Flachdecke mit Kragarm

Biegebewehrung aus Bemessung, Verformungen uz, Kriech- und Schwinden, Ergebnisse

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EN 1992-1-1 Bemessung > Beispiele

Flachdecke mit Kragarm

Biegebewehrung aus Bemessung, Verformungen uz, Kriech- und Schwinden, Ergebnisse

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Bei diesem Beispiel handelt es sich um eine Hochbaudeckenplatte, die dem Beispiel 18 aus dem Buch „Beispiele zur Bemessung nach Eurocode 2 – Band 2: Ingenieurbau“ entspricht. Die gelenkig gelagerte Platte ist mit ständigen Lasten und einer feldweise aufgebrachten Verkehrs­last belastet. Die Lastfälle werden linear-elastisch berechnet, entsprechend der ständigen und vorübergehenden Be­mes­sungs­si­tua­tion zu minimalen und maximalen Nachweisschnittgrößen kombiniert und für die Tragfähigkeit bemessen. Des weiteren werden elastische Berechnungen für einen Verformungsnachweis durch­ge­führt.

Die vertikalen Federsteifigkeiten Cz der Wände und Stützen werden entsprechend der Literaturstelle angesetzt.

Statisches System und Abmessungen des Beispiels Flachdecke mit Kragarm nach EN 1992‑1‑1  

System mit Abmessungen in [m]

 

Bemessung nach EN 1992‑1‑1

Dialog der Einwirkungen des Beispiels Flachdecke mit Kragarm nach EN 1992‑1‑1

Belastung

Lastfall 1, G Ständige Lasten

Lastfall 1, G Ständige Lasten [kN/m²]

Lastfall 2 bis 9, Q Feld 1 bis 8

Lastfall 2 bis 9, Q Feld 1 bis 8 [kN/m²]

 

Tabelle - Betonstahl für Flächenelemente

Biegebewehrung aus Bemessung der ständigen und vorübergehenden Situation

Biegebewehrung der oberen Lage asx.1

Biegebewehrung der oberen Lage asx.1 [cm²/m]

Biegebewehrung der unteren Lage asx.2

Biegebewehrung der unteren Lage asx.2 [cm²/m]

Biegebewehrung der oberen Lage asy.1

Biegebewehrung der oberen Lage asy.1 [cm²/m]

Biegebewehrung der unteren Lage asy.2Farblegende

Biegebewehrung der unteren Lage asy.2 [cm²/m]

 

Verformungen uz

Der Kombinationsbeiwert ψ2 der quasi-ständigen Situation wird in diesem Beispiel mit 0,3 angenommen. Zur Ermittlung der Kriechverformung muss ein kriecherzeugender Dauerlastfall definiert werden (hier Superpositionslastfall 11).

Tabelle der Eingabedaten - Lastfall 11: G+0,3·Q mit elastischem Materialverhalten

Die Berechnung des Betonkriechens erfolgt dann im Lastfall 12 (Lastart Kriechen und Schwinden). Zusätzlich zu den Angaben im Lastfall werden die im Querschnitt festgelegten Kriech- und Schwindbeiwerte des Betonmaterials benötigt. Da das Schwindmaß bei Plattenelementen keine Bedeutung hat, wurde es in diesem Beispiel zu Null gesetzt. Alternativ hätten die Beiwerte über den Dialog entsprechend den Formeln der Norm berechnet werden können.

Querschnittsdialog - Kriechbeiwerte des Beispiels Flachdecke mit Kragarm nach EN 1992‑1‑1

Die Schnittgrößen aus Kriechen wurden bei der Bemessung nicht berücksichtigt, da sie bei identischer Kriechzahl für alle Elemente in der Regel ge­ring­fü­gig bleiben. Dagegen ist mit relevanten Ver­for­mun­gen in­fol­ge Kriechen zu rechnen.

 

Nachfolgend werden einige Ergebnisse dargestellt.

Lastfall 11 (G+0,3·Q): Farbverlauf der Verformungen uz [mm] zu BelastungsbeginnFarblegende

Lastfall 11 (G+0,3·Q): Farbverlauf der Verformungen uz [mm] zu Belastungsbeginn

Lastfall 13: Farbverlauf der Verformungen uz [mm] zum Zeitpunkt t∞Farblegende

Lastfall 13: Farbverlauf der Verformungen uz [mm] zum Zeitpunkt t∞

 

Zusammenfassend ergeben sich im Zustand I folgende maximale Verformungen:

 

max uz [mm]

Lastfall

Berechnung

Literatur

11

G+0,3·Q mit elastischem Materialverhalten

10

10

12

Kriechen (φ=2,5 unter LF 11) mit elastischem Materialverhalten

23

 

13

Summe (Lastfall 11 + Lastfall 12)

33

 

 

Hauptzugspannungen σ1

Lastfall 13: Farbverlauf der Hauptzugspannungen σ1,unten

Lastfall 13: Farbverlauf der Hauptzugspannungen σ1,obenFarblegende

Lastfall 13: Farbverlauf der Hauptzugspannungen σ1,unten bzw. σ1,oben [MN/m²]

Da die Hauptzugspannungen σ1 die Betonzugfestigkeit fctm von 2,9 MN/m² großflächig überschreiten, ist die Berechnung im Zustand I für den Verformungsnachweis nicht geeignet. Im Kapitel für die nichtlineare Systemanalyse werden für dieses Beispiel deshalb die Verformungen detailliert im Zustand II untersucht.