Beispiel Holznachweise an einer Gelenkpfette

Nachweisvorgaben, Einwirkungen, Ausnutzung, Ausführliches Protokoll

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DIN 1052 Holznachweise

Beispiel Holznachweise an einer Gelenkpfette

Nachweisvorgaben, Einwirkungen, Ausnutzung, Ausführliches Protokoll

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Das Beispiel wurde in Anlehnung an das Buch

Gerhard Werner; Karlheinz Zimmer.
Holzbau 2 - Dach- und Hallentragwerke nach DIN 1052 (neu 2008) und Eurocode 5.

4., neu bearbeitete Auflage. Springer-Verlag, Berlin 2010.

gewählt.

An der unten dargestellten Sparrenpfette werden eine Stab­werks­analyse sowie Holznachweise durchgeführt. Die Achsen des als Gelenkpfette ausgebildete Systems verlaufen parallel zur Traufe bzw. Dachfläche. Daher sind die Querschnitte um 11,8° verdreht. Die Innenfelder haben bis zum Gelenk G1 den Querschnitt 1 (Rechteck 100/160). Das Endfeld hat bis zum Gelenk G1 den Querschnitt 2 (Rechteck 120/160). Beide Querschnitte sind aus Nadelholz der Festigkeitsklasse C24 und der Nutzungsklasse 2 zugeordnet.

Statisches System, Abmessungen und Lasten des Beispiels Holznachweise an einer Gelenkpfette nach DIN 1052

Statisches System, Abmessungen [m] und Lasten [kN/m]

 

Summe der aufgebrachten Lasten und Auflagerreaktionen des Beispiels Holznachweise an einer Gelenkpfette nach DIN 1052

 

 

Zur Durchführung der Nachweise sind die Einwirkungen zu­zu­ordnen, wie sie im nach­folgen­den Protokoll ab­ge­druckt sind. Das Nach­weis­programm führt die erforderlichen Schnitt­größen­kombinationen durch und weist die Quer­schnitts­trag­fähig­keit nach.

 

Nachweise nach DIN 1052:2008 mit Ber. 1:2010

 

Der Nachweis der Querschnittstragfähigkeit erfolgt nach Kapitel 10.2 der Norm.

Der Beiwert für die Systemfestigkeit nach Kap. 8.1 wird zu kl = 1 angenommen.

 

Die Nachweiskombinationen werden ermittelt nach DIN 1055-100, Abschnitt 9.4,

mit den Gleichungen (14) bis (16) und den zugehörigen Kombinationsbeiwerten.

Alle Variationen des Zusammenwirkens veränderl. Einwirkungen werden untersucht.

 

Der Nachweis erfolgt für alle möglichen Kombinationen der Einwirkungen.

 

 

 

Spannungsermittlung

 

Die Längs- und Schubspannungen werden für polygonal berandete, homogene Quer-

schnitte infolge Längskraft, Biegemomenten, Querkräften und Torsion berechnet.

Die Ermittlung der Schubkenngrößen erfolgt nach der Boundary-Element-Methode.

Die Berechnungspunkte für alle Spannungen sind Randpunkte des Querschnitts.

 

 

Teilsicherheitsbeiwerte für Bauholz

 

                                    gamma.M

Ständige und vorüberg. Komb.          1,30

Außergew. Kombination                 1,00

 

 

Charakteristische Materialkennwerte

 

Festigkeiten nach DIN 1052:2008, Tab. F.5, F.7 und F.9 [MN/m²].

 

Material         fmk   ft0k   fc0k    fvk

C24             24,0   14,0   21,0    2,0

 

 

Querschnittswerte

 

Kl.      Nutzungsklasse

A        Querschnittsfläche [mm²]

d,h,b    Durchmesser, Höhe, Breite [mm]

Iy..Iyz  Trägheitmomente [m4]

                                         d,h          Iy          Ix

Querschnitt         Material  Kl.     A    b          Iz         Iyz

   1 Innenfeld      C24       2   16000  160  3,4133e-05  3,2598e-05

                                         100  1,3333e-05  0,0000e+00

   2 Endfeld        C24       2   19200  160  4,0960e-05  4,9752e-05

                                         120  2,3040e-05  0,0000e+00

 

 

DIN 1052 Einwirkungen

 

Standard Bemessungsgruppe

 

G - Eigenlast

 

Gamma.sup / gamma.inf = 1,35 / 1

 

Lasteinwirkungsdauer: Ständig

 

Lastfälle

---------

1    Eigenlast und Eindeckung

 

QS - Schnee- und Eislast

 

Gamma.sup / gamma.inf = 1,5 / 0

 

Lasteinwirkungsdauer: Kurz

 

Kombinationsbeiwerte psi für: Hochbauten

Schnee- und Eislasten - Orte über NN + 1000 m

Psi.0 / Psi.1 / Psi.2 = 0,7 / 0,5 / 0,2

 

Lastfälle 1. Variante, inklusiv

-------------------------------

2    Scheelast (kurzzeitig)

 

QW - Windlast

 

Gamma.sup / gamma.inf = 1,5 / 0

 

Lasteinwirkungsdauer: Kurz

 

Kombinationsbeiwerte psi für: Hochbauten

Windlasten

Psi.0 / Psi.1 / Psi.2 = 0,6 / 0,5 / 0

 

Lastfälle 1. Variante, exklusiv

-------------------------------

3    Windlast (kurzzeitig)

 

1. Ständige und vorübergehende Situation

 

Endzustand

 

G  - Eigenlast

QS - Schnee- und Eislast

QW - Windlast

Biegemoment min/max My des Beispiels Holznachweise an einer Gelenkpfette nach DIN 1052

Biegemoment min/max My [kNm]

Biegemoment min/max Mz des Beispiels Holznachweise an einer Gelenkpfette nach DIN 1052

Biegemoment min/max Mz [kNm]

 

Max. Querschnittsausnutzung

 

Ausnutzung  Verhältnis der Bemessungswerte der Spannungen und der Festigkeiten.

