Ungedämpftes Eigenschwingungsproblem

<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >>

Dynamik > Grundlagen

Ungedämpftes Eigenschwingungsproblem

Vorherige Seite   Hauptseite  Nächste Seite Seite drucken

Vernachlässigt man in Gleichung (1) die Dämpfungs- und Erregungskräfte, so gelangt man zu der Form:

M ü(t) + K u(t) = 0

(4)

Mit dem Lösungsansatz u(t) = x eiωt erhält man das Eigenwertproblem

(‑ω² M + K ) x = 0

(5)

mit ω als Eigenkreisfrequenz

 

und in anderer Schreibweise:

K Φ = M Φ λ

(6)

Hierin bedeuten:

λ Matrix der Eigenwerte
Matrix der Eigenwerte
Φ Matrix der Eigenvektoren

Das vorliegende Eigenwertproblem wird mit der Methode der Unter­raum­iteration gelöst. Hierbei wird im Unterraum der gesuchten Eigen­vektoren simultan iteriert. Die Eigen­vektoren haben die folgenden Trans­formations­eigen­schaften bezüglich der Massen- und Steifigkeitsmatrix:

ΦT K Φ = ΦT M Φ λ

(7)

ΦT M Φ = I

(8)

Das Lösen des Eigenwertproblems bedingt eine Steifig­keits­matrix nach der linearen Elasti­zi­täts­theorie. Nichtlineare Effekte (z.B. Druck‑, Zugstäbe, nichtlineare Federn, Zuglager­ausfall, Seile) werden somit nicht erfasst.

Die Eigenwertanalyse ermittelt bei Seiltragwerken auf der Basis eines vor­ge­ge­ben­en Seil­kraft­zu­standes die Eigenwerte und Eigenvektoren.

 

Eine Singularität der Jacobi-Matrix kann bei dynamischen Analysen auftreten und führt zum Abbruch der Berechnung.

 

Projektion der Steifigkeitsmatrix berechnen

Projektion der Massenmatrix berechnen

Unterraum lösen

 

** Fehlermeldungen **

 

FEM-F9915:  Fehler in Jacobi-Iteration, Unterraum ist singulär

 

Programmabbruch, 0 Warnung(en), 1 Fehler.

 

Als Ursachen kommen in der Regel folgende Fehleingaben in Frage:

•Die Elementsteifigkeiten wurden unrealistisch hoch angegeben.
•Bei Stäben mit Polygonquerschnitt wurde kein realistisches Torsionsträgheitsmoment angegeben, sondern die Vorbelegung Ix = 10‑6 m4 benutzt.

 

Generell ist bei dynamischen Untersuchungen zu beachten, dass für die Eigen­frequenz­en des Trag­werks nur dann brauch­bare Werte ermittelt werden können, wenn wirklich­keits­nahe Steifig­keiten angesetzt wurden.