Antwortspektrum nach DIN EN 1998‑1:2023 (Bemessungsspektrum)

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Antwortspektrum nach DIN EN 1998‑1:2023 (Bemessungsspektrum)
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Die für das Bemessungsspektrum nach DIN EN 1998‑1 benötigten Ordinatenwerte Sd ergeben sich durch die nachfolgenden Gleichungen:

0 ≤ T ≤ TB:

Bemessungsspektrum DIN EN 1998‑1: Sd(T) für 0 ≤ T ≤ TB

Bemessungsspektrum Sd - DIN EN 1998‑1

Bemessungsspektrum Sd

TB ≤ T ≤ TC:

Bemessungsspektrum DIN EN 1998‑1: Sd(T) für TB ≤ T ≤ TC

TC ≤ T ≤ TD:

Bemessungsspektrum DIN EN 1998‑1: Sd(T) für TC ≤ T ≤ TD

TD ≤ T:

Bemessungsspektrum DIN EN 1998‑1: Sd(T) für TD ≤ T

Zur Bestimmung des Bemessungsspektrums sind die nachfolgenden Parameter er­for­der­lich:

γI Bedeutungsbeiwert gemäß Tabelle NA.5.
ag Bemessungswert der Bodenbeschleunigung für das Untergrundverhätnis A‑R mit ag = γI · agR und agR = SaP,R / 2,5 mit SaP,R nach Bild NA.1 der Norm.
Die zu verwendende Referenz-Spitzenbodenbeschleunigung agR ist im Einstellungsdialog (ax, ay, az) vom Be­nut­zer anzugeben. Dabei ist der Faktor für die vertikale Boden­beschleunigung gemäß Tabelle NA.3 vom Be­nut­zer zu be­rück­sichtigen. Danach ist die vertikale Bodenbeschleunigung auf 70% der horizontalen Bodenbeschleunigung zu begrenzen.
S, TB, TC, TD Parameterwerte gemäß NDP zu 3.2.2.1(4), 3.2.2.2(2)P. Etwaige Abweichungen entsprechend NA.E.1 und NA.E.2 für höhere Wiederkehrperioden sind vom Benutzer entsprechend anzugeben. Das Bemessungs­spektrum für die Vertikal­komponenten der Erdbeben­einwirkung wird gemäß Tabelle NA.3 mit den Para­meter­werten S=1,0, TB=0,05, TC=0,20 und TD=1,20 ermittelt.
q Verhaltensbeiwert, der die Fähigkeit eines Tragwerks, der Erd­be­ben­ein­wir­kung im nichtlinearen Bereich mit Überfestigkeit zu wider­stehen, berücksichtigt. Der Verhaltensbeiwert hängt vom plas­ti­schen Verformungs- und Energiedissipationsvermögen des Trag­werks ab und ist gemäß den Angaben der Norm in Rech­nung zu stellen. Für die vertikale Erd­beben­ein­wirkung wird mit einem q von 1,0 ge­rech­net.
ß Beiwert für den unteren Grenzwert für das horizontale Bemessungsspektrum mit ß = 0,0.

 

Statistische Kombinationsmethode

Da das Antwortspektrum nur Maximalamplituden erfasst, erfolgt die Überlagerung der Ver­schiebungen und Schnittgrößen nach der SRSS- oder CQC‑Methode. Ist die nach­fol­gen­de Forderung erfüllt, wird bei der automatischen Wahl der Über­la­ge­rungs­vor­schrift entsprechend der Norm die SRSS‑Methode gewählt, an­sonsten die CQC‑Methode.

Ti < 0,9·Tj mit Ti ≤ Tj

Ergänzende Hinweise sind im Abschnitt "Statistische Kombinationsmethoden" angegeben.

 

 

Siehe auch