Modale Analyse

<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >>

Dynamik > Grundlagen

Modale Analyse

Vorherige Seite   Hauptseite  Nächste Seite Seite drucken

Unter Ausnutzung der Gleichungen (7) und (8) kann eine Transformation der Be­we­gungs­glei­chun­gen in den Raum der Eigenvektoren durchgeführt werden.

Mit dem Ansatz

u(t) = Φ x(t)

(9)

und Linksmultiplikation der Bewegungsgleichung (1) mit ΦT ergibt sich:

Modale Analyse - Gleichung 10

(10)

Man erreicht hiermit, dass sich das Gleichungssystem (10) in modalen Koordinaten bis auf das Dämpfungsglied entkoppelt.

Macht man für die Dämpfungsmatrix den folgenden Ansatz

C = α M + β K ,

(11)

so erhält man unter Beachtung der Gleichungen (7) und (8) die Bewegungsgleichung in entkoppelter Form zu:

Modale Analyse - Gleichung 12

(12)

mit

ω Eigenkreisfrequenz
ξi = D bzw. (α+βωi2)/2ωi modales Dämpfungsmaß
D Lehr’sches Dämpfungsmaß
Modaler Lastvektormodaler Lastvektor
φi i‑ter Eigenvektor
i Index der Eigenwerte, Eigenvektoren

Die Integration der Gleichungen (12) kann entweder analytisch oder mit einem nu­me­ri­schen In­te­gra­tions­schema durchgeführt werden.

Der Ansatz (11) ist bei Tragwerken mit reiner Eigendämpfung in der Regel gerechtfertigt. Ein­zel­dämpfer können hiermit jedoch nicht wirklichkeitsnah erfasst werden.

Ein wesentlicher Vorteil der modalen Analyse besteht darin, dass in aller Regel nicht der voll­ständige Eigen­vektor­raum berücksichtigt werden muss, sondern aufgrund der bei Bauwerken immer vor­handenen Eigendämpfung nur die ersten n Eigenformen (n << nu) von merklichem Ein­fluss auf die Tragwerksantwort sind. Dadurch wird der Be­rech­nungs­auf­wand gegenüber einer direkten Integration der Be­we­gungs­gleichungen er­heb­lich reduziert.