Ermüdung von Beton unter Längsdruckbeanspruchung

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EN 1992-1-1 Bemessung > Nachweise gegen Ermüdung

Ermüdung von Beton unter Längsdruckbeanspruchung

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Der Ermüdungsnachweis für Beton unter Druck­bean­spruchung erfolgt für Biegung und Längs­kraft nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 6.8.7, am gerissenen Quer­schnitt. Dabei wird die endgültige Längs­bewehrung ein­schließlich einer evtl. Erhöhung aus dem Ermüdungs­nachweis für Beton­stahl be­rück­sich­tigt.

 

Vereinfachter Nachweis

Ausreichender Widerstand gegen Ermüdung kann angenommen werden, wenn die nach­fol­gen­de Bedingung erfüllt ist:

Gleichung 6.77 nach EN 1992‑1‑1

≤ 0,9 für fck ≤ 50 MN/m²

≤ 0,8 für fck > 50 MN/m²

(6.77)

Dabei ist

σc,max die maximale Druckspannung in einer Faser unter der häufigen Einwirkungs­kombination (Druckspannungen positiv bezeichnet).
σc,min die minimale Druckspannung in derselben Faser, in der σc,max wirkt (σc,min = 0 bei Zugspannung).
fcd,fat der Bemessungswert der Ermüdungs­festig­keit des Betons nach Gl. (6.76). Dieser Wert wird im Quer­schnitts­dialog vorgegeben.
fcd,fat = k1· ßcc(t0) · fcd· (1 – fck / 250)
mit ßcc(t0) nach Gl. (3.2) und fcd nach Gl. (3.15)

(6.76)

k1 = 0,85

DIN EN 1992‑1‑1, ÖNORM B 1992‑1‑1, SS EN 1992‑1‑1:

k1 = 1,0

 

Nachweis über schadensäquivalente Betondruckspannungen

Der Nachweis gilt nach Kapitel 6.8.7 (1) als erbracht, wenn Gl. (6.72) erfüllt ist:

Gleichung 6.72 nach EN 1992‑1‑1

(6.72)

Dabei ist

Requ = Ecd,min,equ / Ecd,max,equ das Verhältnis der Spannungen.
Ecd,min,equ = σcd,min,equ / fcd,fat das minimale Niveau der Druckspannung.
Ecd,max,equ = σcd,max,equ / fcd,fat das maximale Niveau der Druckspannung.
σcd,min,equ die Unterspannung der Dauerschwingfestigkeit mit N = 106 Zyklen.
σcd,max,equ die Oberspannung der Dauerschwingfestigkeit mit N = 106 Zyklen.
fcd,fat der Bemessungswert der Ermüdungsfestigkeit des Betons nach Gl. (6.76).