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Mit der Funktion Koppelungen lassen sich kinematische Abhängigkeiten zwischen den globalen Freiheitsgraden zweier Elementknoten festlegen, indem die Knotenfreiheitsgrade eines abhängigen Knotens über eine Bedingungsgleichung durch die Freiheitsgrade des bezogenen Knotens ausgedrückt werden.
z.B. uz,abh. = f1⋅ux,bez. + f2⋅uy,bez. + f3⋅uz,bez. + f4⋅φx,bez. + f5⋅φy,bez. + f6⋅φz,bez.
mit
| f1, f2, f3 | Faktoren für die Verschiebungen, |
| f4, f5, f6 | Faktoren für die Verdrehungen. |
An einen bezogenen Knoten dürfen beliebig viele abhängige Knoten gekoppelt werden. Knoten mit Festhaltungen dürfen nicht als abhängige Knoten definiert werden. Knoten von Platten‑, Scheiben- und Volumenelementen besitzen drei Freiheitsgrade. Knoten von Schalen und Stäben besitzen hingegen sechs Freiheitsgrade. Der bezogene Knoten einer Koppelung muss alle Freiheitsgrade des abhängigen Knotens aufweisen. Die Koppelungen werden gestrichelt dargestellt. Zusätzlich zeigt ein Pfeil auf den bezogenen Knoten.
Es gibt folgende Arten von Koppelbedingungen:
| • | Starr: Starre Koppelung (Kürzel: SS). |
| • | Gelenkig: Einseitig gelenkige Koppelung mit Kugelgelenk am abhängigen Knoten (Kürzel: GS). |
| • | ux, ... phi.z: Abhängiger Freiheitsgrad der benutzerdefinierten Bedingungsgleichung. Die Faktoren für die Verschiebungen und Verdrehung der Bedingungsgleichung sind festzulegen. |
Punktkoppelung
Nach Auswahl der abhängigen Knoten und des bezogenen Knotens ist die Koppelungsart festzulegen.
Fugenkoppelung
Diese Option trennt Flächenelemente entlang einer vorzugebenden gemeinsamen Elementkante auseinander und erzeugt Koppelungen zwischen den ursprünglichen (bezogenen) und den neu entstandenen (abhängigen) Knoten.
In der 3D‑Darstellung ist neben der Fuge ein Punkt in der Trennebene anzugeben. Die Koppelungen werden dabei zwischen den Knoten der Elemente auf der einen und denen auf der anderen Seite der Trennebene erzeugt.
Bedingungsgleichungen für eine starre Koppelung in der xz‑Ebene
Abhängig ux,3 uz,3 φy,3 |
Bezogen = ux,2 – δz·φy,2 = uz,2 – δx·φy,2 = φy,2 |
Exzentrisch angeschlossene Träger
Auch zur Erfassung der Exzentrizitäten von Trägern können Koppelbedingungen eingesetzt werden. Die folgende Abbildung zeigt die Verbindung von Schalenelementen mit räumlichen Stäben als eine Möglichkeit der Modellierung eines zweistegigen Plattenbalkens.
Ausgangssituation mit Koppelfuge 'GS'
mx bei durchgehender Platte mx im System mit Gelenkfuge
unter Gleichlast
Modellierung einer Gelenkfuge in einer Deckenplatte mit Hilfe von Koppelbedingungen