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<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >> Knickeigenformen und Knicklängen |
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Stabilitätsprobleme der Elastizitätstheorie 2. Ordnung werden durch das nachfolgende Eigenwertproblem beschrieben:
K0 Φ = λ KG Φ
mit
| K0 | lineare Steifigkeitsmatrix nach Theorie 1. Ordnung |
| KG | nichtlineare Geometriematrix der Theorie 2. Ordnung |
| λ | Knickeigenwerte (Knicklastfaktoren) |
| Φ | Knickeigenformen |
Grundlage für die Berechnung sind die Schnittgrößen des Beanspruchungslastfalls nach Theorie 1. Ordnung. Diese finden beim Aufbau der Geometriematrix KG Verwendung. Die ermittelten Knicklastfaktoren λ beziehen sich ebenfalls auf den Beanspruchungslastfall. Während K0 stets positiv definit ist, kann dies für KG nicht vorausgesetzt werden. Dies hat zur Folge, dass in der Regel sowohl positive als auch negative Eigenwerte λ vorhanden sind. Um eine eindeutige Zuordnung zu gewährleisten, werden nur die positiven Eigenwerte mit den zugehörigen Eigenformen unter der Nummer des Beanspruchungslastfalls zur Verfügung gestellt. Es können somit mehrere Stabilitätslastfälle nebeneinander untersucht werden. Sollten im definierten Eigenvektorraum nicht genügend positive Eigenwerte vorhanden sein, werden auch die betragsmäßig kleinsten negativen Eigenwerte gespeichert.
Im Anschluss an die Berechnung der Knicklastfaktoren wird mit Hilfe der Eulerformel PKi = Nx·λ1 = EI·π2 / sk2 für die Biegestäbe deren Knicklänge sk berechnet und im Protokoll ausgewiesen.
Die ermittelten Knickeigenformen erfassen nicht das Knicken von Fachwerkstäben. Daher werden im Nachgang ebenfalls mit der Eulerformel und deren bekannten Knicklängen (Eulerfall 2, sk = l ) deren Knicklastfaktoren λF ermittelt. Sollten diese λF‑Werte kleiner als der erste Knicklastfaktor λ1 des Gesamtsystems sein, wird entsprechend gewarnt.
Die Untersuchung von Knickeigenformen und Knicklastfaktoren kann einen Nachweis nach Theorie 2. Ordnung mit Gleichgewicht am verformten System nicht ersetzen.