Eisenbahnüberführung mit Spannbetonüberbau

Spannstahl und Spannverfahren, Lasten, Einwirkungen, Bemessungsvorgaben, Ergebnisse

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Eisenbahnüberführung mit Spannbetonüberbau

Spannstahl und Spannverfahren, Lasten, Einwirkungen, Bemessungsvorgaben, Ergebnisse

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Das Beispiel wurde in Anlehnung an Teil 2 des Buches

Müller, Michael / Bauer, Thomas
Eisenbahnbrückenbau nach DIN‑Fachbericht
Beispiele prüffähiger Standsicherheitsnachweise.
Band 1: Stahlbeton- und Spannbetonüberbau nach DIN‑Fachbericht 101 und 102.
2. aktualisierte Auflage. Bauwerk Verlag GmbH, Berlin 2003

gewählt.

Die Konstruktion ist ein in Längsrichtung mit nachträglichem Verbund vorgespannter Balken mit der Expositionsklasse XC4. Die Querrichtung wird im Rahmen dieses Beispiels nicht untersucht. Die Auflagerung erfolgt in Längsrichtung schwimmend und in Quer­richtung fest.

Statisches System und Abmessungen des Beispiels Eisenbahnüberführung mit Spannbetonüberbau nach EN 1992‑2

Statisches System und Abmessungen

 

Material

BetonC40/50‑EN
BetonstahlBSt 500/550, Achsabstand vom Rand 7,5 cm

 

Querschnitt

Querschnitt mit Abmessungen

 

Als Entwurfsvorgabe ist der Überbau für das Lastmodell 71 mit einem Klas­si­fi­zie­rungs­beiwert von α = 1,0 und für das Lastmodell SW/2 zu bemessen.

Die maßgebenden Nachweise werden für folgende Zeitpunkte geführt:

t0 = 10 Tage:Zeitpunkt der Vorspannung
t1 = 100 Tage:Zeitpunkt der Verkehrsübergabe
t∞ = 100 Jahre:Zeitpunkt nach Abschluss des Kriechens und Schwindens

 

Im Rahmen dieses Beispiels werden folgende Nachweise geführt:

Grenzzustand der Tragfähigkeit

•Biegung mit Längskraft
•Querkraft
•Versagen ohne Vorankündigung (Robustheit)
•Ermüdung der Längsbewehrung und des Spannstahls
•Ermüdung der Schubbewehrung
•Ermüdung des Betons unter Druckbeanspruchung

Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit

•Dekompression
•Mindestbewehrung für die Begrenzung der Rissbreite
•Berechnung der Rissbreite
•Begrenzung der Betondruckspannungen
•Begrenzung der Betonstahl- und Spannstahlspannungen

 

Auf Grund ihres geringen Einflusses auf die gewählten Nachweise wurde auf die Einwirkungen aus Zentrifugallasten, Seitenstoß, Windlasten, Lastmodell „Unbeladener Zug“, Anfahren und Bremsen, Entgleisung, Einwirkungen auf Geländer, Verkehrslast auf Dienstgehwegen und aus Erddruck verzichtet.

 

Spannstahl und Spannverfahren

SpannstahlgüteSt 1500/1770
Zulassung des SpannverfahrensSUSPA EC 140
Anzahl der Spannglieder im Bündel6
Querschnittsfläche Ap 2660 mm²
E‑Modul des Spannstahls190000 MN/m²
0,1%‑Dehngrenze (Streckgrenze) des Spannstahls fp0,1k 1500 MN/m²
Zugfestigkeit des Spannstahls fpk 1770 MN/m²
Zulässige Vorspannkraft eines Spannglieds Pm0 3391,5 kN
Reibungsbeiwerte beim Anspannen und Nachlassen μ0,21
Ungewollter Umlenkwinkel eines Spanngliedes ß’0,3 °/m
Ankerschlupf am vorgespannten Spannanker6 mm
Hüllrohrdurchmesser dh 97 mm

Streufaktoren der internen Vorspannung

Bauzustand ( rsup / rinf )1,1 / 0,9
Endzustand ( rsup / rinf )1,1 / 0,9

 

Die Spanngliedführung kann der nächsten Abbildung entnommen werden. Es werden zwei Spann­stränge mit jeweils 6 Bündelspanngliedern angeordnet, die über die gesamte Träger­länge durch­laufen und wechselseitig an den Trägerenden an­ge­spannt werden. Spann­ver­fah­ren, Spann­an­weisungen und Spann­kraft­verläufe für beide Spannstränge sind ebenfalls dar­ge­stellt.

