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Finite Elemente > Strukturbeschreibung

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Mit der Funktion Liniengelenke lassen sich linienförmige Gelenke an Flächen­elementen de­fi­nie­ren. Das Li­ni­en­gelenk ist geo­me­trisch durch seinen Anfangs- und End­punkt sowie einen Punkt in der Ebene der be­trof­fe­nen Elemente be­schrie­ben. Während der FEM‑Be­rech­nung werden die einem Li­ni­en­gelenk zu­ge­ord­neten Elemente ermittelt und intern an den be­tref­fen­den Knoten mit ent­spre­chen­den Me­cha­nis­men ver­se­hen.

Es betrifft nur Elemente die sich in der durch die drei Punkte definierten Ebene be­fin­den und Element­ecken auf dem Liniengelenk aufweisen. Schneidet ein Liniengelenk ein Element, wird dieses nicht be­rück­sich­tigt.  

Die lokale x‑Achse des Liniengelenks zeigt vom seinem Anfangs- zu seinem Endpunkt. Die lokale y‑Achse entspricht dem Orientierungs­symbol des Linien­gelenks und zeigt in Richtung der gelenkig an­ge­schlos­se­nen Elemente. Damit ergibt sich die lokale z‑Achse senkrecht zur xy‑Ebene.

Liniengelenke mit Koordinatensystem und betroffenen Elementen

Die GUID kann bei der Suche des Liniengelenks helfen (siehe Suche GUID).

 

Die durch ein Liniengelenk betroffenen Elemente werden im Protokoll Finite Elemente zu­sam­men mit der Element­liste auf­ge­führt.

  Dialog des Liniengelenkes

Liniengelenke

Nr. 1   

  Anfangspunkt:     0,000 /  -1,000 /   0,000 [m]

  Endpunkt:         2,000 /  -1,000 /   0,000 [m]

  Punkt in Ebene:   1,000 /  -0,500 /   0,000 [m]

  Federsteifigkeiten: Cu.x  =1,0e-09 Cu.y  =1,0e+03 Cu.z  =2,5e+02 [MN/m²]

                      Cphi.x=1,0e+01 Cphi.y=1,0e-09 Cphi.z=1,0e+06 [MNm/rad/m]

  Reibung/Kontakt: (ux) inaktiv  (uy) 0,200 [-]  (uz) Kontakt

  Betroffene Elemente mit Mechanismen

  2 5 9 12 14 18 

 

Für die Eigenschaften eines Liniengelenks kann, für jeden Frei­heits­grad getrennt, anstelle von Fest oder Gelenk eine Fe­der­stei­fig­keit oder eine Kennlinie definiert werden. Ist bei Scha­len­trag­wer­ken für die lokale y- oder z‑Richtung eine Fe­der­stei­fig­keit oder eine Kennlinie definiert, kann für eine dieser Richtungen die Option Kontakt (nur Druck) gewählt werden. Ist Kontakt gewählt kann optional für jede der anderen Richtungen, wenn sie eine Fe­der­stei­fig­keit oder eine Kennlinie aufweisen, ein Rei­bungs­ko­ef­fi­zi­ent definiert werden. Damit ist dann die el­lip­sen­för­mi­ge Fließfläche definiert. Die Optionen Kontakt und Kennlinie führen zu einem nicht­li­nea­ren Re­chen­mo­dell und damit zu einer Iteration in der Last­fall­be­rech­nung.

Das nachfolgende Beispiel zeigt einen elastisch gebetteten Behälter unter Flüssig­keits­druck, dessen Kanten alle gelenkig um die lokale x‑Achse an­ge­schlos­sen sind.

Schnittgrößen mx infolge Flüssigkeitsdruck eines Behälters mit LiniengelenkenSchnittgrößen my infolge Flüssigkeitsdruck eines Behälters mit Liniengelenken

Schnittgrößen mx und my infolge Flüssigkeitsdruck

Kontaktbeispiele für ein Liniengelenk in einer Deckenplatte

Kontaktbeispiele für ein Liniengelenk in einer Deckenplatte

Um ein Kontaktproblem in dem Anschluss einer Deckenplatte an eine Wand zu un­ter­su­chen, wurden für die y- und z‑Richtung des Linien­gelenkes Feder­stei­fig­kei­ten angegeben. In den ge­zeig­ten Beispielen werden alle Verdrehungen als gelenkig an­ge­nom­men. Mögliche Drehfedern wären von dem Kontaktproblem nicht betroffen.

Im Anschlußtyp "A" mit einer horizontalen Fuge zwischen Deckenplatte und Wand ist für die z‑Richtung des Liniengelenkes Kontakt anzugeben. Dadurch können in vertikaler Richtung nur noch Druckkräfte F über die Fuge übertragen werden. Ist für die y‑Richtung ein Reibungsbeiwert μ definiert, können in horizontaler Richtung Reibungskräfte von maximal μ · F übertragen werden.

Im Anschlußtyp "B" mit einer vertikalen Fuge zwischen Deckenplatte und Wand ist für die y‑Richtung des Liniengelenkes Kontakt anzugeben. Dadurch können in horizontaler Richtung nur noch Druckkräfte F über die Fuge übertragen werden. Ist für die z‑Richtung ist ein Reibungsbeiwert μ definiert, sind Reibungskräfte von maximal μ · F möglich.