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Die Stahlbeton- und Spannbetonbemessung nach SIA 262:2017 ist anwendbar für alle Tragwerke des Hoch- und Brückenbaus. Als Tragwerksmodelle sind Stab‑, Flächen- und Volumentragwerke zugelassen. Die Aktivierung der Vorschrift erfolgt im Dialog Bemessungsnormen des Extras-Menüs. Davon abhängig werden in der Bedienungsoberfläche die entsprechenden Vorgaben und Nachweise ermöglicht. Der Nachweis vorgespannter Tragwerke ist nur innerhalb des FEM‑Moduls möglich.
Innerhalb eines Tragwerksmodells sind verschiedenartige Bauteile kombinierbar:
| • | Nicht vorgespannte Bauteile |
| • | Vorgespannte Bauteile mit nachträglichem Verbund |
| • | Vorgespannte Bauteile ohne Verbund |
| • | Bauteile mit externer Vorspannung |
| • | Bauteile in Mischbauweise |
Die Bemessung erfolgt im Nachlauf zur statischen Berechnung. Dazu sind die berechneten Lastfälle den Einwirkungen nach SIA 260 zuzuordnen. In den gewünschten Bemessungssituationen ermittelt das Programm unter Berücksichtigung der vorgegebenen Sicherheits- und Kombinationsbeiwerte automatisch die maßgeblichen Bemessungsschnittgrößen, und zwar entweder für das Gesamtsystem oder eine Gruppe ausgewählter Elemente.
Die Dialoge zu den Einwirkungen und zur Nachweisauswahl werden über die Berechnungseinstellungen aufgerufen. Die detaillierten Nachweisvorgaben und Bewehrungsangaben sind im Rahmen der Querschnittsdefinition einzugeben.
Die Nachweise sind auf Elemente mit den Materialien SC12/15 bis SC50/60, SLC12/13 bis SLC50/55 und SCX beschränkt.
Bei Stäben und Bemessungsobjekten können alle Nachweise an Polygonquerschnitten geführt werden. Zusätzlich sind Stahlbetonverbundquerschnitte im Grenzzustand der Tragfähigkeit nachweisbar. Allgemeine Hinweise zur Anwendung von Bemessungsobjekten sind dem entsprechenden Handbuchkapitel zu entnehmen.
Im Ordner SIA 262 Bemessung der Datenbasis ist zusätzlich eine Einzelbemessung für frei definierte Polygonquerschnitte oder Stahlbetonverbundquerschnitte möglich.