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EN 1993-1-1 Stahlnachweise

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Die Stahlnachweise nach EN 1993‑1‑1 (Eurocode 3) sind anwendbar für Hoch- und Ingenieurbauwerke unter Berück­sichtigung der folgenden Normen:

•EN 1993‑1‑1:2005/A1:2014 als Basisdokument
•DIN EN 1993‑1‑1:2014 mit Nationalem Anhang Deutschland 2022‑10
•ÖNORM EN 1993‑1‑1:2014 mit Nationalem Anhang Österreich B 1993‑1‑1:2017‑11
•SS EN 1993‑1‑1:2014 mit Nationalem Anhang Schweden 2019‑01 (EKS 11)
•BS EN 1993‑1‑1:2005 mit Nationalem Anhang Großbritannien 2008‑12

Die Auswahl der gewünschten Vorschrift erfolgt im Dialog Ein­stellungen des Berechnungs­menüs. Bei der Material­aus­wahl stehen folgende Alternativen zur Verfügung:

•S235‑EN bis S500‑EN für Baustahl nach EN 1993‑1‑1, Tabelle 3.1, bzw. EN 10025‑2
•Stahl für eine freie Definition der Materialeigenschaften

Die Nachweise am Gesamtsystem erfolgen im Nachlauf zur statischen Berechnung. Dazu sind die be­rech­ne­ten Lastfälle den Einwirkungen nach EN 1991‑1‑1:2002/AC:2009 (Eurocode 1), zuzuordnen. In den ge­wünsch­ten Nachweis­situationen er­mit­telt das Programm unter Berück­sichtigung der vor­ge­ge­be­nen Sicher­heits- und Kombinations­beiwerte nach EN 1990:2021 (Eurocode 0) automatisch die maßgeblichen Nachweisschnittgrößen, und zwar entweder für das Gesamt­system oder eine Gruppe aus­ge­wähl­ter Elemente. Die Spannungsnachweise werden für alle Kombinationen im Grenz­zu­stand der Tragfähigkeit einschließlich der besonderen Kombination geführt. Für jeden Schnittkraftsatz dieser Nach­weis­kom­bi­na­tio­nen wird automatisch die Querschnittsklasse nach EN 1993‑1‑1, Kapitel 5.5, ermittelt und wahlweise die elastische oder plastische Quer­schnitts­trag­fähig­keit nach Kapitel 6.2 nachgewiesen. Ein Nachweis gegen Schubbeulen nach EN 1993‑1‑5 wird nicht geführt.

Als Querschnitte können die vordefinierten Stahlbauprofile, projektbezogene Parameter- und Polygon­quer­schnitte oder Profile aus der Anwenderdatenbank benutzt werden. Stäbe mit der Quer­schnitts­art Stab werden nicht nachgewiesen, da für sie die Querschnittsgeometrie nicht bekannt ist.

Bei Flächenquerschnitten werden - ohne Nachweis - die extremalen Schnittgrößen für die definierten Ein­wir­kungs­kom­bi­na­tio­nen ermittelt und zur graphischen Darstellung in der Daten­basis gespeichert.

Der Biegeknick- und Biegedrillknicknachweis erfolgt am gabelgelagerten Ersatzstab mit einem eigenständigen Programm, das aus dem Ordner Infograph des Startmenüs aufgerufen wird.

In den nachfolgenden Ausführungen werden vorrangig die Vorschriften der EN 1993‑1‑1 zitiert. Auf die jeweiligen natio­na­len Festlegungen wird nur dann verwiesen, wenn sie abweichende oder ergänzende Regeln enthalten. Die be­tref­fen­den Passagen werden durch senkrechten Strich am Text markiert.