Diese Lastart (Lastkürzel: GRL) eignet sich insbesondere zum Aufbereiten von Lastfällen für eine nichtlineare Berechnung. Hiermit können Belastungen aus bestehenden Lastfällen mit den erforderlichen Lastfaktoren zusammengestellt und die gewünschte Berechnungstheorie aktiviert werden. Mit der Lastgruppe werden die bestehenden Lastarten Einfügen und Theorie innerhalb einer Lastart zusammengefasst.
Hinweis: Die Lastgruppen können auch über einen Dialog in der Datenbasis im Abschnitt Lasten bearbeitet werden.
| Fehlerschranke | Fehlerschranke für die relative Größe des verbleibenden Residuums in [%]. Es sind nur Werte ≤ 1% zulässig. |
| Ausfall Zugbettung | Ausschluss von Zugspannungen in der Gründungsfläche. |
| Zus. globaler Lastfaktor | Zusätzlicher Faktor für alle Lasten. |
| Lastfälle | Lastfälle markieren, um sie der Auswahlliste (Gewählte Lastfälle) hinzuzufügen. |
| Lastfaktor | Die einzelnen Lastfälle werden mit einem Faktor gewichtet. |
| Übernehmen | Der Wichtungsfaktor markierter Lastfälle wird geändert. |
Zur Zusammenstellung der maßgeblichen Einwirkungen für Berechnungen mit Ausfall der Zugbettung werden die betreffenden Lastfälle in die Auswahlliste übertragen und mit Lastfaktoren versehen. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:
| • | Um Mehrdeutigkeiten zu vermeiden sollten die Lastart Theorie nicht in den gewählten Lastfällen vorhanden sein. |
| • | In eingefügten Lastfällen darf die Lastart Superposition nicht enthalten sein. |
Bei Anwendung dieser Lastart sind die folgenden Hinweise zu beachten.
Berechnungen unter Auschluß der Zugbettung liefern ihre Ergebnisse nach nichtlinearer Iteration. Für diese gilt folglich nicht mehr das Superpositionsprinzip, d.h. sie dürfen nicht mit anderen Ergebnissen additiv überlagert werden. Eine Weiterverarbeitung in Lastfallkombinationen ist nur zulässig, wenn diese keine anderen als sich gegenseitig ausschließende (exklusive) Einwirkungen enthalten.
Die Lösung des nichtlinearen Bettungsproblems erfolgt iterativ. Als Maß für die Steuerung der Iteration gilt die Länge des Fehlervektors, das Residuum. Es wird für jeden Iterationsschritt in der Ausgabeleiste angezeigt. Die Iteration wird beendet, wenn das verbleibende Residuum in Bezug auf das Anfangsresiduum die vorgegebene Fehlerschranke erreicht hat. Die Berechnungsergebnisse sind dann durchschnittlich mit einem relativen Fehler in gleicher Höhe behaftet. Falls die Fehlerschranke nicht erreicht werden kann, gibt das Rechenprogramm eine Meldung aus.
Bei unrealistischer Lastzusammenstellung (z.B. Fehlen der Eigenlast) kann es zum Ausfall aller Bettungen kommen. Wenn dadurch das System verschieblich wird, erfolgt ein Abbruch der Berechnung wegen singulären Gleichungssystems mit Angabe des verschieblichen Freiheitsgrades.