 

Spanngliedführung im Längsschnitt

Spanngliedführung im Längsschnitt

Spannkraftverlauf des Spannstrangs 1 im Längsschnitt

Spannkraftverlauf des Spannstrangs 1 im Längsschnitt

Spannkraftverlauf des Spannstrangs 2 im Längsschnitt

Spannkraftverlauf des Spannstrangs 2 im Längsschnitt

 

Lasten

Lastfall 1Eigenlast (G1).
Lastfall 2Ausbaulasten 103,7 kN/m (G2).
Lastfall 3Vorspannung (P).
Lastfall 4Kriecherzeugende Dauerlast (G1+G2+P)
Lastfall 5Kriechen und Schwinden (CS, t∞). Mit den Vorgaben
RH=80%, t0=10 d, ts=1 d, Zementhärtung = Normal
ergeben sich die Beiwerte: φt∞ = 1,57; εt∞ = ‑23,7·10‑5; ρ = 0,8
Kriecherzeugender Dauerlastfall: 4,
Schnittkraftumlagerung zwischen Beton und Spannstahl wird berücksichtigt.
Lastfall 11‑13Stellungen des Lastmodells 71 (Q1)
Lastfall 21Lastmodell SW/2 (Q2)
Lastfall 31Temperatur Δxneg (T)
Lastfall 32Temperatur Δxpos (T)

 

Lastmodell 71

Lastfall 11: Lastmodell 71, links

Lastfall 11: Lastmodell 71, links
Der dynamische Beiwert Φ von 1,16 ist bereits in den Lastordinaten berücksichtigt.

Lastfall 12: Lastmodell 71, mitte

Lastfall 12: Lastmodell 71, mitte

Lastfall 13: Lastmodell 71, rechts

Lastfall 13: Lastmodell 71, rechts

 

Lastmodell SW/2

Lastfall 21: Lastmodell SW/2

Lastfall 21: Der dynamische Beiwert Φ von 1,16 ist bereits in den Lastordinaten be­rück­sich­tigt.

 

Temperatur

Auf Grund der schwimmenden Lagerung ergeben sich unter den anzusetzenden Tem­pe­ra­tur­beanspruchungen ΔTMz und ΔTN Lagerwege und damit Rückstellkräfte gem. Müller, Seite 71‑72.

Lastfall 31: Rückstellkräfte als äußere Lagerreaktionen

Lastfall 31: Rückstellkräfte als äußere Lagerreaktionen

 

Nachfolgend sind die für die Nachweise definierten Einwirkungen und Ein­wir­kungs­kom­bi­na­ti­o­nen wiedergegeben.

 

Einwirkungen (Teil 1, G1) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 2, G2) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 3, P) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 4, CSR1) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 5, CSR2) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 6, T) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 7, Q1) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 8, Q2) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 9, Qfat) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 10, Situation SK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 11, Sicherheitsbeiwerte SK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 12, Kombinationsbeiwerte SK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 13, Situation CK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 14, Sicherheitsbeiwerte CK) nach EN 1992‑2

Einwirkungen (Teil 15, Kombinationsbeiwerte CK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 16, Situation HK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 17, Sicherheitsbeiwerte HK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 18, Kombinationsbeiwerte HK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 19, Situation QK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 20, Sicherheitsbeiwerte QK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 21, Kombinationsbeiwerte QK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 22, Situation FK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 23, Sicherheitsbeiwerte FK) nach EN 1992‑2

 

Einwirkungen (Teil 24, Kombinationsbeiwerte EK) nach EN 1992‑2

 

 

Nachfolgend ist beispielhaft der Verlauf der Biegemomente My für die Be­mes­sungs­si­tu­a­ti­o­nen in den Grenz­zu­ständen der Trag­fähig­keit dar­ge­stellt.

