Die erforderlichen Querschnittswerte zur Ermittlung der Längsspannungen aus Längskraft und Biegung werden elementar mit der Umfahrungsmethode aus den Koordinaten des Polygonzugs ermittelt. Sie sind als Bruttoquerschnittswerte im Sinne der Vorschrift 6.2.2.1 der Norm anzusehen.
Im Einzelnen sind dies:
| ys, zs | Schwerpunktkoordinaten. |
| A | Fläche des Querschnitts. |
| Iy, Iz | Trägheitsmomente bezüglich der Koordinatenachsen. |
| I1, I2 | Trägheitsmomente bezüglich der Hauptachsen. |
| φ | Verdrehungswinkel der Hauptachsen. |
| Wy, Wz | Widerstandsmomente zur Berechnung der extremalen Längsspannungen aus My, Mz. |
Bei der Untersuchung eines Querschnitts werden die Spannungen an den automatisch festgelegten Berechnungspunkten ermittelt. Die Längsspannung σ für einen Punkt (y,z) des Querschnitts ergibt sich durch
\begin{align*}
\sigma(y, z)=N_{\mathrm{x}} \frac{1}{A}+M_{\mathrm{y}} \frac{\Delta z I_{\mathrm{z}}-\Delta y I_{\mathrm{yz}}}{I_{\mathrm{y}} \cdot I_{\mathrm{z}}-I_{\mathrm{yz}}^{2}}+M_{\mathrm{z}} \frac{\Delta y I_{\mathrm{y}}-\Delta z I_{\mathrm{yz}}}{I_{\mathrm{y}} \cdot I_{\mathrm{z}}-I_{\mathrm{yz}}^{2}}
\end{align*}
mit Δy = y ‑ ys und Δz = z ‑ zs.