Streuung der Wirkungen aus Vorspannung

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Streuung der Wirkungen aus Vorspannung

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Bei Nachweisen im Grenzzustand der Tragfähigkeit gilt für den Bemes­sungs­wert der Vorspann­kraft nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 5.10.8 (1):

Pd,t(x) =  γP · Pm,t(x)

mit

Pm,t(x)Mittelwert der Vorspannkraft zur Zeit t am Ort x inkl. Spannkraftverlusten aus Reibung, Ankerschlupf, Kriechen und Schwinden sowie Relaxation.
γPTeilsicherheitsbeiwert der Vorspannkraft, γP = 1 nach Kapitel 2.4.2.2 (1).

 

Im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit werden in Kapitel 5.10.9 (1) zwei cha­rak­te­ris­ti­sche Werte der Vorspannkraft festgelegt:

Pk,sup

= rsup · Pm,t(x) 

Oberer charakteristischer Wert gemäß Gleichung (5.47)

Pk,inf

= rinf · Pm,t(x) 

Unterer charakteristischer Wert gemäß Gleichung (5.48)

 

Die Streufaktoren der internen Vorspannung werden im Quer­schnitts­dialog getrennt für Bau- und Endzustände definiert. Sie kommen bei folgenden Nachweisen zur An­wen­dung:

•Nachweis der Dekompression und der Betondruckspannungen.
•Mindestbewehrung zur Begrenzung der Rissbreite.
•Nachweis der Rissbreite.
•Nachweis der schiefen Hauptzugspannungen (DIN EN 1992‑2).

 

Für die Wirkungen aus externer Vorspannung werden die Streufaktoren mit rsup = rinf = 1 angenommen.

 

Bei interner Vorspannung sind die empfohlenen landesspezifischen Werte:

-für Spannglieder im sofortigen Verbund und ohne Verbund: rsup = 1,05 und rinf = 0,95.
-für Spannglieder im nachträglichen Verbund: rsup = 1,10 und rinf = 0,90.

DIN EN 1992‑2:

In den Bauzuständen dürfen gemäß NCI zu 5.10.9 (1)P folgende Werte angesetzt werden:

-für gerade Spannglieder im Verbund und Spannglieder ohne Verbund: rsup = rinf = 1,00.
-für girlandenförmig geführte Spannglieder im Verbund: rsup = 1,05 und rinf = 0,95.

 

ÖNORM B 1992‑1‑1:

-für Spannglieder im sofortigen Verbund und ohne Verbund: rsup = rinf = 1,00.
-für Spannglieder im nachträglichen Verbund: rsup = 1,05 und rinf = 0,95.