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Das Grundprinzip zur Lösung von Problemen der Strukturmechanik mit der Methode der Finiten Elemente besteht in der Unterteilung einer Gesamtstruktur in diskrete Elemente, die in den Elementknoten miteinander verbunden sind.
Als Unbekannte treten je Knoten die globalen Verformungen ux, uy, uz, φx, φy und φz auf, welche durch Formulierung der sechs Gleichgewichtsbedingungen am Knoten bestimmbar sind. Dies geschieht durch Aufbau der Elementsteifigkeitsmatrizen im jeweiligen lokalen System, Transformation auf globale Koordinaten und Einsortieren in die Gesamtsteifigkeitsmatrix des Systems. Nach Transformation der Lasten auf globale Koordinaten und Einführung der Lagerungsbedingungen des Tragwerks ergibt sich ein lineares Gleichungssystem ( K · u = p ) zur Bestimmung der unbekannten Knotenverformungen mit
| K | Gesamtsteifigkeitsmatrix, |
| u | Verformungsvektor der globalen Knotenverformungen, |
| p | globaler Lastvektor. |
Da die Berechnungsmethode immer von diesem linearen Gleichungssystem ausgeht können Nichtlinearitäten in einer statischen oder dynamischen Berechnung nur durch eine Iteration erfolgen in welcher die Gesamtsteifigkeitsmatrix oder der Lastvektor für den folgenden Iterationsschritt geändert wird. Welche Nichtlinearitäten berücksichtigt werden können ist für die Berechnungsverfahren Statik oder Nichtlinearer Systemanalyse unterschiedlich (siehe Kapitel „Nichtlinearitäten in der Berechnung“).