 

2. Ständige und vorübergehende Situation – t1

Biegemoment My aus zum Zeitpunkt t1

Biegemoment My [kNm]

 

3. Ständige und vorübergehende Situation ‑ too

Biegemoment My aus zum Zeitpunkt t∞

Biegemoment My [kNm]

 

Bemessung nach EN 1992‑2:2008

Die Nachweise gelten für Brücken aus Stahlbeton und Spannbeton mit und ohne

Verbund. Die Einwirkungen werden nach EN 1990, Gl. (6.10), mit den

spezifischen Teilsicherheits- und Kombinationsbeiwerten kombiniert.

 

Alle Nachweise erfolgen für die Extremwerte der Einwirkungen.

 

Bei Stäben mit Spannsträngen im Verbund werden bei der Ermittlung der

Längsbewehrung die Schnittgrößen des Verbundquerschnitts und die

Spannstränge mit ihrer Vordehnung berücksichtigt.

Ausgenommen sind die Situationen vor dem Verpressen der Spannglieder.

 

Bemessungsvorgaben

 Qu. Expos.   Vorspannung      Bewehrung    Ermüdung     Ri.  De-  Spannung

     klasse   des Bauteils     M R B Q T S  B Q T P C V  br.  ko.  C B P

   1 XC4      Nachtr. Verbund  x x x x . .  x x . x x .   x    x   x x x

 

(M) Mindestbewehrung zur Sicherstellung der Robustheit.

(R) Mindestbewehrung zur Begrenzung der Rissbreite.

(B) Längsbewehrung aus Bemessung sowie im Ermüdungs- und Spannungsnachweis.

(Q) (Mindest-)Querkraftbewehrung aus Tragfähigkeit und Ermüdung.

(T) Torsionsbewehrung im Tragfähigkeits- und Ermüdungsnachweis.

(S) Nachweis der Schubfuge.

(P) Spannstahl im Ermüdungs- und Spannungsnachweis.

(C) Betondruckspannungen, Beton im Ermüdungsnachweis unter Längsdruck.

(V) Beton im Ermüdungsnachweis unter Querkraftbeanspruchung.

 

Streuung der Wirkungen aus Vorspannung

Die Streuung der Vorspannung wird bei folgenden Nachweisen berücksichtigt:

- Nachweis der Dekompression und der Betondruckspannungen

- Mindestbewehrung zur Beschränkung der Rissbreite

- Nachweis der Rissbreite

Alle anderen Nachweise benutzen den Mittelwert Pm,t der Vorspannung.

 

 Qu.  Vorspannung des   Bauzustand     Endzustand

         Bauteils       r.sup  r.inf   r.sup  r.inf

   1  Nachtr. Verbund    1,10   0,90    1,10   0,90

 

Vorgaben für den Nachweis der Längs- und Schubbewehrung

M,N     Bemessungsmodus für Biegung und Längskraft:

        (ST) Standard, (SY) Symmetrisch, (DG) Druckglied.

        (*) Bem. ohne Berücksichtigung vorgegebener Bewehrungsverhältnisse.

fyk     Stahlgüte der Bügel.

Theta   Neigung der Betondruckstreben.

P.      Balken werden wie Platten bemessen.

K.      Bemessung für resultierende Querkraft am Kreis-/Ringquerschnitt.

Asl     Vorh. Biegezugbewehrung nach Bild 6.3, autom. Erhöhung bis Maximum.

rhow    Faktor für Mindestbewehrungsgrad rho.w,min nach Kap. 9.3.2(2).

as      Faktor für Biegebewehrung von Platten in Querrichtung nach 9.3.1.1(2).

Red.    Reduktionsfaktor der Vorspannung zur Bestimmung der Zugzone für die

        Verteilung der Robustheitsbewehrung bei Flächenelementen.

 

                Roh-                                 Asl [cm²]              Red.

