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Verbundquerschnitt

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Verbundquerschnitt
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Diese Querschnittsart steht im Rahmen der Finite-Element-Analyse für Stabelemente und Bemessungs­objekte zur Verfügung. Der zusammenhängende Verbundquerschnitt gliedert sich in Querschnittsteile, welche unterschiedliche Material­eigen­schaften aufweisen können. Im Querschnittsdialog wird ein Verbundquerschnitt aus bereits definierten Querschnitten zu­sam­men­ge­setzt (Menü: Querschnitt / Hinzufügen).

Elementnetz in einem Verbundquerschnitt

Nach korrekter Eingabe steht hierfür eine automatische Vernetzung zur Verfügung, welche zur Berechnung der Quer­schnitts­ei­gen­schaf­ten benötigt wird.

 

Die Stabachse verläuft durch den ideellen Quer­schnitts­schwer­punkt.

Die Querschnittsanalyse umfaßt die Ermittlung der Einheitsverwölbungen aus Querkraft und Torsion nach der Methode der Finiten Elemente. Hieraus ergeben sich das ideelle Torsionsträgheitsmoment Ix sowie die elastischen Spannungen aus den Schnittgrößen des Querschnitts.

Querschnittsspannungen an einem Verbundquerschnitt

Nach einer elastischen Tragwerksberechnung kann der Spannungsverlauf aus Last- und Ei­gen­span­nungs­zu­stän­den an jeder Stelle des Tragwerks über das Kontextmenü (Querschnittsspannungen) dargestellt werden.

Zur Darstellung von superponierten Ei­gen­span­nungs­zu­stän­den (z.B. aus Temperatur oder Kriechen) müssen Ergebnismarker für Spannungen herangezogen werden. Die Spannungsermittlung erfolgt nor­men­un­ab­hän­gig.

Dies gilt insbesondere für die Behandlung von Spannungszuständen aus Kriechen und Schwinden.

 

Die Querschnittswerte sind ideelle Größen und beziehen sich auf das E‑Modul (ER) und G‑Modul des Referenzquerschnittes bzw. den kleinsten E‑Modul des Ver­bund­quer­schnitts. Die Querschnittswerte A, Iy, Iz, Iyz sowie die ideellen Schwer­punkt­sko­or­di­na­ten ys und zs berechnen sich mit Hilfe der folgenden Formeln:

A 

= 1/ER·∑ Ei·Ai

Verbundquerschnittsfläche

zs 

= 1/(A·ER)·∑ Ei·zs,i·Ai

Z‑Ordinate des Schwerpunkts

ys 

= 1/(A·ER)·∑ Ei·ys,i·Ai

Y‑Ordinate des Schwerpunkts

Iy 

= 1/ER·∑ Ei·[Iy,i + (zs‑zs,i)²·Ai]

Flächenmoment 2.Grades um y

Iz 

= 1/ER·∑ Ei·[Iz,i + (ys‑ys,i)²·Ai]

Flächenmoment 2.Grades um z

Iyz 

= 1/ER·∑ Ei·[Iyz,i + (ys‑ys,i)·(zs‑zs,i)·Ai] 

Deviationsmoment

ER

 

E‑Modul des Referenzquerschnittes

Ist kein Referenzquerschnitt definiert wird für ER das kleinste E‑Modul aller Teile des Ver­bund­quer­schnitts verwendet.

Innerhalb einer nichtlinearen Systemanalyse kann der Verbundquerschnitt ebenfalls verwendet werden. Beton- oder Spann­stahl­be­weh­rung findet hierbei Berücksichtigung. Die Festigkeiten und die Spannungs-Dehnungs-Beziehungen der Teil­quer­schnit­te werden dabei den jeweiligen Ma­te­ri­al­nor­men entnommen. Hierbei wird immer die gesamte Quer­schnitts­fläche berücksichtigt. Nichtlineare Schub­span­nungs­ver­tei­lun­gen können hierbei jedoch nicht ermittelt werden.

Die zugehörigen Querschnittsspannungen werden an den Orten der Ergebnismarker gespeichert.

Des weiteren kann der Verbundquerschnitt auch für Einzel­bemes­sungen verwendet werden.

 

Ix

Ideelles Torsionsträgheitsmoment [m4].

Vom Programm wird im Hinblick auf die Anwendung im Massiv­bau eine sehr kleine Steifigkeit vor­ge­schlagen. Bei dynamischen Berechnungen führt eine zu kleine Torsions­stei­fig­keit in der Regel zu unerwünschten Eigen­formen (Torsions­schwingungen), so dass ein realistischer Wert an­zu­setzen ist (Ix berechnen).

 

Ix berechnen

Das ideelle Torsionsträgheitsmoment des Verbundquerschnitts wird berechnet und in das Textfeld für Ix ein­ge­tragen.

 

Faktor für Ix

Das ideelle Torsionsträgheitsmoment Ix wird mit dem Faktor gewichtet.

 

Iyz in Stabsteifigkeit vernachlässigen

Bei der statischen und dynamischen Berechnung wird Iyz vernachlässigt.

 

Bearbeiten...

Die graphische Bearbeitung der Querschnittsgeometrie erfolgt in einem eigenen Fenster.

 

Zur Handhabung von Verbundquerschnitten können die Beispiele Zweifeld-Stahlverbundträger und Verbundstütze hilfreich sein.