten Dauer gehört. Der Einfluss des Modifikationsbeiwertes auf den Bemessungswert der Beanspruchbarkeit kann nach Kapitel 5.4 (1) bewirken, dass eine Einwirkungskombination maßgebend ist, die nicht den maximalen Bemessungswert der zugehörigen Beanspruchung liefert. Im Nachweis werden deshalb immer alle möglichen Kombinationen von Lastfällen untersucht.
Jeder zu untersuchende Schnittkraftsatz liefert über die beteiligten Einwirkungen die maßgebende Lasteinwirkungsdauer, die zusammen mit der Nutzungsklasse den Beiwert kmod für das Material festlegt. Das nachfolgende Beispiel verdeutlicht den Sachverhalt, wobei die relevanten Größen im Protokoll durch Unterstreichung hervorgehoben wurden.
Tragwerk mit Belastung Schnittgrößen min/max My; 1. Ständige und vorübergehende Situation
Einw. |
Lastfall |
Bezeichnung |
Lastdauer |
G |
1 |
Eigenlast, ständige Lasten |
Ständig |
QS |
2 |
Schnee |
Mittel |
QW |
3 |
Wind von links |
Kurz |
|
4 |
Wind von rechts |
Kurz |
Ort 1
Stab 3: x = 0,00 m (Stablänge 6,50 m)
Querschnitt 1: Rechteck, GL32H, Klasse 1, h/b=900/300 mm, A=270000 mm²
kred=0,70, khy=1,00
1. Ständige und vorüberg. Komb. (SK.1): G+QS+QW
Maßgebende Schnittgrößen aus 16 Schnittkraftsätzen
Satz Nx[kN] Qz[kN] My[kNm] Lastdauer kmod
1 : -29,77 -0,00 378,10 Ständig 0,60
5 : -51,20 -25,96 403,77 Kurz 0,90
Lastfallkombinationen der maßgebenden Schnittkraftsätze
Satz Kombination
1 : 1,35*L1
5 : 1,35*L1+0,75*L2+1,50*L3
Im Nachweis liefern die beiden protokollierten Schnittkraftsätze die jeweils höchste Ausnutzung für Biegung (Satz 1) sowie Querkraft (Satz 5). Der Schnittkraftsatz mit dem größten Biegemoment am Nachweisort (My = 457,88 kNm) ist dagegen aufgrund des Einflusses von kmod auf die Beanspruchbarkeit nicht maßgebend.