 Qu. Beton      dichte   Bem.   fyk   cot     Bem.   Bild 6.3     Faktor    Vor-

                [kg/m³]  M,N   [MPa]  Theta   P.K.  vorh.  max   rhow  as   spg.

   1 C40/50-EN        .   ST    500   1,75    . .   0,00    .    1,00  .     .  

 

Schubquerschnitte

bw.nom  Rechnerische Querschnittsbreite bei Vorspannung nach 6.2.3(6).

h.nom   Rechnerische Querschnittshöhe bei Vorspannung nach 6.2.3(6).

kb, kd  Faktor zur Berechnung des inneren Hebelarms z aus der Nutzbreite bn

        bzw. der Nutzhöhe d.

z1, z2  Höhe und Breite des Kernquerschnitts für Torsion.

tef     Wanddicke des Torsionskastens.

K.      Kastenquerschnitt; Ermittlung der Tragfähigkeit nach Gl.(6.29).

 

 Qu.   Breite [m]   Nutzbreite    Höhe [m]     Nutzhöhe    Torsionsquerschn. [m]

       bw   bw.nom  bn [m]  kb    h     h.nom  d [m]  kd    z1     z2    tef  K.

   1  4,420  4,129   4,345 0,90  1,250  1,250  1,175 0,90  1,100  4,270 0,150 .

 

Vorgaben für den Nachweis der Rissbreiten

ds      Größter vorhandener Stabdurchmesser der Betonstahlbewehrung [mm].

max.s   Größter vorhandener Stababstand der Betonstahlbewehrung [mm].

sr,max  Oberer Grenzwert für den maximalen Rissabstand nach Gl. (7.11) [mm].

Xi1     Verbundbeiwert für Spannstahl bei Stabquerschnitten.

k       Beiwert zur Berücksichtigung nichtlinear verteilter Zugspannungen.

kt      Beiwert für die Dauer der Lasteinwirkung bei Berechnung der Rissbreite.

Fakt.   Abminderungsfaktor für fctm nach Kap. 7.3.2 (As) bzw. 7.3.4 (wk).

Komb.   Kombination für Nachweis der Mindestbewehrung (As) und Rissbreite (wk):

        CK, HK, QK = Charakteristische, häufige, quasi-ständige Kombination,

        ZZ, BO, BU = Zentrischer Zug, Biegezug oben, Biegezug unten,

        KL = Einwirkungskombination gemäß Expositionsklasse.

Methode Nachweismethode für Mindestbewehrung (kc) und Rissbreite (wk):

kc      Berechnung des Beiwerts kc für Stege/Gurte nach Gl. (7.2/7.3).

        auto = Gl. (7.2) für rechteckige, Gl. (7.3) für sonstige Querschnitte.

wk      Berech. = Direkte Berechnung der Rissbreite nach Kap. 7.3.4,

        Stabab. = Begrenzung der Stababstände nach Tab. 7.3N,

        Ber.(M) = Direkte Berechnung für mittlere Stahldehnung innerh. Ac,eff,

        Abs.(M) = Begr. der Stababstände für mittl. Stahldehnung innerh. Ac,eff.

RI      Ringförmige Bestimmung von Ac,eff gemäß Wiese et al., Beton- und

        Stahlbetonbau 2004, Heft 4, S. 253 ff.

 

Qu.   wmax ds  max  sr    Beiwerte     Fakt.fctm  Komb.  Methode       RI   

        [mm]    s  max   Xi1  k   kt   As   wk    As wk  kc    wk           

   1  0,20 16    .   .  0,31 1,00 0,4  1,00 1,00  KL KL  auto  Berech.  .   

 

Vorgaben für den Nachweis der Betonspannungen und Betonstahlspannungen

fck(t)     Betondruckfestigkeit zum Zeitpunkt t der Eintragung der Vorspannung.

Sigma.c(t) Betondruckspannung zum Zeitpunkt t der Eintragung der Vorspannung.

Sigma.c    Betondruckspannung im Gebrauchszustand.

Sigma.x    Betonspannung aus Biegung und Längskraft in Stabrichtung.

