Bemessungsverfahren für den Brandfall

<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >>

EN 1995-1-1 Holznachweise > Grenzzustände der Tragfähigkeit

Bemessungsverfahren für den Brandfall

Vorherige Seite   Hauptseite  Nächste Seite Seite drucken

Die Bemessung für den Brandfall erfolgt nach der in EN 1995‑1‑2, Kapitel 4.2.2, beschriebenen Methode mit reduziertem Querschnitt. Über die entsprechende Eigenschaftsseite im Querschnitts­dialog lassen sich die Brandeinwirkungen für die betroffenen Rechteck- und Rundquerschnitte definieren. Der Nachweis der Querschnittstragfähigkeit wird in den Berechnungs­einstellungen aktiviert und erfordert zusätzlich die Definition einer Bemessungssituation für den Brandfall.

Der Restquerschnitt wird durch Reduzierung des Ausgangsquerschnitts um die Abbrandtiefe def nach Gl. (4.1) ermittelt und auf die Bedingung für aussteifende Bauteile nach Kapitel 4.3.5 (2) geprüft.

def = dchar,n + k0 · d0

(4.1)

dchar,n = ßn · t

(3.2)

Dabei ist

d0 = 7 mm;
k0 der Beiwert nach Tabelle 4.1;
dchar,n der Bemessungswert der ideellen Abbrandtiefe nach Gl. (3.2).
ßn die ideelle Abbrandrate nach Kapitel 3.4.2 (2).

Die nachfolgend beschriebenen Querschnittsnachweise erfolgen im Brandfall mit den in EN 1995‑1‑2, Gl. (2.1), definierten Festigkeiten.

Hinweis

Alternativ zur hier beschriebenen Methode mit reduziertem Querschnitt kann der Nachweis nach dem allgemeinen Berechnungsverfahren gemäß EN 1995‑1‑2, Kapitel 4.4, geführt werden. Eine Beschreibung hierzu ist im Hand­buch­ab­schnitt „Tragwerksanalyse für den Brandfall“ zu finden.