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<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >> Bemessung für Biegung und Längskraft |
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Die erforderliche Bewehrung am Stahlbetonquerschnitt wird iterativ, nach Formulierung der Gleichgewichtsbedingungen, unter Beachtung der in dieser Abbildung dargestellten Grenzdehnungslinien ermittelt.
Dehnungsbereiche für die Bemessung
Der Anwender steuert durch die Vorgabe der Bewehrungsgeometrie und die Auswahl eines von drei Bemessungsmodi das Ergebnis der Bemessung. Vorgegebene Verhältnisse zwischen bestimmten Bewehrungslagen in der Druck- bzw. Zugzone bleiben so weit wie möglich erhalten.
Dies ist der Normalmodus zur Bemessung für Biegung mit Längskraft im gesamten Beanspruchungsbereich. Die Bewehrung wird soweit wie möglich im Zugbereich eingelegt. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und zur Begrenzung der Druckzonenhöhe nach ENV 1992‑1‑1, Abschnitt 2.5.3.4, wird im Dehnungsbereich 3 Druckbewehrung ermittelt, so dass für die Stahldehnung εs1 gilt:
\begin{align*}
\varepsilon_\mathrm{s1} \ge \mathrm{max}\left({
\varepsilon_\mathrm{yd}, \frac{3,5}{x/d} - 3,5
}\right)
\end{align*}
mit
| εyd | Zum Bemessungswert der Festigkeit fyd gehörende Stahldehnung. |
| x/d | Bezogene Druckzonenhöhe. ≤ 0,45 bei Betonfestigkeitsklassen von C12/15 bis C35/45. ≤ 0,35 bei Betonfestigkeitsklassen von C40/50 und höher. |
In den Dehnungsbereichen 4 und 5 wird wie bei symmetrischer Bemessung verfahren.
Im Gegensatz zur Standardbemessung wird in allen Dehnungsbereichen, falls erforderlich, die Bewehrung an allen vordefinierten Orten eingelegt.
Die Bemessung wird symmetrisch durchgeführt. Zusätzlich wird die nach Abschnitt 5.4.1.2 für Stützen und Druckglieder verlangte Mindestbewehrung ermittelt:
As,min = 0,15 Nsd / fyd ≥ | 0,003 | Ac
mit
| fyd | Bemessungswert der Festigkeit des Betonstahls an der Streckgrenze. |
| Nsd | Bemessungswert der aufzunehmenden Längskraft. |
| Ac | Gesamtfläche des Betonquerschnitts. |