Nach der Auswahl eines Nachweisknotens werden die maßgebenden Nachweisdaten in einem Dialogfeld präsentiert. Dieses gliedert sich in drei Dialogseiten.
1a. Eingabedaten, Stütze
Es sind die Stützenformen Rechteck und Rund, mit den Standpunkten Innen, Rand parallel zu x, Rand parallel zu y und Ecke vorgesehen. Bei der Neueingabe werden die Abmessungen vorhandener Stützen vorgeschlagen. Die Randabstände ax und ay dienen zur Berechnung der Umfänge ui der Nachweisschnitte. Alternativ ist als Nachweisart Wandende oder Wandecke wählbar.
1b. Eingabedaten, Platte
Dieses Kapitel präsentiert die Materialeigenschaften, die vorhandene Biegewehrung, sowie weitere Beiwerte zur Berechnung der Durchstanzwiderstände.
1c. Eingabedaten, Einwirkung
Die Einwirkung VEd kann entweder als Auflagerkraft aus einer vorausgegangenen Bemessung nach DIN 1045‑1 übernommen oder direkt eingegeben werden. Etwaige mittlere Bodenpressungen σ0 vermindern den Bemessungswert der Querkraft um den Betrag 0,5·σ0·Acrit. Die mittleren Längskräfte NEd werden zur Berechnung der Betonnormalspannung verwendet.
1d. Heft 525
Mit dieser Option wird der Lasterhöhungsfaktor ß nach Gl. (H.10‑8) reduziert.
Diese Dialogseite dient zur Definition der Öffnungsgeometrie und ihrer Lage.
Diese Dialogseite zeigt die berechneten Durchstanzwiderstände, die eventuell erforderliche Durchstanzbewehrung und die Mindestbiegebewehrung. Eine verbesserte Biegebewehrung kann mit der Schaltfläche Vorschlag abgerufen werden.
Beispiel

Durchstanznachweis Knoten 4312
Der Nachweis wird nach DIN 1045-1:2008-08 geführt.
1. Abmessungen, Lage und Material
Rechteckstütze mit der Breite bx = 0,45 m und der Höhe by = 0,45 m Lage: Innen; β = 1,05 |
Kritischer Rundschnitt u = 3,59 m (Abstand = 0,29 m); Acrit = 0,97 m²
Plattendicke h = 0,240 m
Nutzhöhe der Platte dx = 0,190 m; dy = 0,190 m
Vorh. Längsbewehrung asx = 31,42 cm²/m; asy = 31,42 cm²/m
Bügelneigung α = 90,0°
Beton: C35/45 fck = 35,00 N/mm² α = 0,85
γc = 1,50 fcd = α ⋅ fck / γc = 19,83 N/mm²
Betonstahl: BSt 500 fck = 500,00 N/mm² γc = 1,15
fyd = fyk / γs = 434,78 N/mm²
2. Einwirkung aus Grundkombination
VEd = 809,00 kN NEd = 0,00 kN/m σ0 = 0,00 kN/m²
vEd = β ⋅ VEd / u = 236,57 kN/m
3. Durchstanzwiderstand ohne Durchstanzbewehrung
\begin{align*}
v_{\mathrm{Rd,ct}}=
\left({\left({0,21/\gamma_\mathrm{c}}\right)\cdot\eta_1\cdot\kappa\cdot
\left({100\cdot\rho_\mathrm{l}\cdot f_\mathrm{ck}}\right)^{1/3}
-0,12\ \sigma_\mathrm{cd}}\right)\cdot d
\end{align*}
mit η1 = 1,00 κ = 2,00
ρl = 0,0165 fck = 35,00 N/mm²
σcd = 0,00 N/mm² d = 0,19 m
vRd,ct = 205,79 kN/m
vEd / vRd,ct = 1,15 > 1 Durchstanzbewehrung erforderlich!
4. Durchstanzbewehrung rechtwinklig zur Plattenebene
\begin{align*}
A_{\mathrm{sw}}=
\frac{\left({v_\mathrm{Ed}-v_\mathrm{Rd,c}}\right)}
{\kappa_\mathrm{s}\cdot f_\mathrm{yd}}
\end{align*}
\begin{align*}
A_{\mathrm{sw,i}}=
\frac{\left({v_\mathrm{Ed}-v_\mathrm{Rd,c}}\right)\cdot u_\mathrm{i}\cdot s_\mathrm{w}}
{\kappa_\mathrm{s}\cdot f_\mathrm{yd}\cdot d}
\end{align*}
Asw,min = minρw ⋅ sw ⋅ ui
mit vRd,c = 205,79 kN/m fyd = 434,78 N/mm²
κs = 0,70 sw = 0,142 m
minρw = 0,102 % d = 0,19 m
Reihe 1: Abstand = 0,10 m; u1 = 2,40 m; vEd,1 = 354,39 kN/m;
Asw,1 = 11,70 cm² > Asw,1,min = 3,47 cm²
Reihe 2: Abstand = 0,24 m; u2 = 3,29 m; vEd,2 = 258,26 kN/m;
Asw,2 = 4,24 cm² < Asw,2,min = 4,76 cm²
Äußerer Rundschnitt: Abstand = 0,52 m; ua = 5,08 m; vEd,a = 167,22 kN/m;
ka = 0,897; vRd,ct,a = 184,52 kN/m
vEd,a ≤ vRd,ct,a Der Nachweis ist erfüllt!
5. Mindestmomente und zugehörige Längsbewehrung nach Abschnitt 10.5.6
mEd,x = ηx ⋅ VEd = 0,125 ⋅ 809,00 = 101,12 kNm/m
zugehörige Längsbewehrung asx,min = 12,93 cm²/m ≤ asx = 31,42 cm²/m
mEd,y = ηy ⋅ VEd = 0,125 ⋅ 809,00 = 101,12 kNm/m
zugehörige Längsbewehrung asy,min = 12,93 cm²/m ≤ asy = 31,42 cm²/m