Ermüdung infolge Querkraftbeanspruchung unter Vernachlässigung der Querkraftbewehrung

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Nachrechnungsrichtlinie Brückennachweise > Nachweise gegen Ermüdung

Ermüdung infolge Querkraftbeanspruchung unter Vernachlässigung der Querkraftbewehrung

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In Nachweisstufe 2 darf bei Spannbetonbauteilen gemäß Kapitel 12.7.4.2 (4) der Richtlinie der Nachweis gegen Ermüdung infolge Quer­kraft­bean­spruchung unter Vernachlässigung der Querkraftbewehrung auf Grundlage des Haupt­zug­spannungs­kriteriums mit der häufigen Einwirkungs­kombination geführt werden.

 

Der alternative Ermüdungsnachweis ist in Querschnitts­bereichen gemäß Absatz (4), Buchstabe a) bis c) anwendbar. Die maßgebenden Grenzwerte gemäß Absatz (7) und (8) sind im Quer­schnitts­dialog auszuwählen. Die Prüfung der An­wen­dungs­vor­aus­set­zun­gen obliegt dem Anwender.

 

Der Nachweis erfolgt für Stäbe und Bemessungsobjekte und gilt als erbracht, wenn die Hauptzugspannungen in Nachweishöhe "i" die Kriterien nach nach Absatz (7), Gl. (12.25) und (12.26), oder nach Absatz (8), Gl. (12.27) und (12.28), erfüllen:

σI,Ed,i ≤ 0,6 · fctd

(12.25)

ΔσI,Ed,i ≤ 0,375 · fctd

(12.26)

σI,Ed,i ≤ 0,35 · fctd

(12.27)

ΔσI,Ed,i ≤ 0,15 · fctd

(12.28)

Dabei ist

σI,Ed,i

Gleichung 12.24 nach DIN FB 102

(12.24)

ΔσI,Ed,i

= σI,Ed,i,max – σI,Ed,i,min

σcx,Ed,i

= NEd / Ac + MEd / Iy · zi

τV,Ed,i

= ( VEd · Sy,i ) / ( Iy · bw,i )

τT,Ed

= TEd / WT

zi

vertikaler Abstand des Nachweisschnitts von der Schwereachse des Querschnitts.

Iy

Flächenmoment 2. Grades.

Sy,i

Flächenmoment 1. Grades in der entsprechenden Nachweishöhe.

bw,i

Querschnittsbreite unter Berücksichtigung etwaiger Hüllrohre gemäß DIN FB 102, Kapitel 4.3.2.2 (8)*P [DIN EN 1992‑2, Kapitel 6.2.3 (6)].

WT

Torsionswiderstandsmoment für den ungerissenen Betonquerschnitt, bei Kastenprofilen unter Berücksichtigung etwaiger Hüllrohre.

fctd

= αct · fctk;0,05 / γc (Bemessungswert der Betonzugfestigkeit).

γc

= 1,5

αct

Beiwert nach Tabelle 12.2 in Abhängigkeit vom vorhandenen Bewehrungsgrad.


 

Gemäß Hegger et al. (2015) wird der Nachweis vereinfachend unter Vernachlässigung etwaiger Querbiegeeinflüsse, d.h. unter Annahme von Qy = Mz = 0 geführt. Der Beiwert αct wird programmseitig mit der im Querschnittsdialog für die z‑Richtung vorgegebenen Querkraftbewehrung Asw und dem dort ebenfalls definierten Mindestbewehrungsgrad ρw,min ermittelt. Sofern in den Vorgaben zur Querkraftbemessung gewählt, wird Asw zu Asw = Asw,z + 2 · Asw,T angenommen.