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In den nachfolgenden Abschnitten werden folgende Ergebnisse erläutert:
| • | Schnittgrößen bei Stäben, Bemessungsobjekten, Federelementen und Flächenelementen |
| • | Kräfte bei Liniengelenken |
| • | Spannungen und Verzerrungen bei Stäben und Flächenelementen |
| • | Spannungen bei Volumenelementen |
| • | Verzerrungen bei Flächen- und Volumenelementen |
| • | Schädigungen bei Flächen- und Volumenelementen |
| • | Bettungskräfte bei Stäben |
| • | Geschwindigkeiten und Beschleunigungen aus Zeitschrittintegration |
Die Knotenverformungen sind auf das globale Koordinatensystem bezogen und folgendermaßen bezeichnet:
| ux, uy, uz | Knotenverschiebungen [m] ohne Vorverformung in Richtung der globalen Achsen. |
| φx, φy, φz | Knotenverdrehungen [rad] um die globalen Achsen |
Bei gelagerten Knoten werden zusätzlich die Deformationen im Koordinatensystem der Festhaltungen ausgegeben. Für Stäbe wird außerdem die Biegelinie berechnet.
Die Biegemomente My und Mz sowie die Normalkraft Nx beziehen sich auf den Schwerpunkt des Querschnitts. Das Torsionsmoment Mx und die Querkräfte Qy und Qz sind dem Schubmittelpunkt zugeordnet. Im Programm wird davon ausgegangen, dass der Schubmittelpunkt und der Schwerpunkt zusammen fallen. Bei unsymmetrischen Querschnitten wird dadurch der Einfluss der Exzentrizität des Schubmittelpunkts auf die Festeinspannreaktionen nicht berücksichtigt. Die Stabschnittgrößen werden am Stabanfang und Stabende sowie an äquidistanten Punkten im Stab berechnet. Die Anzahl der Berechnungsorte kann eingestellt werden. Momente werden in [kNm] und Kräfte in [kN] ausgegeben.
Stabsystem mit positiven Schnittgrößen |
Bei der Berechnung der Schnittgrößen nach Theorie 2. Ordnung können die Stabkräfte wahlweise auf die verformte oder unverformte Stabsehne bezogen werden. |
Schnittgrößen bei Bemessungsobjekten
Die Definition der Schnittgrößen entspricht der bei Stäben. Im Unterschied dazu kann als Bezugspunkt entweder der Querschnittsschwerpunkt oder der Durchstoßpunkt der Achse des Bemessungsobjekts gewählt werden. Für die am Ersatzhohlkasten geführten Nachweise wie z.B. die Torsionsbemessung ist die Wahl des Bezugspunkts ergebnisrelevant und bedarf deshalb besonderer Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse der am Polygonquerschnitt geführten Nachweise sind dagegen unabhängig vom Bezugspunkt. |
Querschnitt mit Schwerpunkt (1) und Durchstoßpunkt (2) der Achse des Bemessungsobjekts
Schnittgrößen bei Federelementen
Die Kräfte und Momente von Federelementen ergeben sich mit den Federkennlinien aus folgenden lokalen Zusammenhängen:
Verformungen und Schnittgrößen im lokalen |
Fx = F(Δux = ux,2 – ux,1 ) Fy = F(Δuy = uy,2 – uy,1 ) Fz = F(Δuz = uz,2 – uz,1 ) Mx = F(Δφx = φx,2 – φx,1 ) My = F(Δφy = φy,2 – φy,1 ) Mz = F(Δφz = φz,2 – φz,1 ) |
Schnittgrößen bei Flächenelementen
Je nach Auswahl werden die Schnittgrößen in den Knoten, im Schwerpunkt oder in den Seitenmitten berechnet. Im einzelnen werden folgende Schnittgrößen ermittelt:
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Schnittkraftsystem mit positiven Schnittgrößen |
Für die graphische Darstellung werden die global orientierten tabellarischen Kräfte je Element und Knotenanschluß in das Koordinatensystem der Liniengelenke transformiert und auf die jeweilige Einzugsbreite (halbe Elementkante) verteilt. Im einzelnen stehen folgende Kräfte und Momente für die graphische Darstellung zur Verfügung:
| Fx | Kraft in x‑Richtung des Liniengelenks (Längsrichtung) [kN/m] |
| Fy | Kraft in y‑Richtung des Liniengelenks (in Richtung der betreffenden Flächenelementen) [kN/m] |
| Fz | Kraft in z‑Richtung des Liniengelenks (senkrecht zu den betreffenden Flächenelementen) [kN/m] |
| Mx | Moment um die x‑Richtung des Liniengelenks (Längsrichtung) [kNm/m] |
| My | Moment um die y‑Richtung des Liniengelenks (Achse in Richtung der betreffenden Flächenelementen) [kNm/m] |
| Mz | Moment um die z‑Richtung des Liniengelenks (Achse senkrecht zu den betreffenden Flächenelementen) [kNm/m] |
Spannungen und Verzerrungen bei Stäben
Die nachfolgenden Berechnungsergebnisse werden an den Berechnungsorten der Schnittgrößen ermittelt.
