Begrenzung der Betondruckspannungen

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SIA 262 Bemessung > Nachweise in den Grenzzuständen der Gebrauchstauglichkeit

Begrenzung der Betondruckspannungen

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Der Nachweis der Betondruckspannungen erfolgt im Zustand I. Bei Flächenelementen werden die Betonspannungen am Bruttoquerschnitt berechnet. Bei Stäben und Bemessungsobjekten erfolgt die Berechnung der Biegespannung

-ohne interne Spannglieder am Bruttoquerschnitt,
-mit internen Spanngliedern ohne Verbund am Nettoquerschnitt,
-mit internen Spanngliedern im Verbund für die Situationen vor dem Verpressen am Nettoquerschnitt, ansonsten am ideellen Querschnitt.

 

Nach SIA 262, Ziffer 3.1.2.6.3, ist für Betonspannungen σc > 0,45 fck der Einfluss des Beanspruchungsniveaus auf das Kriechen zu berücksichtigen. Wenn im Querschnittsdialog ausgewählt, wird diese Spannungsgrenze in Anlehnung an EN 1992‑1‑1, Abschnitt 7.2 (3), für die quasi-ständige Kombination überprüft.

 

In Spannbetonbauteilen darf nach SIA 262, Ziffer 4.1.5.2.4, beim und unmittelbar nach dem Spannen die Betondruckspannung an keiner Stelle des Tragwerks ausserhalb des Verankerungsbereichs größer 0,6 fck(t) sein. Übersteigt die Betondruckspannung zudem den Wert von 0,45 fck(t), ist die Nichtlinearität des Kriechens zu berücksichtigen. Dabei bezeichnet fck(t) den charakteristischen Wert der Betondruckfestigkeit zum Zeitpunkt t des Spannens.

 

Im Programm wird der Zeitpunkt des Spannens bei der Situation G1+P angenommen. Falls eine quasi-ständige Situation G1+P definiert ist, wird für diese Situation die Betonspannung je nach Benutzervorgabe gegen den Grenzwert 0,45 fck(t) oder 0,60 fck(t) geprüft. Der Wert für fck(t) wird ebenfalls im Dialog festgelegt.