Grundlagen

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EN 1992-1-1 Bemessung

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Die Stahlbeton- und Spannbetonbemessung nach EN 1992‑1‑1 (Eurocode 2) ist anwendbar für Hoch- und Ingenieur­bau­werke unter Berücksichtigung der folgenden Normen:

•EN 1992‑1‑1:2004/A1:2014 als Basisdokument
•DIN EN 1992‑1‑1:2015 mit Nationalem Anhang Deutschland 2015‑12
•DAfStb-Richtlinie, Betonbauteile mit nichtmetallischer Bewehrung, 2024-01
•ÖNORM EN 1992‑1‑1:2015 mit Nationalem Anhang Österreich B 1992‑1‑1:2018-01
•SS EN 1992‑1‑1:2014 mit Nationalem Anhang Schweden 2019-01 (EKS 11)
•BS EN 1992‑1‑1:2014 mit Nationalem Anhang Großbritannien 2015-07

 

Die Aktivierung der gewünschten Vorschrift erfolgt im Dialog Be­mes­sungs­nor­men des Extras-Menüs. Davon abhängig werden in der Bedienungs­ober­fläche die ent­sprech­en­den Vorgaben und Nachweise ermöglicht. Bei der Material­aus­wahl stehen folgende Alternativen für Verfügung:

•C12/15-EN-D bis C100/115-EN-D, LC12/13-EN-D bis LC80/88-EN-D sowie das benutzerdefinierte Material CX-EN-D für die Bemessung nach DIN EN 1992‑1‑1
•C12/15-EN bis C90/105-EN, LC12/13-EN bis LC80/88-EN sowie das benutzerdefinierte Material CX-EN für die Bemessung nach den anderen Normen
•C12/15-EN-D bis C100/115-EN-D sowie das benutzerdefinierte Material CX-EN-D mit nicht­metal­li­scher Bewehrung für die Einzelbemessung nach DAfStb-Richtlinie, Betonbauteile mit nicht­metal­li­scher Bewehrung

 

Als Trag­werks­modelle sind Stab-, Flächen- und Volumentragwerke zugelassen. Der Nach­weis vor­ge­spannter Trag­werke ist nur inner­halb des FEM-Moduls möglich.

 

Innerhalb eines Tragwerksmodells sind verschiedenartige Bauteile kombinierbar:

•Nicht vorgespannte Bauteile
•Vorgespannte Bauteile mit nachträglichem Verbund
•Vorgespannte Bauteile ohne Verbund
•Bauteile mit externer Vorspannung
•Bauteile in Mischbauweise

 

Die Bemessung erfolgt im Nachlauf zur statischen Berechnung. Dazu sind die be­rech­ne­ten Lastfälle den Einwirkungen nach EN 1991‑1‑1:2002/AC:2009 (Eurocode 1), zuzuordnen. In den ge­wünsch­ten Bemes­sungs­situationen ermittelt das Programm unter Berück­sichtigung der vor­ge­ge­be­nen Sicher­heits- und Kombinations­beiwerte nach EN 1990:2021 (Eurocode 0) automatisch die maßgeblichen Be­mes­sungs­schnitt­größen, und zwar entweder für das Gesamt­system oder eine Gruppe aus­ge­wähl­ter Elemente.

Die Dialoge zu den Einwirkungen und zur Nach­weis­aus­wahl werden über die Be­rech­nungs­ein­stellungen aufgerufen. Die detaillierten Nach­weis­vor­gaben und Be­wehrungs­an­gaben sind im Rahmen der Quer­schnitts­definition einzugeben.

Bei Stäben und Bemessungs­objekten können alle Nach­weise an Polygon­quer­schnitten ge­führt werden. Zusätzlich sind Stahl­beton­ver­bund­quer­schnit­te im Grenzzustand der Tragfähigkeit nachweisbar. Allgemeine Hinweise zur Anwendung von Bemessungs­objekten sind dem ent­spre­chen­den Hand­buch­kapitel zu entnehmen.

Im Ordner EN 1992‑1‑1 Bemessung der Daten­basis und den Ordnern der nationalen Varianten ist zusätzlich eine Einzel­bemessung für frei definierte Polygon­quer­schnitte oder Stahl­beton­ver­bund­quer­schnit­te möglich.

In den nachfolgenden Ausführungen werden vorrangig die Vorschriften der EN 1992‑1‑1 zitiert. Auf die jeweiligen nationalen Festlegungen wird nur dann verwiesen, wenn sie abweichende oder ergänzende Regeln enthalten. Die betreffenden Passagen werden durch senkrechten Strich am Text markiert.