Erdbebennachweis eines Brückenpfeilers nach der ZPA‑Methode

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Erdbebennachweis eines Brückenpfeilers nach der ZPA‑Methode

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An dem nachfolgend dargestellten Brückenpfeiler soll das Antwortspektrumverfahren unter Anwendung der ZPA‑Methode veranschaulicht werden. Das Tragwerk besteht aus C35/45 nach DIN EN 1992‑1‑1. Die horizontalen Bettungsmoduln für die Pfähle wurden in diesem Beispiel mit 500 MN/m³ angenommen. In vertikaler Richtung sind die Pfähle an ihrem unteren Ende fest gelagert. Die für das Beispiel angenommene Masse des Überbaus der Brücke wurde über eine Punktmasse (5000 t) 5 m über dem Pfeiler erfasst. Im Rahmen des Beispiels wird nur die globale x‑Richtung untersucht und von Erdbebenzone 3 und den Untergrundverhältnissen "A‑R" nach DIN 4149 ausgegangen. Zur besseren Vergleichbarkeit wird in allen Fällen die statistische Kombinationsmethode SRSS verwendet.

System 3D des Beispiels Erdbebennachweis eines Brückenpfeilers nach der ZPA‑Methode         System mit Abmessungen (xz-Ansicht)         System mit Abmessungen (yz-Ansicht)

System mit Abmessungen [m]

Draufsicht mit Pfeilerquerschnitt an der Einspannstelle

Draufsicht mit Pfeilerquerschnitt an der Einspannstelle

Summe der aufgebrachten Massen (global)

                    Mx [t]      My [t]      Mz [t]

--------------------------------------------------

Eigenmassen   :   4888,313       0,000       0,000

Punktmassen   :   5000,000       0,000       0,000

Massen aus LF :      0,000       0,000       0,000

--------------------------------------------------

Summe         :   9888,313       0,000       0,000

Effektive modale Massen (global)

Eigenform    Mx eff [t]  My eff [t]  Mz eff [t]

-----------------------------------------------

    1          6554,330       0,000       0,000

    2           940,564       0,000       0,000

    3           521,525       0,000       0,000

    4           787,150       0,000       0,000

    5           586,590       0,000       0,000

    6             0,000       0,000       0,000

    7            88,883       0,000       0,000

    8            21,056       0,000       0,000

    9           342,112       0,000       0,000

-----------------------------------------------

Summe:         9842,209       0,000       0,000

Anteil der Gesamtmasse:

                100 [%]       0 [%]       0 [%]

Wie man der Tabelle entnehmen kann, werden mit 9 Eigenformen bereits 100 % der Eigenmassen angeregt. Dies kann somit als Referenzlösung angesehen werden. Die 1. und 2. Eigenform weisen eine effektive modale Massen von 66,3 % bzw. 9,5 % auf. Mit den beiden ersten Eigenformen werden also 75,8 % der Massen angeregt, was nicht die Forderung der Norm nach 90 % Anregung erfüllt. Bei den angenommenen Untergrundverhätnissen "A‑R" wird der Plateauwert des Antwortspekrums erst mit der dritte Eigenform (T = 0,14 sec < TC) erreicht. Die 6. Eigenform liegt wieder unterhalb des Plateaus (T = 0,038 sec < TB).

Berechnungsvorgaben Dynamik

Wirkung der Massen

  in Richtung  X 

  um Achse       

 

Eigenwerte

  Anzahl der Eigenwerte: 9

  Maximaler Vektorraum : 40

  Iterationsgenauigkeit:  1,00 [%]

Antwortspektrum DIN 4149  (Ausgabe 04/2005)

  Grundwerte der Bodenbeschleunigungen

    ax:  0,800 [m/s²]

    ay:  0,000 [m/s²]

    az:  0,000 [m/s²]

    Bezugssystemwinkel alpha:   0,00 [°]

Eigenfrequenzen

Nr.     Eigenwert   rel. Tol.     Omega      Eigenfrequenz   Periode

         [1/s²]       [-]        [rad/s]          [Hz]         [s]

