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EN 1995-1-1 Holznachweise

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Die Holznachweise nach EN 1995‑1‑1 (Eurocode 5) sind anwendbar für Hoch- und Ingenieurbauwerke zur Bemessung unter Normaltemperatur und im Brandfall mit Berück­sichtigung der folgenden Normen:

•EN 1995‑1‑1:2014 und EN 1995‑1‑2:2009 (Basisdokument)
•DIN EN 1995‑1‑1/NA:2013‑08 und DIN EN 1995‑1‑2/NA:2010‑12 (Deutschland)
•ÖNORM B 1995‑1‑1:2015‑06 und ÖNORM B 1995‑1‑2:2011‑09 (Österreich)
•SS EN 1995‑1‑1/BFS:2019 und SS EN 1995‑1‑2/BFS:2019 (EKS 11, Schweden)
•BS EN 1995‑1‑1/NA:2009‑10 und BS EN 1995‑1‑2/NA:2006‑10 (Großbritannien)

Die Auswahl der gewünschten Vorschrift erfolgt im Dialog Ein­stellungen des Berechnungs­menüs. Bei der Material­aus­wahl stehen folgende Alternativen zur Verfügung:

•C14 bis C50 für Nadelholz nach EN 338:2016, Tabelle 1
•D18 bis D80 für Laubholz nach EN 338:2016, Tabelle 3
•GL20h bis GL32h für homogenes Brettschichtholz nach EN 14080:2013, Tabelle 5
•GL20c bis GL32c für kombiniertes Brettschichtholz nach EN 14080:2013, Tabelle 4
•GL75 für Brettschichtholz aus BauBuche nach ETA‑14/0354:2018, Tabellen 2 und 3
•In Deutschland gelten für Brettschichtholz die Anwendungsregeln der DIN 20000‑3:2015‑02

Die Nachweise erfolgen im Nachlauf zur statischen Berechnung. Dazu sind die be­rech­ne­ten Lastfälle den Einwirkungen nach EN 1991‑1‑1:2002/AC:2009 und EN 1991‑1‑2:2002/AC:2009 (Eurocode 1), zuzuordnen. In den ge­wünsch­ten Nachweis­situationen ermittelt das Programm unter Berück­sichtigung der vor­ge­ge­be­nen Sicher­heits- und Kombinations­beiwerte nach EN 1990:2021 (Eurocode 0) automatisch die maßgeblichen Be­mes­sungs­schnitt­größen, und zwar entweder für das Gesamtsystem oder eine Gruppe aus­ge­wähl­ter Elemente. Für jeden Schnittkraftsatz wird automatisch der Modifikations­beiwert kmod aus der Nutzungsklasse des Querschnitts und der maßgebenden Last­einwirkungs­dauer ermittelt.

Als Querschnitte können Rechteck- oder Polygonquerschnitte benutzt werden. Stäbe mit der Quer­schnitts­art Stab werden nicht nachgewiesen, da für sie die Querschnittsgeometrie nicht bekannt ist.

Bei Flächenquerschnitten werden - ohne Nachweis - die extremalen Schnittgrößen für die definierten Einwirkungs­kombinationen ermittelt und zur graphischen Darstellung in der Daten­basis gespeichert.

 

In den nachfolgenden Ausführungen werden vorrangig die Vorschriften der EN 1995‑1‑1 und 1995‑1‑2 zitiert. Auf die jeweiligen nationalen Festlegungen wird nur dann verwiesen, wenn sie abweichende oder ergänzende Regeln enthalten. Die betreffenden Passagen werden durch senkrechten Strich am Text markiert.