Direkte Integration der Bewegungsgleichungen

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Direkte Integration der Bewegungsgleichungen

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Die direkte Integration der Bewegungsgleichungen ermittelt für jeden Zeitschritt die vollständige dynamische Systemantwort. Die Lösungsgenauigkeit ist dabei un­mittel­bar von der Größe des ge­wählten Zeitschrittes abhängig. Dieser sollte in Hinblick auf den Frequenz­gehalt ωp der Be­lastung zu

Δt ≤ Tp / 10

(13)

mit Τp Schwingzeit der Erregerfrequenz [s] gewählt werden. Höhere Frequenzen werden durch die Integration herausgefiltert.

Zur Integration werden die Gleichungen (1) bis (3) zum Zeitpunkt t+Δt unter Be­rück­sich­ti­gung geeigneter An­fangs­be­din­gun­gen herangezogen. Jeder Integrationsschritt erfordert zur Ermittlung der jeweiligen Verschiebungsantwort u.a. die Be­rech­nung eines effektiven Lastvektors unter Einschluss der Trägheits- und Dämpfungskräfte mit an­schließender Auflösung des Gesamt­gleichungs­systems.

Da die direkte Integration sehr rechenzeit- und speicherplatzintensiv ist, empfiehlt sich deren An­wendung nur bei Son­der­pro­ble­men der Dynamik z.B. bei der Untersuchung von Tragwerken mit viskosen Einzeldämpfern.

Dynamische Untersuchungen von Seilstrukturen sind mit Hilfe der direkten Zeitschritt­integration ebenfalls möglich. Hierbei wird in jedem Zeitschritt eine nichtlineare Gleichgewichtsiteration durchgeführt, welche auch die Seil­träg­heits- und Dämpfungs­kräfte berücksichtigt.