Beispiel zur Spannanweisung nach SIA 262

<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >>

Spannbeton > Eingaben

Beispiel zur Spannanweisung nach SIA 262

Vorherige Seite   Hauptseite  Nächste Seite Seite drucken

Die Wirkungsweise der Faktoren Anspannen und Nachlassen soll an einem Einzelspannglied St 1500 / 1770 mit Zulassung nach SIA 262 und Spannanker am Spanngliedanfang verdeutlicht werden.

Dialog Spannstrangeigenschaften - Zulassung nach SIA 262

Die zulässigen Spannkräfte sind definiert durch

Pmax = Ap · 0,75 fpk = 3531,2 kN

Pm0 = Ap · 0,70 fpk = 3295,7 kN

Der erste Spann­kraft­verlauf der nachfolgenden Abbildung ergibt sich nach Über­spannen um 3% mit dem Faktor 1,03 bezogen auf Pm0, d.h. die maximale Vor­spann­kraft beträgt 3394,6 kN < Pmax .

Den zweiten Spann­kraft­verlauf erhält man nach absetzen der Presse, d.h. die nach dem Verankern maximal im Spannglied verbleibende Vor­spann­kraft beträgt 3251,6 kN < Pm0 .

Einzelspannglied 1, 10‑fach überhöht

Einzelspannglied, 10‑fach überhöht

Spannkraftverlauf nach dem 1. Anspannen mit Faktor 1,03·Pm0

Spannkraftverlauf nach dem 1. Anspannen mit Faktor 1,03

Spannkraftverlauf nach dem Ankerschlupf von 5 mm (absetzen der Presse)

Spannkraftverlauf nach dem Ankerschlupf von 5 mm (absetzen der Presse)

Ein Nachlassen des Spannglieds wurde hier zur Verdeutlichung der be­schrie­be­nen Effekte nicht berücksichtigt. Dieses würde eine zusätzliche Variation des Spann­kraft­ver­laufs zur Folge haben. Ein zweiter Anspann‑ und Nachlass­vor­gang hätte analoge Aus­wirkungen. Entsprechendes gilt für Anspannen und Nachlassen am Spann­glied­ende.