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Die Basiswerte gelten für alle Nachweise in den Grenzzuständen der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit.

Bemessungsmodus
| • | Standard: Normalmodus zur Bemessung für Biegung mit Normalkraft im gesamten Beanspruchungsbereich. Bewehrung wird soweit wie möglich im Zugbereich ermittelt. |
| • | Symmetrisch: Bemessung für symmetrische Bewehrung. Im Gegensatz zum Normalmodus werden, wenn eine Bewehrungserhöhung erforderlich ist, alle Bewehrungslagen erhöht. Vorgegebene Verhältnisse zwischen Bewehrungslagen bleiben erhalten. |
| • | Druckglied: Für Druckglieder wird eine symmetrische Bemessung unter Berücksichtigung der Mindestbewehrung nach DIN 1045‑1, Kapitel 13.5.2, durchgeführt. |
Alternative Betongüte
Wenn als Materialart Beton verwendet wird, ist dieser Wert erforderlich, um eine normengerechte Bemessung durchführen zu können.
Reduktionsfaktor der Vorsp. für Robustheit
Für die Anordnung der Robustheitsbewehrung sind programmseitig die Vorschriften des DIN Fachberichts 102, Abschnitt 4.3.1.3 (108), maßgebend. Danach soll bei Ermittlung der Zugzone die statisch bestimmte Wirkung der Vorspannung unberücksichtigt bleiben. Da diese bei Flächentragwerken nicht bestimmbar ist, kann ersatzweise die Vorspannung mit einem Reduktionsfaktor abgemindert werden. Die Wahl eines geeigneten Wertes liegt im Ermessen des Anwenders.
Nutzhöhe
Statisch wirksame Höhe für die Schubbemessung von Flächenelementen [m].
cot Theta, Metode
cot Θ definiert die Neigung der Betondruckstreben gemäß DIN 1045‑1, Kapitel 10.3.4 (3). Das Programm schlägt den Wert 1 vor (45° Druckstrebenneigung). Davon abweichend kann der Anwender einen Wert zwischen 0,58 und 3 (Normalbeton) bzw. 2 (Leichtbeton) frei wählen. Die Vorgabe eines größeren Wertes hat in aller Regel eine geringere erforderliche Querkraftbewehrung Asw, eine geringere aufnehmbare Querkraft VRd,max und ein größeres Versatzmaß a1 nach Gl. (147) zur Folge. Für den Nachweis stehen drei Berechnungsmethoden zur Auswahl:
| • | Standard: Der Eingabewert wird auf den nach DIN 1045‑1, Gl. (73), für Querkraft, Torsion und kombinierte Beanspruchungen jeweils zulässigen Bereich begrenzt (Verfahren mit beanspruchungsabhängiger Druckstrebenneigung). |
| • | Konstant: Der Nachweis erfolgt ohne weitere Begrenzung mit dem für cot Θ eingegebenen Wert (vgl. Auslegung Nr. 24 des NABau). |
| • | Std./45°: Für Querkraft wird cot Θ nach Gl. (73) begrenzt, für Torsion wird gemäß Kapitel 10.4.2 (2) vereinfachend eine konstante Druckstrebenneigung von 45° angenommen. |
Die tatsächlich wirksame Neigung der Betondruckstreben wird für jeden Nachweisort im Protokoll ausgegeben.
Biegezugbew. Asl nach Bild 32
Die anzurechnende Biegezugbewehrung nach DIN 1045‑1, Kapitel 10.3.3, Bild 32 [cm²].
Asl erhöhen bis
Bei Flächen kann optional ein Größtwert angegeben werden, bis zu dem das Programm automatisch den vorgenannten Eingabewert erhöht, um Bügelbewehrung zu vermeiden [cm²].
Stahlgüte der Bügel
| • | 420S: Betonstabstahl mit fyk = 420 MN/m². |
| • | 500A: Betonstabstahl mit fyk = 500 MN/m². |
| • | 500M: Betonstahlmatten mit fyk = 500 MN/m². |
| • | Allgemein: Frei definierbare Stahlgüte [MN/m²]. |
Die Stahlgüte gilt ebenfalls für die Bemessung der Torsionslängsbewehrung.
Faktor für min rhow
Der Mindestbewehrungsgrad min ρw richtet sich nach DIN 1045‑1, Kapitel 13.2.3 (5), und wird über einen Faktor in Bezug auf die Grundwerte ρ nach Tab. 29 festgelegt. Der Faktor wird bei Stäben und Bemessungsobjekten mit 1 und bei Flächenelementen gem. 13.3.3 (2) mit 0,6 vorgeschlagen. Er kann zwischen 0 und 1,6, dem Sollwert für gegliederte Querschnitte mit vorgespanntem Zuggurt, frei gewählt werden.
Bemessung wie Platten
Stäbe bzw. Bemessungsobjekte werden wie Platten behandelt, d.h. es wird gem. 13.3.3 (2) keine Mindestquerkraftbewehrung ermittelt, wenn rechnerisch keine Querkraftbewehrung erforderlich ist.
Verlegemaß cv,l
In DIN 1045‑1:2008, Kapitel 10.3.4 (2), und NABau Nr. 24 wird der innere Hebelarm z auf das Maximum aus z = d – cv,l – 30 mm und z = d – 2cv,l begrenzt. Dabei ist cv,l das Verlegemaß der Längsbewehrung in der Betondruckzone. Das Programm schlägt für cv,l den kleinsten Achsabstand der Längsbewehrung vom Querschnittsrand, d1, vor.
Getrennter Nachweis für x- und y‑Richtung
Nach DIN 1045‑1:2008, Kapitel 10.3.1 (5), und NABau Nr. 76 darf bei zweiachsig gespannten Platten der Querkraftnachweis in den Spannrichtungen x und y getrennt geführt werden. Die problemgerechte Orientierung der Bewehrungsrichtungen obliegt dem Anwender.