Bruchversuch einer Stahlbetonplatte

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Bruchversuch einer Stahlbetonplatte

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Das unten abgebildete System wurde von Jofriet & McNeice (1971) experimentell unter­sucht (entnommen aus Krätzig & Meschke 2001). Hieran soll die Plausibilität der erzielten Be­rech­nungs­er­geb­nis­se demonstriert werden. Für die Ver­gleichs­be­rech­nung wurde ein System mit 20x20 Schalen­elementen wie nach­folgend ab­ge­bildet verwendet.

Elementsystem, Festhaltungen, Belastung und Materialparameter des Beispiels Bruchversuch einer Stahlbetonplatte

Material:

 fck

=

37,92 MPa

 Ec

=

28613 MPa

 vc

=

0,15

 fctm

=

2,91 MPa

 fy

=

345,4 MPa

Elementsystem mit Festhaltungen, Belastung und den angegebenen Materialparametern.

Die im Versuch ermittelte Last-Verschiebungs-Kurve (Wegaufnehmer gering­fügig außer­mittig) ist den Er­geb­nis­sen der statischen Berechnung für die Plattenmitte im nachfolgenden Diagramm gegen­über­ge­stellt. Im GZG wurde als Berechnungsmethode "Newton Zeitschritt" mit 60 Zeitinkrementen sowie eine Fehlerschranke von 0,1% gewählt. Die Ma­te­ri­al­pa­ra­me­ter wurden gemäß den Angaben der Autoren eingestellt. Dazu wurde die Materialart CX‑EN (EN 1992‑1‑1) bzw. die Materialart Beton mit dem Materialmodell Plastizität-Schädigung und den Materialparametern Bruchenergien Druck / Zug = 15 / 0,1 kN/m, Grenzstauchung = 2,2792 ‰ verwendet.

Last-Verschiebungs-Kurven aus Vergleichsberechnung im GZG und Versuch (Jofriet/McNeice)

Last-Verschiebungs-Kurven aus Vergleichsberechnung im GZG und Versuch (Jofriet / McNeice)

Um die Wirkungsweise der im Programm implementierten Ansätze für die Beton­zug­span­nun­gen zu demonstrieren, wurden vier Varianten mit der Materialart CX‑EN (EN 1992‑1‑1) und eine mit der Materialart Beton und dem Materialmodell Plastizität-Schädigung durchgerechnet. Das zuletzt genannte Modell zeigt die beste Über­ein­stim­mung mit den Versuchs­ergebnissen. Sowohl das Verhalten zu Beginn der Riss­bildung als auch in der Nähe der Trag­fä­hig­keit zeigen eine gute Über­ein­stim­mung. Die Kurve mit Ent­festigung im Beton­zug­bereich (c=0,3) zeigt ein ge­ring­fü­gig weicheres Verhalten.

Die Kurve für bilineares Verhalten im Betonzugbereich wurde mit dem Wert (c=0,2) berechnet. Hiermit wird wie zu erwarten die Steifigkeit der Platte zu Beginn der Riss­bildung unterschätzt. Die Trag­sicher­heit wird hierdurch jedoch kaum beein­flusst. Die Be­rechnung liegt somit auf der sicheren Seite.

Die Kurve für den „nackten Zustand II“ ist weitgehend geprägt durch die Arbeitslinie des Beton­stahls und hat insofern im untersuchten Bereich ein nahezu lineares Verhalten.