Begrenzung der Verformungen

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EN 1992-1-1 Bemessung > Nachweise in den Grenzzuständen der Gebrauchstauglichkeit

Begrenzung der Verformungen

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Nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.4.1, dürfen die Verformungen eines Bau­teils oder Trag­werks we­der die ordnungs­ge­mäße Funktion noch das Erscheinungs­bild be­ein­trächtigen. Dazu soll ge­mäß Ab­satz (4) der Durch­hang eines Balkens, einer Platte oder eines Krag­arms unter der qua­si-stän­dig­en Ein­wirkungs­kombination 1/250 der Stütz­weite nicht über­schrei­ten. Zur Ver­mei­dung von Schäden an an­grenz­enden Bau­teilen soll deren Ver­for­mung nach Absatz (5) auf 1/500 der Stütz­weite begrenzt wer­den.

Eine konkrete Berechnungsmethode zur direkten Berechnung der Verformungen nach Kapitel 7.4.3 ist in der Norm nicht angegeben.

Im Programmsystem InfoCAD kann ein wirklichkeitsnaher Nachweis im Rahmen der Nicht­linearen System­analyse für Stab- und Schalen­trag­werke unter Berück­sichtigung geo­me­trisch­er und physikalischer Nicht­linearitäten geführt werden. Der Wider­stand von im Ver­bund liegenden Spann­gliedern geht z.Z. nicht in die Berechnung ein.

Die Bearbeitung erfolgt in folgenden Schritten:

•Definition von Nachweissituationen über die Funktion Last­gruppe im Be­las­tungs­dialog durch Zusammen­stellung der maßgebenden Einzel­last­fälle. Dabei sind die ver­änder­lichen Lasten mit den Kombinations­bei­werten ψ2 für die quasi-ständige Kombination zu wichten.
•Auswahl der Nachweislastfälle im Dialog Nicht­lineare System­analyse / Gebrauchs­tauglichkeit der Berechnungs­ein­stellungen für die FEM- bzw. Stab­werks­be­rech­nung.
•Einstellen der im Grenzzustand der Trag­fähig­keit ermittelten Bewehrung im Aus­wahl­feld Aus­gangs­bewehrung (Maxi­mum aus Biegung, Robustheit, Risse­siche­rung und Ermüdung).
•Ausführen der FEM- bzw. Stab­werks­be­rechnung zur Ermittlung der Verformungen im Zustand II.
•Überprüfung der graphisch oder tabellarisch wieder­ge­gebenen System­ver­for­mun­gen.

Einstellungsdialog für die nichtlineare Systemanalyse

 

Eine ausführliche Beschreibung der Nicht­linearen System­analyse ist dem ent­sprechenden Hand­buch­kapitel zu entnehmen.