Bemessung für Querkraft und Torsion

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ENV 1992-1-1 Bemessung > Nachweise in den Grenzzuständen der Tragfähigkeit

Bemessung für Querkraft und Torsion

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Die Bemessung für Querkraft und Torsion umfasst die Ermittlung der Querkraft­be­weh­rung und den Nachweis der Beton­druck­streben nach ENV 1992‑1‑1, Kapitel 4.3.2 und 4.3.3.

Es gelten folgende Besonderheiten:

•Die Neigung der Querkraftbewehrung wird mit 90° angenommen.
•In der berechneten Bügelbewehrung von Stäben ist die Mindestbewehrung nach Kapitel 5.4.2.2 der Norm enthalten. Bei Flächen wird keine Mindestbewehrung ermittelt.
•Bei Stäben und Bemes­sungs­objekten wird die Schub­be­mes­sung ge­trennt für die Querkräfte Qy und Qz durchgeführt.
•Platten- und Schalenelemente werden für die Querkraft qr = √(qx² + qy²) bemessen. Für die zugehörige Längskraft wird, je nachdem was ungünstig wirkt, die Haupt­druck- oder die Haupt­zug­kraft eingesetzt.
•Es erfolgt keine Verminderung der Einwirkung auflagernaher Lasten nach Kapitel 4.3.2.2, Absatz (9) bis (11).
•Bei Stabelementen werden die maßgebenden Werte des Ersatzrechtecks unabhängig von der normalen Querschnittsgeometrie vom Anwender definiert.
•Gemäß Kapitel 4.3.2.4.4 (2) wird der Wert z (innerer Hebelarm) mit z = 0,9 d an­ge­nommen.
•Eine Reduzierung von Vrd2 nach Gleichung (4.15) wird nicht vorgenommen.
•Für Torsion mit Biegung und / oder Längskraft werden die Hauptdruckspannungen nach Kapitel 4.3.3.2.2 (2) nicht nachgewiesen.