---------------------------------------------------------------------

  1     1,8975e+00  2,0225e-23       1,377         0,219     4,561308

  2     2,2315e+02  2,7097e-25      14,938         2,377     0,420613

  3     2,0408e+03  1,6255e-20      45,175         7,190     0,139085

  4     7,4138e+03  8,9772e-16      86,103        13,704     0,072973

  5     1,5208e+04  1,8038e-13     123,322        19,627     0,050950

  6     2,7683e+04  4,2009e-11     166,383        26,481     0,037763

  7     3,3484e+04  9,6951e-12     182,987        29,123     0,034337

  8     7,4012e+04  3,3768e-10     272,052        43,298     0,023096

  9     1,4252e+05  6,1725e-06     377,519        60,084     0,016643

 Untergrundverhältnisse : A-R

  Reaktionsparameter        S: 1,000   TB: 0,050   TC: 0,200   TD: 2,000

  Lehr'sches Dämpfungsmaß    : 0,050

  Bedeutungsbeiwert    Gamma1: 1,400

  Verhaltensbeiwert         q: 1,500

 

Für den ZPA‑Wert wurde eine Schwingzeit von 0,2 sec angenommen. Damit wird der Spektral­wertes Sa,ZPA in der Größe des Plateau­wertes des Antwortspektrums angenommen und passt so gut für Schwingzeiten unter 0,2 sec.

 

Berechnungsvorgaben Dynamik

Wirkung der Massen

  in Richtung  X  

  um Achse       

 

Eigenwerte

  Anzahl der Eigenwerte:  2

  Maximaler Vektorraum :  40

  Iterationsgenauigkeit:  1,00 [%]

Antwortspektrum DIN 4149  (Ausgabe 04/2005)

  Grundwerte der Bodenbeschleunigungen

    ax:  0,800 [m/s²]

    ay:  0,000 [m/s²]

    az:  0,000 [m/s²]

Effektive modale Massen (global)

Eigenform    Mx eff [t]  My eff [t]  Mz eff [t]

-----------------------------------------------

    1          6554,330       0,000       0,000

    2           940,564       0,000       0,000

    3          2393,436       0,000       0,000

-----------------------------------------------

Summe:         9888,331       0,000       0,000

Anteil der Gesamtmasse:

                100 [%]       0 [%]       0 [%]

 Bezugssystemwinkel alpha: 0,00 [°]

    ZPA-Methode (Zero Period Acceleration) aktiviert Schwingzeit T_ZPA: 0,200 [s]

  Untergrundverhältnisse     : A-R

  Reaktionsparameter        S: 1,000   TB: 0,050   TC: 0,200   TD: 2,000

  Lehr'sches Dämpfungsmaß    : 0,050

  Bedeutungsbeiwert    Gamma1: 1,400

  Verhaltensbeiwert         q: 1,500

Antwortspektrum

Antwortspektrum

Schnittgrößen My (Eigenform 1)

Schnittgrößen My (Eigenform 1+2)

Schnittgrößen My (Eigenform 1 bis 9)

Schnittgrößen My (Eigenform 1+ZPA)

Schnittgrößen My (Eigenform 1+2+ZPA)

Eigenform 1

Eigenform 1+2

Eigenform 1 bis 9

Eigenform 1+ZPA

Eigenform 1+2+ZPA

Schnittgrößen My [kNm]; Antwortspektrum überlagert, prozentuale Abweichung von der Referenzlösung

 

Wie man der Gegenüberstellung der Schnittgrößenverläufe infolge der überlagerten Erdbebenlasten entnehmen kann, liefert die ZPA‑Methode mit zwei Eigenformen ein Ergebnis ähnlich der Referenzlösung mit 9 Eigenformen. Man erkennt, dass die ZPA‑Methode nur hochfrequente Eigenformen gut approximiert. Damit sind u. a. die verbleibenden Abweichungen zu erklären.