Betonkriechen

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Nichtlineare Systemanalyse > Grundlagen > Stäbe aus Stahlbeton

Betonkriechen
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Die Berücksichtigung des Betonkriechens bei der nichtlinearen Systemanalyse erfolgt vereinfachend durch Modifikation der zu­grun­de­lie­gen­den Spannungs-Dehnungs-Linien. Diese werden in Dehnungsrichtung mit dem Faktor (1+φ) skaliert. Auch die zugehörigen Grenzdehnungen werden mit (1+φ) multipliziert. Die nachfolgende Abbildung zeigt das qualitative Vorgehen.

Änderung der Spannungs-Dehnungs-Linien durch Betonkriechen

Das beschriebene Verfahren postuliert, dass die kriecherzeugenden Spannungen wäh­rend des gesamten Kriech­zeit­raums konstant bleiben. Durch Spannungs­um­lage­run­gen, z.B. auf die Stahl­beton­bewehrung, ist dies jedoch nicht gewähr­leistet. Daraus resultiert eine gering­fügige Überschätzung der Kriech­verformungen.

Spannungsrelaxation unter einem konstanten Dehnungszustand ist mit dem be­schrie­be­nen Verfahren ebenfalls mo­del­lier­bar, führt jedoch aufgrund der nichtlinearen Spannungs-Dehnungs-Linien zu einer Überschätzung der ver­blei­ben­den Spannungen.

Die Aktivierung des nichtlinearen Betonkriechens erfolgt im Dialog „Lastgruppe“.

Dieser Berechnungsansatz gilt sinngemäß auch für Flächenelemente.

 

Die Plausibilität der erzielbaren Berechnungs­ergebnisse sowie die Wirkungs­weise unter­schied­licher Ansätze für die Beton­zug­festigkeit und des „Tension-Stiffening“ werden an Hand einiger Beispiele im Abschnitt „Beispiele“ de­mon­striert.