Sigma.s    Betonstahlspannung im Gebrauchszustand.

(CK),(QK)  Charakteristische, Quasi-ständige Kombination.

(HK),(KL)  Häufige Kombination, Kombination gemäß Expositionsklasse.

 

 Qu.    fck(t)  zul.sigma.c(t)      zul.sigma.c    zul.sigma.s   Dekompression

       [MN/m²]     (CK, QK)        (CK)      (QK)      (CK)     Komb.  Spannung

   1     36,00   0,45 fck(t)   0,60 fck  0,45 fck    0,80 fyk     KL    Sigma.x

 

Vorgaben für den Nachweis gegen Ermüdung

Die Betondruckspannungen werden nach Bild 3.2 berechnet.

 

fcd,fat       Betondruckfestigkeit vor Beginn der zyklischen Belastung.

dSigma.Rsk,s  Zulässige charakt. Spannungsschwingbreite der Längsbewehrung.

dSigma.Rsk,b  Zulässige charakt. Spannungsschwingbreite der Schubbewehrung.

dSigma.Rsk,p  Zulässige charakt. Spannungsschwingbreite des Spannstahls.

Lambda.s,b,p  Zug. Korrekturbeiwerte für schadensäquivalente Schwingbreite.

Lambda.c      Korrekturbeiwert für schadensäquivalente Betonspannungen.

Eta           Erhöhungsfaktor für Betonstahlspannung nach 6.8.2(2)P.

Nachw. SPCVQT Nachweis für (S) Längsbew., (P) Spannstahl, (C) Betonlängsdruck,

              (V) Betondruckstrebe, (Q) Querkraftbewehrung, (T) Torsionsbew.

(x)           Nachweis über schadensäquivalente Schwingbreiten - Ermüdungskomb.

(+)           Vereinfachter Nachweis nach 6.8.6(2) - häufige Kombination.

Faktor Qfat   Faktor für Qfat zur Ber. der schadensäquivalenten Schwingbreite

              für Betonstahl und Spannstahl nach Anhang NN.2.1(101).

 

 Qu. Nachw.  fcd,fat   dSigma.Rsk [MN/m²]        Lambda         Eta  Faktor

     SPCVQT  [MN/m²]    s      b      p     s    b    p    c          Qfat 

   1 xxx.x.   13,68  162,00  73,00 120,00  0,65 0,65 0,70 0,90  2,00  1,00 

 

Ergebnisse

Den Verlauf der erforderlichen Längs- und Schubbewehrung zeigen die nächsten Ab­bildungen. Bei der Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit reichen die Deh­nungs­reserven der Spann­glieder aus, um den Nachweis ohne zusätzliche Biege­bewehrung zu führen. Es wird also le­dig­lich Robustheitsbewehrung er­forder­lich.

Mindestbewehrung As zur Sicherstellung der Robustheit (Duktilität)

Mindestbewehrung As zur Sicherstellung der Robustheit (Duktilität) [cm²] (obere Bewehrung strichliert)

Erforderliche Querkraftbewehrung Asbz um den Ermüdungsnachweis einzuhalten

Erforderliche Querkraftbewehrung Asbz um den Ermüdungsnachweis einzuhalten [cm²/m]

 

Nachfolgend ist das Standard-Nachweisprotokoll für Stab 3 am Ort 1 (Anschnitt, x = 0,2 m) und Stab 8 am Ort 1 (Feldmitte) in Auszügen wieder­ge­geben.

 

Nachweis der Längsbewehrung

Die berechnete erforderliche Bewehrung enthält die vorgegebene Grundbewehrung.

 

(M) Mindestbewehrung für Robustheit nach EN 1992‑2, 6.1 (109) (Charakt. K.)

(R) Mindest-/erf. Bewehrung nach 7.3.2/4 zur Begrenzung der Rissbreite

    Bewehrungserhöhung aus dem Nachweis der Rissbreite ist mit "!" markiert

    Ap'     Teil der Spannstahlfläche Xi1*Ap, um den erf.As verringert wurde

    Xi1     Verbundbeiwert für Spannstahl gemäß Gl. (7.5)

(B) Bemessung in den Grenzzuständen der Tragfähigkeit

    Druckbewehrung ist bei überwiegender Biegung durch "*" markiert.

