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Der nachfolgende Tunnelrahmen wurde dem Forschungsbericht „Brandbeständigkeit von Faser‑, Stahl- und Spannbeton“ entnommen. Hier soll der Schnittgrößen- und Verformungszustand nach 180 min Brandeinwirkung untersucht werden.
System mit Abmessungen, Temperaturkurve
Der Tunnelrahmen ist an seiner Sohle elastisch gebettet. Die umfangreichen Querschnitts‑, Material- und Beanspruchungsparameter sollen hier nicht näher erläutert werden. Die Einwirkungskombination setzt sich neben der Brandbeanspruchung aus Eigenlast, Auftrieb und Überschüttung sowie Wasser‑, Erddruck und Auflast aus Verkehr zusammen. Die angenommene Temperaturkurve ist oben wiedergegeben. Der thermische Querschnitt ist geometrisch identisch mit dem Basisquerschnitt. Deshalb konnte die vorhandene Bewehrung automatisch übernommen werden. Die Bewehrungsverteilung ist nachfolgend abgebildet.
Die Handhabung eines ähnlichen Modells wird auch in dem Video "https://download.infograph.de/video_de/Stahlbetonrahmen im Brandfall.mp4" gezeigt.
Vorhandene Bewehrungsanordnung [cm²/m]
Im Bereich der Rahmenecken ergeben sich negative Momente aus der Beanspruchungskombination. D.h. die Zugbewehrung hat hier Normaltemperatur. Im Feldbereich des Rahmenriegels (Ort 2) ist die untere Bewehrung für die Tragfähigkeit maßgebend. Wegen der großen Überdeckung von 11 cm ergibt sich hierfür nach 180 min eine Temperatur von ca. 250 °C. Diese bewirkt noch keinen nennenswerten Festigkeitsabfall.
Überhöhte Verformungsfigur nach 180 min und Momentenverlauf über die Zeit
Momentenverläufe über die Zeit
Die dargestellten Momentenverläufe zeigen, dass sich am Ort 1 des Tunnelrahmens nach ca. 100 min ein plastisches Gelenk ausbildet. Die Tragsicherheit nach 180 min ist jedoch für das Gesamtsystem gesichert. Eine andere Beanspruchungssituation würde sich jedoch durch Betonabplatzungen im Feldbereich des Rahmenriegels (Ort 2) ergeben. Die hohen Temperaturen würden dann weiter in den Querschnitt eindringen und ein Ausfall der Feldbewehrung würde zum Versagen des Gesamtsystems führen.