σx, σx oben, σx unten, σx min, σx max |
Normalspannungen [MN/m²] |
τxy, τxz |
Schubspannungen aus Querkräften und Torsion [MN/m²] |
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Vergleichsspannung nach der Huber‑v.Mises‑Fließbedingung [MN/m²] |
εx |
Längsdehnung der Stabachse [‰] |
εx oben , εx unten |
Randdehnungen [‰] |
εx min , εx max |
Minimale und Maximale Randdehnungen [‰] |
κy , κz |
Krümmung um die y- bzw. z‑Achse [1/km] |
σs min, σs max |
Minimale und Maximale Betonstahlspannungen aller Bewehrungslagen [MN/m²] |
εs min , εs max |
Minimale und Maximale Betonstahldehnungen aller Bewehrungslagen [‰] |
Die Schub- und Vergleichsspannungen werden im Rahmen der Spannungsnachweise oder einer nichtlinearen Systemanalyse ermittelt. Die Dehnungen, die Krümmung und die Betonstahlspannungen werden im Rahmen einer nichtlinearen Systemanalyse berechnet. Die Randdehnungen εx oben bzw. εx unten und Normalspannungen σx.oben bzw. σx.unten beziehen sich auf den ersten Polygonpunkt, der auf der Ober- bzw. Unterkante des umschließenden Rechtecks liegt. Dabei zeigt die z‑Achse des Stabes zur Unterkante. Die übrigen Dehnungen und Spannungen sind Extremwerte auf dem Querschnittsrand.
Querschnitte mit umschließenden Rechtecken
Spannungen und Verzerrungen bei Flächenelementen
Die Spannungen [MN/m²] und Verzerrungen [‰] sind im Schnittkraftsystem definiert. Sie werden an den Berechnungsorten der Schnittgrößen am oberen und unteren Querschnittsrand ermittelt. Bei Laminatquerschnitten werden die Spannungen σx, σy und τxy am oberen und unteren Rand jeder Schicht gespeichert.
σx oben,unten |
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σy oben,unten |
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τxy oben,unten |
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σ1 oben,unten |
Maximale Hauptspannungen |
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σ2 oben,unten |
Minimale Hauptspannungen |
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σv oben,unten |
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ε1 oben,unten |
Maximale Hauptverzerrungen |
||||
ε2 oben,unten |
Minimale Hauptverzerrungen |
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φoben,unten |
Hauptachsenwinkel der Dehnungen [rad] |
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εRiss oben,unten |
Dehnungen senkrecht zur Rissrichtung bei Überschreiten der Zugfestigkeit des Betons |
||||
σsx/y i.Lage |
Betonstahlspannung in der i. Lage in x bzw. y Richtung |
||||
εsx/y i.Lage |
Betonstahldehnung in der i. Lage in x bzw. y Richtung |
Spannungen bei Volumenelementen
Je nach Auswahl werden die Spannungen [MN/m²] in den Knoten oder im Schwerpunkt berechnet. Die Richtungen der Spannungen werden durch das Schnittkraftsystem festgelegt.
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Schnittkraftsystem mit positiven Spannungen |
\begin{align*}
\sigma_\mathrm{V} = \sqrt{
\sigma_\mathrm{x}^2 + \sigma_\mathrm{y}^2 + \sigma_\mathrm{z}^2
- \left({
\sigma_\mathrm{x}\cdot\sigma_\mathrm{y}
+ \sigma_\mathrm{x}\cdot\sigma_\mathrm{z}
+ \sigma_\mathrm{y}\cdot\sigma_\mathrm{z}
}\right)
+ 3\cdot\left({
\sigma_\mathrm{xy}^2+\sigma_\mathrm{xz}^2+\sigma_\mathrm{yz}^2
}\right)}
\end{align*}
Verzerrungen bei Flächen- und Volumenelementen
Bei der nichtlinearen Systemanalyse (Materialart Frei) werden sowohl die Gesamtverzerrungen als auch die plastischen bzw. inelastischen Verzerrungen ausgegeben. In Analogie zu den Spannungen werden die Haupt- und Vergleichsverzerrungen ermittelt. Bei Flächenelementen werden die Ergebnisse am oberen und unteren Querschnittsrand parallel zu Elementebene ermittelt.
Gesamt‑, plastische Verzerrungen (siehe Gl. V12) [‑]: |
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εx, εy, εz |
Normalverzerrungen |
εxin, εyin, εzin |
Inelastische Normalverzerrungen |
εxy, εyz, εzx |
Schubverzerrungen |
εxyin, εyzin, εzxin |
Inelastische Schubverzerrungen |
ε1 |
Maximale Hauptverzerrungen |
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ε2 |
Mittlere Hauptverzerrungen |
Äquivalente plastische Verzerrungen [‑]: |
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ε3 |
Minimale Hauptverzerrungen |
εtpl, εcpl |
(Zug und Druck, siehe Gl. V26) |
εv |
Vergleichsverzerrungen |
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Schädigung bei Flächen- und Volumenelementen
Bei der nichtlinearen Systemanalyse (Materialart Frei) und einem Schädigungs- bzw. kombinierten Materialmodell wird zusätzlich die Schädigung [‑] ausgegeben.