    In Querschnittsteilen nach 6.1 (5) wird die Betonstauchung nicht begrenzt.

    Die Mindestlängsbewehrung nach 9.2.1.1 und 9.3.1.1 wird nicht ermittelt.

    Bei Druckgliedern wird die Mindestbewehrung nach 9.5.2 berücksichtigt,

    wobei die Spannstahlfläche von Spanngliedern im Verbund angerechnet wird.

 

Stab             Bewehrung        Nx        My        Mz     Ap'   erf.As

   Nr.  Qu. Ort  Lage  Typ       [kN]     [kNm]     [kNm]   [cm²]   [cm²]

     3    1   1     1   M       -1,37    265,35      0,00     .      0,00

                        R        0,00      0,00      0,00     .      0,00

                        B   -32185,62  -2624,16      0,00     .      0,00

                    2   M       -1,37    265,35      0,00     .      0,00

                        R        0,00      0,00      0,00     .      0,00

                        B   -32185,62  -2624,16      0,00     .      0,00

                    3   M       64,14    788,22      0,00     .     40,35

                        R        0,00      0,00      0,00     .      0,00

                        B   -32137,62  -2019,75      0,00     .      0,00

                    4   M       64,14    788,22      0,00     .     40,35

                        R        0,00      0,00      0,00     .      0,00

                        B   -32137,62  -2019,75      0,00     .      0,00

     8    1   1     1   M        0,00   7936,54      0,00     .      0,00

                        R   -41716,52 -12087,39      0,00     .      0,00

                        B   -37924,11 -10267,04      0,00     .      0,00

                    2   M        0,00   7936,54      0,00     .      0,00

                        R   -41716,52 -12087,39      0,00     .      0,00

                        B   -37924,11 -10267,04      0,00     .      0,00

                    3   M       12,00  21797,83      0,00     .     40,35

                        R        0,00      0,00      0,00     .      0,00

                        B   -35554,82  11048,54      0,00     .      0,00

                    4   M       12,00  21797,83      0,00     .     40,35

                        R        0,00      0,00      0,00     .      0,00

                        B   -35554,82  11048,54      0,00     .      0,00

 

 

Nachweis der Schubbewehrung

Der Mindestbewehrungsgrad nach Gl. (9.5N) wird berücksichtigt.

 

VRd, TRd  Bemessungswert der maximal aufnehmbaren Querkraft, Torsion

Neigung   Neigung cot Theta der Betondruckstreben gegen die Längsachse

Asb,Asl.T Erf. Bügelbewehrung aus Querkraft und Torsion, erf. Torsionslängsbew.

          Überschreitungen nach Gl. (6.12) werden mit "!" gekennzeichnet

Asl       Erf. Biegezugbewehrung gem. Bild 6.3 für erf. Asb.

 

Stab        Qy/   Nei-  Asb.y   Qz/   Nei-  Asb.z   Asl  Q/VRd+   Asb.T  Asl.T

   Nr. Ort  VRd   gung [cm²/m]  VRd   gung [cm²/m] [cm²] Mx/TRd  [cm²/m] [cm²]

     3  1  0,00   1,75   0,00  0,11   1,75  44,73    .     .        .      .

     8  1  0,00   1,75   0,00  0,01   1,75  44,73    .     .        .      .

 

 

Nachweis gegen Ermüdung für Längsbewehrung und Spannstahl

Der Nachweis erfolgt unter Annahme eines gerissenen Betonquerschnitts.

 

Typ S        Längsbewehrung aus N und M, Nummer der Lage

Typ P        Spannstahl, Nummer des Spannstrangs

dSigma.s,equ Schadensäquivalente Spannungsschwingbreite [MN/m²]

dSigma.s,zul = dSigma.Rsk,s / gamma.s,fat [MN/m²]

(vereinfacht)= dSigma.Rsk,s nach 6.8.6 (1) [MN/m²]

 

Stab               Stahl         As [cm²]      dSigma.s [MN/m²]

   Nr.  Qu.  Ort  Typ  Nr.    vorh.     erh.     equ.      zul.

