Nach der Auswahl eines Nachweisknotens werden die maßgebenden Nachweisdaten in einem Dialogfeld präsentiert. Dieses gliedert sich in vier Abschnitte.
1. Stütze
Es sind die Stützenformen Rechteck, Rund, und Allgemein, mit den Standpunkten Innen, Rand in x-Richtung, Rand in y-Richtung und Ecke vorgesehen. Bei der Neueingabe werden die Abmessungen vorhandener Stützen vorgeschlagen. Die Randabstände ax und ay dienen zur Berechnung des Umfanges u des kritischen Rundschnittes. Die Wahl der Stützenform Allgemein bedingt die Eingabe des Umfanges u durch den Benutzer.
2. Platte
Dieser Abschnitt präsentiert die Materialeigenschaften, die vorhandene Biegewehrung zur Berechnung des Bewehrungsgrades ρ, sowie weitere Beiwerte zur Berechnung der Durchstanzwiderstände.
3. Einwirkung
Die Einwirkung kann entweder als Auflagerkraft aus einer vorausgegangenen Bemessung nach ÖNORM übernommen oder direkt eingegeben werden. Etwaige Bettungskräfte vermindern den Bemessungswert der Querkraft.
4. Ergebnisse
Dieser Abschnitt zeigt die berechneten Durchstanzwiderstände, die eventuell erforderliche Durchstanzbewehrung und die Mindestbiegebewehrung. Eine verbesserte Biegebewehrung kann mit der Schaltfläche Vorschlag... abgerufen werden.
Beispiel

Durchstanznachweis Knoten 1659
Der Nachweis wird nach ÖNORM B 4700 Ausgabe: 2001-06-01, Abschnitt 3.4.5 geführt.
1. Abmessungen, Lage und Material
Rechteckstütze mit der Breite bx = 0,24 m und der Höhe by = 0,24 m
Lage: Innenstütze; κe = 1,15
Kritischer Rundschnitt u = 2,56 m
Nutzhöhe der Platte dx = 0,170 m; dy = 0,170 m
Vorh. Längsbewehrung asx = 6,00 cm²/m; asy = 6,00 cm²/m
Bügelneigung α = 90,0°; Stützweite l = 4,00 m; κs = 0,50
Beton: ÖC20/25; γc = 1,50
Betonstahl: BSt 550; γs = 1,15
2. Einwirkung
VSd = 208,98 kN aus Grundkombination
VSd,max = 240,32 kN
3. Durchstanzwiderstand ohne Durchstanzbewehrung
\begin{align*}
\mathrm{V}_\mathrm{Rdc}=
1,2\cdot\tau_\mathrm{d}\cdot\kappa_\mathrm{c}\cdot
\left({1,2+2000\cdot\frac{1}{\mathrm{l/d}}\cdot\rho}\right)\cdot \mathrm{u}\cdot \mathrm{d}
\end{align*}
mit τd = 0,24 N/mm² κc = 1,43
l / d = 23,53 ρ = 0,0035
d = 0,170 m u = 2,56 m
VRdc = 269,08 kN
4. Nachweis
VSd,max ≤ VRdc Der Nachweis ist erfüllt!
5. Mindestlängsbewehrung nach Abschnitt 3.4.5.3 (4)
\begin{align*}
\mathrm{a}_\mathrm{sx,min} =
\frac{\left({\mathrm{V}_\mathrm{Sd,max}}\right)}
{0,9\cdot\mathrm{d}_\mathrm{x}\cdot f_\mathrm{yd}}\cdot
\mathrm{e}_\mathrm{x}\mathrm{\,/\,b}_\mathrm{ef}
\end{align*}
\begin{align*}
\mathrm{a}_\mathrm{sy,min} =
\frac{\left({\mathrm{V}_\mathrm{Sd,max}}\right)}
{0,9\cdot\mathrm{d}_\mathrm{y}\cdot f_\mathrm{yd}}\cdot
\mathrm{e}_\mathrm{y}\mathrm{\,/\,b}_\mathrm{ef}
\end{align*}
mit fyd = 478,26 N/mm² ex/bef = 0,125
d = 0,170 m ey/bef = 0,125
asx,min = 4,11 cm²/m ≤ asx asy,min = 4,11 cm²/m ≤ asy