Normalkräfte und Spannungen bei Seilen
Die Normalkräfte und Spannungen beziehen sich auf die Achsen der verformten Seile und werden an den Knoten und in der Seilmitte berechnet.
| Nx | Normalkraft [kN/m] |
| σx | Normalspannung [MN/m²] |
Die Bettungskräfte Bx, By und Bz [kN/m] sind im Stabsystem definiert und auf die Bettungsbreite bezogene Bodenpressungen (z.B. Bz = σz·dy ). Zugkräfte im Boden haben ein positives Vorzeichen. Bei gebetteten Stäben werden Reaktionen nur in den Knoten berechnet, dazwischen wird der Reaktionsverlauf linear interpoliert.
Die Bodenpressungen σx, σy und σz [kN/m²] sind, außer bei dem Volumenelement VT10, im Elementsystem definiert. Im Volumenelement VT10 zeigt die z‑Achse senkrecht zur gebetteten Oberfläche und die x‑Achse verläuft horizontal auf der gebetteten Oberfläche und wenn möglich parallel zur globalen x‑Achse. Zugspannungen im Boden haben ein positives Vorzeichen. Zusätzlich werden die Bodenreaktionen für jedes Element integriert und in folgenden Werten abgespeichert:
| Rx, Ry, Rz | Resultierende Bodenreaktion [kN] |
| dx, dy, dz | Koordinaten der resultierenden Bodenreaktion [m] |
Der resultierende Vektor aller sichtbaren Elemente und seine Lage wird bei der graphischen Ausgabe der Bodenpressungen in den Erläuterungen zu den Ergebnissen angegeben.
Die Auflagerreaktionen werden im Koordinatensystem der Festhaltungen berechnet.
Sie wirken auf die jeweilige Festhaltung. Ausgegeben werden die nachfolgenden Reaktionen:
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Festhaltungssystem mit positiven Auflagerreaktionen |
Geschwindigkeiten und Beschleunigungen
Die Knotengeschwindigkeiten und -beschleunigungen werden bei einer dynamischen Zeitschrittintegration berechnet. Sie sind auf das globale Koordinatensystem bezogen und folgendermaßen bezeichnet:
| vx, vy, vz | Knotengeschwindigkeiten [m/s] in Richtung der globalen Achsen |
| ax, ay, az | Knotenbeschleunigungen [m/s²] in Richtung der globalen Achsen |
Ein stationärer Response kann im Rahmen einer dynamischen Berechnung ermittelt werden. Die Ergebnisse sind auf das globale Koordinatensystem bezogen und folgendermaßen bezeichnet:
| U | Absolute Knotenauslenkung |
| U.real | Realteil der Knotenauslenkung |
| U.imaginär | Imaginärteil der Knotenauslenkung |
| Phase | Phasenverschiebung |
| DU | Absolute Knotengeschwindigkeit (erste Ableitung) |
| DDU | Absolute Knotenbeschleunigung (zweite Ableitung) |
Dynamische Eigenformen mit ihren zugehörigen Eigenwerten können im Rahmen einer dynamischen Systemanalyse ermittelt werden. Die Eigenformen sind normiert.
| ux, uy, uz | Knotenverschiebungen in Richtung der globalen Achsen |
| φx, φy, φz | Knotenverdrehungen um die globalen Achsen |
| ω | Eigenkreisfrequenz [rad/s] |
Knickeigenformen mit ihren zugehörigen Lastfaktoren werden im Rahmen einer Berechnung von Lastfällen mit der Lastart Pki ermittelt. Die Knickeigenformen sind normiert.
| ux, uy, uz | Knotenverschiebungen in Richtung der globalen Achsen |
| φx, φy, φz | Knotenverdrehungen um die globalen Achsen |
Im Protokoll Finite Elemente:
| Lastfaktoren | Knicklastfaktoren der Knickeigenformen |
| sk.y, sk.z | Knicklängen [m] der Biegestäbe der ersten Knickeigenform |
| Pki | Knicklast [kN] der Stäbe der ersten Knickeigenform |
| EIy, EIz | Steifigkeit der Biegestäbe [kNm²] |
Einflusslinien und Einflussflächen
Einflusslinien bzw. Einflussflächen werden im Rahmen einer statischen Berechnung von Lastfällen mit der Lastart Efl bzw. Eff ermittelt. Die Ordinaten der resultierenden Einflussfläche ergeben sich als Verformung in Richtung der auszuwertenden Last.
| ux, uy, uz | Ordinatenwert [m] in Richtung der globalen Achsen |
| φx, φy, φz | Ordinatenwert [rad] um die globalen Achsen |
Die Spannungen in den Spannsträngen werden im Rahmen einer nichtlinearen Systemanalyse ermittelt, wenn Spannstränge berücksichtigt wurden. Die Ergebnisse sind auf die Spannstrangachse bezogen und folgendermaßen bezeichnet:
| σP | Normalspannung [MN/m²] |
| σp / fp0,1d | Ausnutzung des Spannstrangs |