     3    1    1   S     1     0,00      .        .      140,87

                   S     2     0,00      .        .      140,87

                   S     3    40,35      .       1,31    140,87

                   S     4    40,35      .       1,31    140,87

                   P     1   159,60      .       0,17    104,35

                   P     2   159,60      .       0,35    104,35

     8    1    1   S     1     0,00      .        .      140,87

                   S     2     0,00      .        .      140,87

                   S     3    40,35      .      31,64    140,87

                   S     4    40,35      .      31,65    140,87

                   P     1   159,60      .      12,54    104,35

                   P     2   159,60      .      12,54    104,35

 

 

Nachweis gegen Ermüdung für Schubbewehrung

Die Stahlspannungen werden auf der Grundlage eines Fachwerkmodells ermittelt.

 

Typ BY, BZ   Schubbewehrung aus Qy, Qz [cm²/m]

As vorh.     Vorhandene Bewehrung, ggfs. aus vorausg. Bemessungen [cm², cm²/m]

As erh.      Erhöhte Bew. zur Einhaltung der zuläss. Schwingbreite [cm², cm²/m]

dSigma.s,equ Schadensäquivalente Schwingbreite [MN/m²]

dSigma.s,zul = dSigma.Rsk,b / gamma.s,fat [MN/m²]

(vereinfacht)= dSigma.Rsk,b nach 6.8.6 (1) [MN/m²]

 

Stab             Bew.    As [cm², cm²/m]   dSigma.s [MN/m²]

   Nr.  Qu. Ort  Typ     vorh.      erh.      equ.     zul.

     3    1   1   BY      0,00       .        .       63,48

                  BZ     44,73    100,08    63,48     63,48

     8    1   1   BY      0,00       .        .       63,48

                  BZ     44,73     44,73    11,00     63,48

 

 

Nachweis gegen Ermüdung für Beton unter Längsdruck

Der Nachweis erfolgt unter Annahme eines gerissenen Betonquerschnitts.

 

Sigma.cd,min  Betrag der schadensäquivalenten min. Betondruckspannung [MN/m²]

Sigma.cd,max  Betrag der schadensäquivalenten max. Betondruckspannung [MN/m²]

Sigma.cd,zul  = fcd,fat * (1 - 0,43 * (1 - Sigma.cd,min/Sigma.cd,max)½) [MN/m²]

o, u          Lage des Qu.-Punkts: oberhalb, unterhalb des Schwerpunkts

 

Stab              |Sigma.cd|min |Sigma.cd|max  Sigma.cd,zul  Qu.-  Seite

   Nr.  Qu.  Ort     [MN/m²]       [MN/m²]       [MN/m²]     Pkt.  o   u

     3    1   1         6,46          6,64         12,72       8   .   x

     8    1   1         3,49          8,00          9,27       4   x   .

 

 

Nachweis der Rissbreiten

Der Nachweis erfolgt durch direkte Berechnung der Rissbreite.

Maßgebend ist die endgültige Längsbewehrung als Maximum aus Robustheits-, Riss-

und Biegebewehrung inklusive einer evtl. Erhöhung aus dem Ermüdungsnachweis.

 

wk       Rechenwert der Rissbreite nach 7.3.4 [mm]

wmax     Zulässige Rissbreite gemäß Vorgabe [mm]

Sigma.c  Maximale Betonrandspannung im Zustand I [MN/m²]

         (CK) Charakt. (seltene), (HK) Häufige, (QK) Quasi-ständige Kombination

 

Stab               Bew.      Nx      My       Mz    Sigma.c    wk    wmax

   Nr.  Qu. K. Ort Lage     [kN]    [kNm]    [kNm]  [MN/m²]   [mm]   [mm]

     3    1 HK  1     . -41150,8 -3641,36     0,00    -3,75   0,00   0,20

     8    1 HK  1     . -34131,7 -8446,68     0,00     0,89   -.-    0,20

 

 

Nachweis der Dekompression

Der Nachweis erfolgt im Zustand (II), falls die Zugspannung unter der maßgeben-

den Komb. den Wert fctm überschreitet, anderenfalls im Zustand (I). Wenn die

Beanspruchung im Zust. (II) nicht aufnehmbar ist, wird dies mit (I*) markiert.