Zug         Zug in Faserrichtung nach Gl. (43).

Druck       Druck in Faserrichtung nach Gl. (46).

Biegung     Biegung nach Gl. (53) und (54).

Biegung,Zug Biegung und Zug nach Gl. (55) und (56).

Bieg.,Druck Biegung und Druck nach Gl. (57) und (58).

Schub       Schub nach Gl. (59) und (60).

Torsion     Torsion nach Gl. (61).

Schub,Tors. Schub und Torsion nach Gl. (62).

x           Abstand vom Stabanfang [m].

SK          Ständige und vorüberg. Komb.

 

Querschnitt         Material  Ergebnis          Stab Ort  x[m] Komb.  Ausnutzung

   1 Innenfeld      C24       Zug                         -.-   -.-   -.-

                              Druck                       -.-   -.-   -.-

                              Biegung              7  11  3,00 SK.1   0,66

                              Biegung, Zug                -.-   -.-   -.-

                              Biegung, Druck              -.-   -.-   -.-

                              Schub                8  11  3,00 SK.1   0,35

                              Torsion                     -.-   -.-   -.-

                              Schub, Torsion              -.-   -.-   -.-

 

   2 Endfeld        C24       Zug                         -.-   -.-   -.-

                              Druck                       -.-   -.-   -.-

                              Biegung              1   9  2,40 SK.1   0,73

                              Biegung, Zug                -.-   -.-   -.-

                              Biegung, Druck              -.-   -.-   -.-

                              Schub                2  11  3,00 SK.1   0,34

                              Torsion                     -.-   -.-   -.-

                              Schub, Torsion              -.-   -.-   -.-

Ausnutzungen beim Nachweis „Biegung“

Ausnutzungen beim Nachweis „Biegung“

 

Nachfolgend wird zusätzlich ein Aus­zug aus dem aus­führ­lichen Pro­to­koll für Stab 1, Ort 9 abgedruckt.

 

Nachweis der Querschnittstragfähigkeit für Stäbe

 

Die Ergebnisse stellen die Extrema aller Kombinationen dar.

 

Ausnutzung  Verhältnis der Bemessungswerte der Spannungen und der Festigkeiten.

kmod        Modifikationsbeiwert für Lastdauer und Feuchtegehalt nach Gl. (3).

kred        Beiwert zur Reduktion der Biegespannung nach Kap. 10.2.6(1).

ft0d        Zugfestigkeit in Faserrichtung = kmod · ft0k / gamma.M [MN/m²].

fc0d        Druckfestigkeit in Faserrichtung = kmod · fc0k / gamma.M [MN/m²].

fmd         Biegefestigkeit = kmod · fmk / gamma.M [MN/m²].

fvd         Festigkeit für Querkraft & Torsion = kmod · fvk / gamma.M [MN/m²].

x           Abstand vom Stabanfang [m].

y, z        Ort im Querschnittspolygon [m].

 

 

Ort 9

 

Stab 1: x = 2,40 m (Stablänge 3,00 m)

Querschnitt 2: Endfeld, C24; Kl. 2; h/b=160/120 mm; A=19200 mm²; kred=0,70

 

1. Ständige und vorüberg. Komb. (SK.1): G+QS+QW

 

Maßgebende Schnittgrößen aus 10 Schnittkraftsätzen

Satz     Nx[kN]    Qy[kN]    Qz[kN]   Mx[kNm]   My[kNm]   Mz[kNm] Lastdauer kmod

3    :     0,00      0,03      0,15     -0,00      5,23      1,09 Kurz      0,90

 

Lastfallkombination des maßgebenden Schnittkraftsatzes

Satz   Kombination

3    : 1,35*L1+1,50*L2

 

Nachweis für Biegung

 

Max. Ausnutzung nach Gleichung (53) und (54)       :  0,73    

zug. Sigma.myd / fmd           :  -10,217 / 16,615 :  0,61

     Sigma.mzd / fmd           :   -2,846 / 16,615 :  0,17

     Qu.pkt. y / z [m]         :    0,000 /  0,000

     Situation / Satz          :     SK.1 /      3

 

Nachweis für Schub

 

Max. Ausnutzung nach Gleichung (59) und (60)       :  0,01    

zug. Tau.yd    / fvd           :    0,002 /  1,385 :  0,00

     Tau.zd    / fvd           :    0,011 /  1,385 :  0,01

     Tau.d     / fvd           :    0,012 /  1,385 :  0,01

     Qu.pkt. y / z [m]         :    0,060 /  0,080

     Situation / Satz          :     SK.1 /      3