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<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >> Spannungsberechnung |
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Am ungerissenen Betonquerschnitt wird angenommen, dass sich Beton und Stahl unter Zug- und Druckbeanspruchung elastisch verhalten. Bei Annahme eines gerissenen Betonquerschnitts werden die Betondruckspannungen mit der vorgenannten Spannungs-Dehnungs-Linie bestimmt.
Flächenelemente
Bei Flächenelementen werden die Betonspannungen am Bruttoquerschnitt berechnet. Der Nachweis der Stahlspannungen erfolgt für Betonstahl durch Ermittlung des Dehnungszustands am gerissenen Betonquerschnitt und für Spannstahl am ungerissenen Betonquerschnitt.
Stäbe und Bemessungsobjekte
Die ohne Nachweis darstellbaren Spannungen der Einwirkungskombinationen werden immer am Bruttoquerschnitt berechnet.
In den Nachweisen werden dagegen die Spannungen wie folgt ermittelt und graphisch dargestellt bzw. protokolliert:
•Beim Nachweis der Rissbewehrung und der Rissbreite erfolgt die Ermittlung der Betonspannung am Bruttoquerschnitt.
•Beim Nachweis der Dekompression, der Betondruckspannungen im ungerissenen Zustand und der schiefen Hauptzugspannungen erfolgt die Berechnung der Biegespannung
| - | ohne interne Spannglieder am Bruttoquerschnitt, |
| - | mit internen Spanngliedern ohne Verbund am Nettoquerschnitt, |
| - | mit internen Spanngliedern im Verbund für die Situationen vor dem Verpressen am Nettoquerschnitt, ansonsten am ideellen Querschnitt. |
•Der Nachweis der Betonstahl- und Spannstahlspannungen erfolgt durch Ermittlung des Dehnungszustands am gerissenen Betonquerschnitt.
Beim Nachweis der Rissbewehrung und Rissbreite, der Dekompression, der Betondruck- und Hauptzugspannungen wird die Längskraft auf die Fläche des Vollquerschnitts bezogen (vgl. Rossner/Graubner 2012, S. 228).
ÖNORM B 1992‑1‑1: Wenn die Spannungen nach Kapitel 7.2 am gerissenen Querschnitt berechnet werden, soll das unterschiedliche Verbundverhalten von Betonstahl und Spannstahl berücksichtigt werden. Hierfür ist der Zuwachs an Zugkraft ΔFtp im Spannstahl wie folgt zu berechnen: Dabei ist
Die Vorschrift wird programmseitig bei Stäben und Bemessungsobjekten in Situationen nach dem Verpressen berücksichtigt. Bei Flächenelementen kommt sie nicht zur Anwendung, da Spannstahl hier nur am ungerissenen Querschnitt nachgewiesen wird. |