Wenn der min. Randabstand die Drucktiefe begrenzt, ist dies mit "!" markiert.

 

(HK),(QK)  Häufige Kombination, Quasi-ständige Kombination

dp         Tiefe des Spannglieds mit Hüllrohr im überdrückten Beton [mm]

dp,min     Mindestwert für dp nach 7.3.1 (105) [mm]

 

Stab                Sigma.x [MN/m²]  Drucktiefe[mm]  Spann-  Zustand Situation

   Nr.  Qu. Ort       oben   unten      dp   dp,min  strang

     3    1   1 (I)   -2,75   -6,10   319,9     100       2  End     QK.2

     8    1   1 (I)   -3,82   -5,07   161,8     100       1  End     QK.2

 

 

Nachweis der Betondruckspannungen

Der Nachweis erfolgt im Zustand (II), falls die Zugspannung unter der maßgeben-

den Komb. den Wert fctm überschreitet, anderenfalls im Zustand (I). Wenn die

Beanspruchung im Zust. (II) nicht aufnehmbar ist, wird dies mit (I*) markiert.

 

Sigma.x,min  Betragsgrößte Längsdruckspannung [MN/m²]

Sigma.x,zul  = 0,60*fck bzw. 0,66*fck für Charakt. K. (CK) nach 7.2 (102)

             = 0,45*fck für Q.-ständige K. (QK) nach 7.2 (3)

(o,u)        Lage des Querschnittspunkts: oberhalb, unterhalb des Schwerpunkts

 

Stab             Sigma.x,min   Sigma.x,zul  Qu.-  Seite  Zustand  Situation

   Nr.  Qu. Ort      [MN/m²]       [MN/m²]  Pkt.  o   u

     3    1   1  (I)   -9,24        -16,20     7  .   x  Bau      CK.1

                 (I)   -9,24        -16,20     7  .   x  Bau      QK.1

     8    1   1  (I)  -15,84        -16,20     7  .   x  Bau      CK.1

                 (I)  -15,84        -16,20     7  .   x  Bau      QK.1

 

 

Nachweis der Stahlspannungen

Der Nachweis erfolgt unter Annahme eines gerissenen Betonquerschnitts.

Für Spannstränge ohne Verbund bzw. Situationen vor dem Verpressen wird

die Spannstahlspannung gemäß Gl. (5.43) nachgewiesen.

 

Typ S   Längsbewehrung aus N und M, Nr. der Lage, Charakt. K. (CK)

Typ P   Spannstahl, Nr. des Spannstrangs, Charakt. K. (CK)

Sigma.s,zul = 0,80 * fyk bzw. 1,0 * fyk (CK) nach 7.2 (5)

Sigma.p,zul = 0,75 * fpk nach 7.2 (5)

 

Stab              Stahl         As  Sigma.s      zul.  Situation

   Nr.  Qu. Ort  Typ  Nr.    [cm²]  [MN/m²]   [MN/m²]

     3    1   1   S     1     0,00      .      400,00  CK.3

                  S     2     0,00      .      400,00  CK.3

                  S     3    40,35   -34,71    400,00  CK.3

                  S     4    40,35   -34,71    400,00  CK.3

                  P     1   159,60  1134,89   1275,00  CK.1

                  P     2   159,60  1218,92   1275,00  CK.1

     8    1   1   S     1     0,00      .      400,00  CK.1

                  S     2     0,00      .      400,00  CK.1

                  S     3    40,35    -4,13    400,00  CK.3

                  S     4    40,35    -4,13    400,00  CK.3

                  P     1   159,60  1178,49   1275,00  CK.1

                  P     2   159,60  1197,71   1275,00  CK.1