Spannstrang definieren

Eingabe, Verfahren, Anweisung, Ansicht, Spannkraftverlauf

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Spannstrang definieren

Eingabe, Verfahren, Anweisung, Ansicht, Spannkraftverlauf

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Die Definition der Spannstränge ist elementunabhängig. Die Zuordnung und die Krafteinleitung auf das Tragwerk erfolgen während der Berechnung des Lastfalls Vorspannung. Um dabei Konflikte zu vermeiden, wird zwischen Stab- und Flächen- bzw. Volumenvorspannung unter­schieden.

Der dem Berechnungsansatz zugrunde liegende Spanngliedverlauf wird durch eine räumliche kubische Splinefunktion wiedergegeben. Die Spline­funktion ist die Kurve, die mit der geringsten Krüm­mung durch alle angegebenen Splinepunkte verläuft. Grundlegend für die Berechnung der Vor­span­nung ist der Verlauf der Spannstrangkraft unter Berücksichtigung von Anspannen, Nachlassen und Ankerschlupf. Zur Berücksichtigung der Vorspannung bei der FEM‑Berechnung muss ein Lastfall mit der Lastart Vorspannung definiert werden.

 

Schaltfläche Vorspannung

Die Eingabe und die Bearbeitung der Spannstränge erfolgen mit der Funktion Vorspannung.

 

Dialog Spannstrangeigenschaften - Allgemein

Klicken Sie die Option Eingeben an und stellen Sie im erscheinenden Dialog den Spannstrangtyp Stab ein.

 

Die Definition der Splinepunkte erfolgt i.d.R. graphisch.

 

Dialog Spannstrangeigenschaften - Spannverfahren

Auf der Registerkarte Spannverfahren werden Eigenschaften zusammengefasst, die den Spann­strängen zugewiesen werden. Sie gelten für jedes einzelne Spannglied des Strangs.

 

Dialog Spannstrangeigenschaften - Spannanweisung

Bei Verwendung des Vorhaltemaßes Κ bezieht sich der Faktor für das Anspannen auf die zulässige Höchst­kraft Pmax.

 

Durch den beim Nachlassen an­ge­ge­benen Faktor wird die maximal im Spann­strang verbleibende Vorspannkraft bzgl. Pm0 fest­gelegt. Der Faktor '0' bedeutet 'kein Nach­lassen'

 

Verlassen Sie den Dialog mit OK und geben Sie die Splinepunkte des Spannstrangs (Anfang, Stützen, Feld­mitten) an den Knoten des Stabzuges ein.

InfoCAD bei der Eingabe von Splinepunkten

Beenden Sie die Eingabe mit OK. Der Spannstrang Nr. 1 liegt jetzt entlang der Schwereachse des Stabzuges.

 

Die weitere Bearbeitung soll jetzt in einer Schnittansicht erfolgen. Wählen Sie dazu mit der Option Ansicht... / Stab den gesamten Stabzug aus und definieren Sie die Ansichtsebene vom ersten zum letzten Knoten in globaler z‑Richtung.

Dialog Spannstrangansicht

Anschließend fügen Sie den Spannstrang 1 in die Liste Sichtbare Spannstränge ein.

 

InfoCAD mit einer Spannstrangansicht - Stab

 

Der Spannstrang wird nun im gewählten Schnitt dargestellt. Verlegen Sie mit der Option 0‑Punkt die Lage des Bezugssystems vom Schwerpunkt an die Querschnittsoberkante und treffen Sie mit der Option Stützstellen die Auswahl Splinepunkte.

 

Wenn Sie den Spannstrang markieren, können Sie durch Anklicken der vorhandenen Splinepunkte und der Option Splinepunkte diese neu positionieren. Ändern Sie dabei nur jeweils die Zv‑Position. Mit der Option Einfügen können Sie vor dem aktiven Splinepunkt weitere Splinepunkte einfügen.

InfoCAD mit geänderten Zv‑Positionen der Splinepunkte

Weisen Sie so dem Spannstrang die gewünschte Geometrie zu.

Ansicht der gewünschten Spannstrangführung mit Ordinaten zv

 

In der Spannstrangansicht beziehen sich Koordinaten immer auf das Bezugssystem.

 

Den resultierenden Spannkraftverlauf schalten Sie im Dialog Spannstrangansicht mit der Option Darstellung ein:

Ansicht des resultierenden Spannkraftverlaufs