Elastische Querschnittstragfähigkeit

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EN 1993-1-1 Stahlnachweise > Grenzzustände der Tragfähigkeit

Elastische Querschnittstragfähigkeit

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Die elastische Querschnittstragfähigkeit wird für alle Querschnitte der Klassen 1 bis 4 unter­sucht. Querschnitte der Klasse 4 werden nach Benutzer­aus­wahl wie Quer­schnitte der Klasse 3 behandelt, wenn das c/t‑Verhältnis die mit dem Faktor nach Kapitel 5.5.2 (9) erhöhten Grenz­werte für Klasse 3 nicht überschreitet. Anderenfalls erfolgt der Nachweis mit effektiven Quer­schnitts­werten nach EN 1993‑1‑5, Kapitel 4.3, unter Berück­sichtigung der Zusatz­momente nach EN 1993‑1‑1, Gl. (6.4). Die effektiven Querschnittswerte werden unter gleichzeitiger Wirkung von NEd und MEd ohne Iteration ermittelt. Runde Hohlprofile können in Klasse 4 nicht nachgewiesen werden, da die wirksame Quer­schnitts­fläche Aeff nach Kapitel 4.3 nicht bestimmbar ist. Bei Winkelprofilen werden die effektiven Querschnittswerte für den ungünstigen Fall eines komplett gedrückten Querschnittes ermittelt (vgl. Kuhlmann et al. 2016, Anmerkung zu Tab. 5.2).

 

Nachweis

Im Nachweis wird die Zulässigkeit der Vergleichsspannung mit dem Fließkriterium nach Gl. (6.1) geprüft:

 

Gleichung 6.1 zur Berechnung der Ausnutzung der Vergleichsspannung nach EN 1993‑1‑1

(6.1)

 

Dabei ist

σx,Ed der Bemessungswert der einwirkenden Normalspannung in Längsrichtung am betrachteten Punkt.
σz,Ed der Bemessungswert der einwirkenden Normalspannung in Querrichtung am betrachteten Punkt. σz,Ed = 0.
τEd der Bemessungswert der einwirkenden Schubspannung am betrachteten Punkt.
fy der Nennwert der Streckgrenze nach Tab. 3.1.
γM0 der Teilsicherheitsbeiwert für die Beanspruchbarkeit von Querschnitten nach Kap. 6.1 (1).

 

Spannungen aus der Besonderen Kombination werden gegen den Nennwert der Streckgrenze fy geprüft, da der Teil­si­cher­heits­bei­wert γM0 bereits bei der Schnittkraftermittlung berücksichtigt wurde.