Naturzugkühlturm mit Eigenformen und dynamischem Elementkollaps

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Naturzugkühlturm mit Eigenformen und dynamischem Elementkollaps

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Der nachfolgend dargestellte 200 m hohe Kühlturm dient als Beispiel für die dynamische Analyse eines Modells aus Stab- und Schalenelementen. Zur Veranschaulichung sind drei charakteristische Eigenformen wiedergegeben. Zusätzlich wurde das Schwingungsverhalten des Tragwerks infolge Ausfall (Dynamischer Elementkollaps) von Stütze 1 simuliert.

System mit Abmessungen des Beispiels Naturzugkühlturm

 

Lastdaten Lastfall 3: Eigenlast und Kollaps von Stütze 1

 

Berechnungsvorgaben Dynamik - Direkte Zeitschrittintegration

Die Schale hat eine stetig veränderliche Wanddicke von 16 auf 35 cm. An ihrer Unterkante ist sie mit einem, entsprechend der Schale geneigten, Ring­balken mit rechteckigem Querschnitt (70x55) und 90 geneigten rechteckigen Stützen (55x55) verbunden. Das Tragwerk ist an den 45 unteren Stützenknoten gelenkig gelagert. Die Schale besteht aus C35/45 nach DIN 1045‑1. Der Ringbalken und die Stützen bestehen aus C60/75 nach DIN 1045‑1.

 

Schlagartiges Versagen eines oder mehrere Bauteile (hier Stütze 1 nach 0,5 sec) verursacht einen dyna­mi­schen Impuls und infolgedessen eine erhebliche Zu­satz­be­an­spru­chung der Struktur. Diese kann mit der Lastart Dynamischer Elementkollaps be­rech­net werden. Dazu werden innerhalb einer direkten Zeit­schritt­be­rech­nung die Steifigkeiten aus­ge­wähl­ter Elemente herabgesetzt (hier mit Faktor 0,000001). Die plötzliche Umlagerung durch die Sys­tem­än­de­rung bewirkt den Impuls.

 

Die Rayleigh'sche Dämpfung ist wie folgt definiert.

Tabelle Rayleigh&#39;sche Dämpfung

 

Nach Berechnung der direkten Zeitschrittintegration stehen die Deformationen, Schnittgrößen, Geschwindigkeiten und Be­schleu­ni­gun­gen für alle Zeitschritte und alle Knoten bzw. Elemente des Systems zur Verfügung. Diese können im Anschluss an die dynamische Berechnung überlagert (Ermittlung der Extremwerte) und für weitere Nachweise verwendet werden. Bei der direkten Zeitschrittintegration ergeben sich keine Eigenformen oder Eigenfrequenzen. Um diese zu ermitteln, ist ein weiterer Berechnungslauf mit entsprechenden Berechnungs­vorgaben (z.B. Berechnungsmodus - Eigenwerte) erforderlich.

Eigenform 1

Eigenform 3

Eigenform 5

Eigenform 1 (0,46 Hz)

Eigenform 3 (0,47 Hz)

Eigenform 5 (0,54 Hz)

Verformung (500‑fach überhöht)

Verformung
(500‑fach überhöht)

Schwingung: Verschiebung ux des Knotens über Stütze 5

Verschiebung ux des Knotens über Stütze 5

Normalkraft nach 1,25 sec in jeder zweiten Stütze

Normalkraft nach 1,25 sec
in jeder zweiten Stütze

Schwingung: Stützennormalkraft in Stütze 5

Stützennormalkraft in Stütze 5